Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
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M/U # 582 (37) – U # 95 – Birmingham to London – 21. Grand Union Canal Race (145.4 M)am 24.-25.05.15

43:47:00 h - 60. Ges. - 6. Frau – ca. 14 - 17 °C, nachts kühlte es ab bis ca 10 °C, bewölkt, aber warm. –  bis Meile 109 zusammen mit Christian Hottas.  Das Highlight des Jahres!!!

Eigener Bericht:

Am Freitag um 14:10 Uhr in den Flieger nach Birmingham gestiegen. Mit dabei waren Thorsten, Tammo und Christian. Der Flug war ruhig und schnell vorbei. In Birmingham sind wir mit dem Bus zum Bahnhof gefahren und von dort zu Fuß zum Hotel Travellodge. Dort wartete der Veranstalter Dick Kearn schon in der Lobby auf die eintreffenden Läufer. Wir wurden überschwänglich von ihm begrüßt und viele, mir völlig unbekannte, Läufer begrüßten mich sehr herzlich. Ich bekam mein bestelltes T-Shirt (diesmal in Orange) und ging dann in mein Zimmer, wo ich sehr schnell feststellte, dass ich meine Startunterlagen zu Hause auf dem Bügelbrett vergessen hatte. Zum Glück ist Dick ein versierter Veranstalter, der mir, ohne zu murren, gleich eine Ersatznummer gab. Ich war ihm sehr dankbar.

Nach dem üblichen Supermarkt-Tesco-Bummel, diesmal mit Thorsten, Tammo und Christian, verabredeten wir vier uns mit Tom und Gaby Eller, die wir zufällig dort trafen.

Wir gingen ins The Malt House, da der Lärmpegel dort einfach ruhiger ist als im empfohlenen Restaurant vom Veranstalter und klönten eine Weile bei typisch englischen Gerichten (u.a. fish and chips oder sousage with mashed potatoes) miteinander.

Um 21 Uhr war Aufbruchsstimmung und wir verzogen uns alle in die Koje zum Schlafen.

Am nächsten Morgen klingelte um 04:15 Uhr der Wecker, wobei ich schon ab 4 Uhr wach war, da in Deutschland 5 Uhr meine normale Aufstehzeit ist und die innere Uhr einfach gut funktionierte. Nach zwei Cappuccino und einer langen Anzieharie (ich wollte alles dabei haben und nicht auf die Taschen unterwegs angewiesen sein) begab ich mich um 5:30 Uhr zum Start. Diesmal war ich gar nicht aufgeregt, was mich wieder aufregte. Heute war mein erklärtes Ziel mit Christian zusammen ins Ziel einzulaufen. Zeit war egal.

Um kurz vor 6 Uhr hielt Dick seine übliche Ansprache mit Briefing und teilte uns allen mit, dass dies sein letzter Lauf als Veranstalter vom GUCR sein würde. Das fand ich sehr traurig, hatte aber auch Verständnis dafür, da er sicherlich das ganze Jahr über sehr viel Arbeit mit der Veranstaltung haben wird. Während des Laufes erfuhren wir, dass Keith Godden die Veranstaltung übernehmen wird. Da ich schon einige Male einige Kilometer mit Keith zusammen gelaufen bin und ich ihn dadurch ein wenig mehr kenne, als andere Läufer, fand ich die Option für mich sehr gut. Auch dieses Jahr blieb er bis zu seinem Ausscheiden bei Meile 100 in Christians und meiner Sichtweite und ließ sich von uns ziehen.

Um 6 Uhr war Start und Christian und ich waren mal wieder ganz schnell am hinteren Ende, was uns nicht weiter störte.
Jeder von uns hatte einen Zeitplan erarbeitet, wie er den Lauf bewältigen wollte. Spannend war, dass die Theorie und Taktik von jedem völlig unterschiedlich angegangen wurde, in der Praxis aber beim Laufen dasselbe Ergebnis brachte. So ging unsere Rechnung auf und wir liefen harmonisch und gleichmäßig langsam von Checkpoint zu Checkpoint.

Das Wetter war optimal: ca. 17°C und bewölkt, also ziemlich warm und angenehm, aber keine brennende Sonne von oben.

Bei Meile 35 traute ich plötzlich meinen Augen nicht: vor mir erkannte ich Ursula und Christian Marti, die mitten auf dem Wege standen. Da ich sie zwar mit Laufen, besonders mit Ultralaufen, aber nicht mit England verbinde, hatte mein Gehirn richtig Schwierigkeiten die Anwesenheit der Beiden zu verarbeiten. Ursula und Christian hatten auf Christian und mich gewartet und sich ausgerechnet, wann wir vorbeikommen würden. Sie wollten uns alle Gute für den Lauf wünschen. Wow, war das ein Motivationsschub. Ich war so überrascht, dass ich völlig vergessen habe zu fragen, was die beiden in England am Kanal gemacht haben und weiß es bis heute nicht.

Wir liefen also hochmotiviert weiter und alles lief nach Plan. Bei dem Checkpoint 4, der Christian beim letzten Mal zum Verhängnis wurde, liefen wir mit einem guten Zeitpolster ein und trafen auf Tom Eller, der hier, gezwungen durch Schmerzen, freiwillig aufgab. Nach einer sehr kurzen Pause und einem richtig gutem heißen Kaffee liefen wir wieder weiter.

Es wurde langsam Nacht und ich musste mir meine lange Hose und ein Extrahemd anziehen, da mir zu kalt wurde. Es war angenehm in der Nacht zu laufen und wir erreichten Navigationsbridge gegen Mitternacht, also ca. 50 min. vorm Cutoff und waren damit genau in unserem Zeitplan.

