Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



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Shanghai (China) – 2017 Shanghai International Marathon am 12.11.2017 - eigener Bericht

18.07.2017

Morgens den Newsletter vom Haspa Marathon Hamburg gelesen und wahrgenommen, dass für den Shanghai International Marathon in der Hamburger Partnerstadt im Rahmen des Städtepartnerschaftprojekts „Hamburg-Shanghai Marathon Brücke“ 10 kostenfreie Startplätze zur Verfügung gestellt werden.

Als Initiator dieses städtepartnerschaftlichen Projekts lud das Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg vor Ort zu einem kulturellen Begleitprogramm ein. Ziel ist das Erkunden der jeweiligen Partnerstadt und die Begegnung mit Läufern aus verschiedenen Kulturen. Unterstützt wird die „Hamburg-Shanghai Marathon-Brücke“ von den Veranstaltern des „Shanghai International Marathon“ und des „Haspa Marathon Hamburg“, sowie dem Hamburg Liaison Office China. Teilnehmen konnte jeder, der den Hauptwohnsitz in Hamburg hat sowie schon mal beim Hamburg Marathon mitgelaufen ist.

Ich war so fasziniert, dass ich mich gleich um 5:45 Uhr per E-Mail beworben habe und zwei Tage später erhielt ich vom Direktor des Konfuzius-Institut Hamburg, Dr. Carsten Krause, eine Zusage für die Teilnahme. Das fand ich nun völlig abgefahren. Gleich in der Mittagspause rannte ich zum Reisebüro „feel china“, welches fußläufig für mich zu erreichen ist, und gab alle erforderlichen Unterlagen ab. Irgendwie hatte ich Angst, dass man mir den Platz wieder entziehen könnte.

Es gab dann noch ein paar Mails von dem sehr neugierig wirkenden Direktor Carsten Krause, so dass ich langsam sehr gespannt auf das erste Treffen mit den 10 Gewinnern war.

 

Das passierte dann am 11.10.2017. Wir wurden erst ins Teehaus in der Feldbrunnenstraße zu einem Infogespräch eingeladen, bekamen ganz viele Unterlagen und einen netten Erinnerungsbeutel vom Konfuzius-Institut ausgehändigt.

Danach lud uns Carsten, inzwischen waren wir Sportler alle zum Du übergegangen, zum Abendbrot ins China Restaurant Suzy Wong im Mittelweg ein. Dieses kannte ich sehr gut, da Suzy Wong eines der Stammrestaurants meines Vaters war.

Mit uns waren auch Jessica Hardtmann und Wolfgang Timm vom Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH eingeladen, denen ein großer Dank gebührt, da sie diese Aktion offiziell mit unterstützen und die als VIP’s nach Shanghai mitreisen dürfen. Sie wollen vor Ort die städtepartnerschaftlichen Kontakte vor Ort festigen.

Der Abend war ausgesprochen nett und Carsten musste ganz viele Fragen beantworten. Das Essen, diesmal typisch chinesisch serviert, war wie schon früher, ausgesprochen köstlich. Nach diesem Abend war ich sehr gespannt auf unseren gemeinsamen „Ausflug“. Die Teilnehmer variieren sehr stark im Alter (23 – 64?) und die Anzahl der gelaufenen Marathons ( 1 - ??), aber es herrschte eine super gemeinsame Grundstimmung.

 

09.11.2017

Um 12:30 Uhr war Treffpunkt an der Rolltreppe im Terminal 2. Entgegen meiner Vermutung waren alle Gewinner und Mitreisenden anwesend. Gemeinsam durch die Sicherheitskontrollen gegangen und am Gate A46 wieder getroffen. Die Zeit bis zum Abflug der LH 0021 nach Frankfurt verging ganz schnell und obwohl wir alle einzeln eingecheckt hatten, kam ich neben Carsten zu sitzen. Die 45 Minuten nach Frankfurt habe ich kaum gemerkt, da wir uns lebhaft in dieser Zeit unterhielten.

In Frankfurt hatten wir fast zwei Stunden Aufenthalt und ich gönnte mir bei Mc Doof ein Mc Flurry mit Smarties und vertrat meine Beine beim Bummeln. Zum Glück war die Strecke zum Flug nach Shanghai (LH 0728) zum Gate Z54 nicht weit, vor allem mussten wir nicht erneut durch die Security gehen. Eine einfache Passkontrolle und man war mit den Formalitäten durch.