Hier gab es warme Suppe zu essen und natürlich Kaffee.

Jetzt hatten wir die schlimmsten Cuttoffs hinter uns. Nun war der Lauf auch ohne große Hetze zu finishen, also wurden wir etwas ruhiger im Tempo.

Den nächsten Checkpoint 6 erreichten wir um 5 Uhr. Unser Polster war jetzt etwas geschrumpft, aber Christian benötigte eine Schlafpause, so dass wir uns 20min. hingelegten.

So richtig erholsam war diese Pause nicht, aber es war angenehm den Körper mal recken und strecken zu können.

Als die Sonne wieder draußen war, legten wir uns gegen 10 Uhr noch einmal für 20 min. hin. Diesmal hatten wir einen windgeschützteren Schlafplatz und konnten beide kurz wegknacken. Ich war richtig erholt und hätte Bäume ausreißen können. Ich glaube, Christian hatte etwas andere Gedanken, aber auch er schien sich etwas gestärkt zu haben.

Mittags kamen wir bei Checkpoint 7 (Meile 100) an und bekamen frisch gekochtes Rührei mit Toastbrot. Auf diesen Teil des Laufes freue ich mich jedes Mal. Es machte auch gar nicht, dass kein Salz und Pfeffer mehr da war und dass das Bacon auch schon aus war. Allein die Liebe, mit der das Ei gebraten wird, ist es schon wert dahin zu laufen. Hier gab es auch ein richtiges Badezimmer in einem benachbarten Gasthof, in dem ich mich ausgiebigst erfrischt habe.

Nach diesem Checkpoint wurde Christian ein wenig langsamer und ich hatte das Bedürfnis, nach 100 Meilen des Ziehens, einfach mal ein wenig mit meiner Geschwindigkeit zu spielen und meinem Fortbewegungsbedürfnis freien Lauf zu geben. So vereinbarten wir bis zum nächsten Checkpoint eine Geschwindigkeit von 3 Meilen/Std, die jeder so laufen sollte, wie es ihm gut bekommt. Das ging leider schief. Schade!

Christian, der durch eine schlecht sitzende Tasche auf seiner Hüfte, in eine Schieflage gekommen war, hatte so starke Rückenschmerzen bekommen, dass er bei Meile 109 beschloss, den Lauf aufzugeben. Vielleicht hätte ich ihn doch weiter ziehen sollen, nächstes Mal versuche ich es. Aber es gibt halt auch irgendwo Grenzen.

So kam ich, genau nach Plan, um 17 Uhr beim Checkpoint 8 (Meile 120) an, um dort zu erfahren, dass Christian schon mit Hank auf dem Weg nach London ist. Das fand ich sehr traurig und meine Lust weiter zu laufen hielt sich in Grenzen.

Um es mir leichter zu machen, ließ ich meinen Rucksack am Verpflegungspunkt und trat die letzten 25 Meilen ohne Gepäck an. Die ersten 13 Meilen flog ich nur so dahin und ich konnte vorm letzten Checkpoint tatsächlich noch 2 Läufer (Bernd Rohrmann und Seow Kong Ng) überholen, aber danach war bei mir die Luft völlig raus. Ich kämpfte mit Schwindel und NullBock und brauchte für die letzten 12 Meilen 3,5 Std. Es war einfach nicht mehr drin und ich schlich mühsam mit gefühlten 3 km/h vor mich hin. Dafür genoss ich, dass ich die Strecke so gut kannte und über den Weg nicht mehr nachdenken musste.

Der Zieleinlauf nach 43:47 Std. war dann wie immer grandios. Dick überreichte mir die Medaille und schien genau so glücklich zu sein wie ich.

Christian hatte netterweise auf mich gewartet und nach der Stärkung mit Tomatensuppe, die Joan mir brachte, sind wir zügig ins Berkeley Court Hotel gegangen. War ich froh, nachdem ich geduscht hatte, ins Bett fallen zu können.

Am nächsten Morgen traf ich Tammo, Thorsten und Christian beim Frühstück. Es gab sogar Käse und Wurst zum Frühstück, was es letztes Jahr nicht gegeben hatte. Insgesamt ein nettes Hotel, Preis-Leistung und Entfernung zum Ziel stimmten absolut.

Nach dem Frühstück legte ich mich noch eine Stunde aufs Bett und gegen 11:00 trafen wir uns alle in der Lobby, um den Heimweg über den Flughafen Heathrow anzutreten.

Immer wieder ein tolles Erlebnis in England. 

Link zur Ergebnisliste:

http://www.gucr.co.uk/template.asp?doc=326

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1080347605313076.1073741864.100000135395711&type=3

Link zu den Fotogalerien von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1060186333994597.1073742148.100000097220437&type=3

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1060271597319404.1073742149.100000097220437&type=3

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1060366073976623.1073742150.100000097220437&type=3

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1060396950640202.1073742151.100000097220437&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Marti:

https://www.facebook.com/christian.marti.756/media_set?set=a.432387960277276.1073741925.100005182273856&type=3

Link zum Bericht von Paul Ali:

http://ultraavon.com/2015/05/25/2015-grand-union-canal-race/

Link zur Fotogalerie von Ross Langton:

https://www.flickr.com/photos/rosslangton/sets/72157653562867275/

Jonathan's images from CP 5, Heart of England:

https://www.flickr.com/photos/11659262@N07/sets/72157653693289350

Link zum Bericht von Richard McChesney:

http://richardwalkslondon.com/the-grand-union-canal-race-2015-a-long-slog-from-birmingham-to-london/

Link zum Bericht von Mimi Anderson:

http://marvellousmimi.com/v2/2015/06/01/grand-union-canal-race-2015/

 

1.6.15 06:28
 



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