Um 17:50 Uhr flog unser Flieger, eine A380-800 mit zwei Stockwerken, pünktlich ab. Ich saß mitten in einer chinesischen Gruppe und fühlte mich etwas deplatziert, aber auch ignoriert. Zum Glück bot das Bordprogramm eine Wahnsinnsauswahl von Spielfilmen an und ich zog mir 4 Spielfilme in den 10:45 Stunden rein. Zwischendurch gab es zwei warme Mahlzeiten, zum Abendbrot Hühnerschenkel mit Kartoffelbrei und leckerem Salat und zum Frühstück Rührei mit Kartoffeln. So langsam stieg bei mir die Aufregung vor der fremden Stadt und ich las in den letzten zwei Stunden des Fluges den Reiseführer über Shanghai durch. Ich war gespannt, welche Sehenswürdigkeiten ich zu sehen bekam.

 

10.11.2017

Um 11:15 Uhr landete der Flieger pünktlich in Shanghai und unsere „Gewinnergruppe“ versammelte sich vor der Grenzkontrolle. Nachdem alle ihr Gepäck und Geld, entweder über Automaten oder am Schalter gegen eine Gebühr von 8 € erhalten hatten, gingen wir zusammen zur Haltestelle des Transrapid, der uns mit 301 Km/Std fast bis in die Innenstadt bringen sollte. Kosten für Hin- und Rückfahrt: 80 REM = 13€. An der Endstation Longyang Road mussten wir in die Metro Nr. 2 umsteigen, die uns bis zu unserer Haltestelle "People‘s Square" brachte. Jetzt hatten wir noch ca. 600 m Fußweg zum Charms Hotel in der Jiujiang Road 619.

Das Einchecken für 9 Leute dauerte doch länger als gedacht, so dass wir uns erst gegen 15:30 Uhr für Sightseeing verabredeten. Inzwischen hatte sich Nils Bunge dazugesellt, der schon einen Tag früher geflogen war. Henrik Rosemeier war eh schon da, da er hier ein Auslandsemester studierte.

Wir trafen uns um 15:30 Uhr vorm Hotel und Carsten hatte kleine Köstlichkeiten für uns besorgt. Es gab Frühlingsrollen, Dumplings (mit Hack und Brühe), und noch zwei andere Leckereien, scharf mit Erdnüssen und Reis.

Als alles verputzt war, fuhren wir mit der Metro Nr. 10 bis Juyuan Garden und genossen die wirklich originelle Einkaufsstraße, die wir bis zur Zizagbrücke am Teehaus Huxin Pavillon entlanggingen. Das Teehaus in der Feldbrunnenstraße in Hamburg ist genau diesem nachgebaut worden. Wir durften eine Stunde in dem Gewusel bummeln und ich sichtete Handtaschen und Mitbringsel, konnte mich aber für nichts entscheiden. Leider hatten der Yu Yuan Garden und der Stadtgotttempel schon geschlossen, aber die Ecke war architektonisch auch so traumhaft anzusehen. Danach gingen wir querfeldein durch die Stadt zu unserem Lokal „Hot Spot“, in dem Carsten zwei Tische für uns reserviert hatte. Auf dem Weg dorthin gingen wir durch die Altstadt und waren schon sehr erstaunt über den Kabelsalat, der an und zwischen den Häusern angebracht war. Aber das Internet funktioniert hier einwandfrei.

Inzwischen war Henrik Rosemeier, unser 11. Teilnehmer, auch dazu gestoßen. Er verbringt gerade ein Auslandssemester in Shanghai und wird mit uns den Marathon laufen. Wir saßen an runden Tischen, wo in der Mitte ein zweigeteilter Topf mit zwei verschiedenen Suppen auf einer Induktionsplatte stand. Daneben lag eine riesengroße Auswahl an Zutaten, die jeder aussuchen und in „seiner“ Suppe garen lassen konnte. Es gab Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte, Entenzungen, Schweinehirn, gestocktes Blut, Frühlingsrollen und viele andere Leckereien. Leider haben einige ihren Nachtisch auch in der salzigen Suppe versenkt, aber der war nicht wirklich als solches zu erkennen gewesen. Als Highlight gab es für jeden Tisch einen Frosch, den man sich zu sechst teilen durfte.

An unserem Tisch verstummte irgendwann die Unterhaltung, da alle nach dem langen Tag und dem vielen Essen ihren toten Punkt erreicht hatten. Gegen 20 Uhr brachen wir zum BUND auf, um die wahrlich herrliche Kulisse der Stadt am Pudongufer zu sehen. Der BUND ist der international bekanntere englische Name der langen Uferpromenade in Shanghai, am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong. Ihr chinesischer Name ist Waitan.

Nachdem wir unser abendliches Fotoshooting mit der atemberaubenden Abendstimmung beendet hatten gingen wir entlang des Flusses weiter zum Blues und Jazz Keller, in dem ab 21 Uhr die Gruppe „Root Walking“ afrikanisch-amerikanische Gedichte in einem wunderbaren Jazz spielte. Carsten hatte alle im Namen des Konfuzius Institut hierzu eingeladen. Ich war so begeistert von der Musik, dass ich mir eine CD der Gruppe mitnehmen musste.

Um 22:15 Uhr brachen wir dann auf zum Hotel und um 23 Uhr lag ich im Bett. Leider konnte ich nicht ganz durchschlafen, da irgendjemand um 2 Uhr anklingelte und ich die Klimaanlage nicht im Griff hatte und wie ein Schneider fror.

11.11.2017

Um 7:30 Uhr von alleine wach geworden und zum Frühstücksraum gegangen. Es wurden überwiegend warme asiatische Speisen angeboten. Als kontinentales Angebot gab es Toastbrot mit einer Sorte Marmelade. Ich hielt mich an Nudeln mit Gemüse und Reis mit Ei.

Um 10 Uhr mit allen zur Marathon-Expo aufgebrochen. Zum Glück kam Micha mit Carstens Hilfe auch noch zu einem Startplatz, seine Anmeldung hatte im Vorfeld nicht geklappt. So sollten alle Gewinner morgen beim Shanghai-Marathon mitlaufen. Mein Expo-Bummel fiel sehr preiswert aus, da alles so teuer wie zu Hause, wenn nicht sogar teurer war. So blieb es bei ein paar roten Socken mit eingesticktem Shanghai.

Auf der Expo trafen wir Jessica und Wolfgang, der hunderte Fotos von unserer Gruppe vorm HH-Stand und dem offiziellen Logo schoss. Ich kam mir schon richtig V.I.P. vor. Als wir wieder draußen waren, schien uns die Sonne herrlich ins Gesicht und ich verteilte die Reste meines Geburtstagskuchens.

Nach der Expo entführte uns Carsten nach Pudong-City, wo wir ein reichhaltiges Essen in einer „Dumpling-Stube“ einnahmen. Wir saßen vor der offenen Küche und es empfahl sich nicht so ganz genau auf die hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung zuzuschauen. Aber entweder war es nicht so schlimm wie es aussah oder alle hatten einen widerstandkräftigen Magen. Keiner klagte auf der Reise über Verstimmungen.

Nach dem Essen holten wir uns im Café de Paris einen „Coffee to go“, der sehr lecker war und ich setzte mich ab, um das französische Viertel noch im Hellen zu erkunden. Die anderen gingen gemeinsam auf den Fernsehturm, um Shanghai von oben zu sehen.

Es machte Spaß alleine durch die Stadt zu fahren. Dank Carstens guter Einweisung war alles auch überhaupt kein Problem. Shanghai ist eine total freundliche, offene und einfache Stadt zum Erkunden.

Ich erschloss mir das französische Viertel in meinem Tempo und stieß immer wieder auf die morgige Marathonstrecke.

Der Fuxing Park hatte mich in seinen Bann gezogen. Ursprünglich wurde der Park während der Ming-Dynastie als Privatanlage angelegt. Später stand der Park dann ausschließlich für die französischen Einwohner der Stadt offen. Die Franzosen sorgten für die klassischen europäischen Elemente, die auch heute noch den Park maßgeblich prägen. Im nordwestlichen Teil des Parks wurde anlässlich des 90. Todestages von Friedrich Engels eine 6,4 Meter hohe Bronzestatuen von Karl Marx und Friedrich Engels errichtet. Außerdem bewunderte ich Vater und Kind beim Drachensteigen und viele andere sportliche Aktivitäten.

In der Nanjing Road fand ich wirklich schöne Geschäfte und bummelte ausgiebig. Die Franzosen hatten Platanen als Straßenbäume gepflanzt, diese beherrschen eindeutig das Bild des Viertels.

Als es dunkel wurde, ging ich langsam ins Hotel und legte mich ohne Abendbrot früh ins Bett.

Der Marathontag:

12.11.2017 – 17 – 21 °C, etwas Smog, anfangs diesig, später blauer Himmel und Sonne.

Um 4:50 Uhr ging mein Wecker und um 5 Uhr das Wecktelefon. Carsten hatte vorsorglich für alle den Hotelwecker bestellt.

Zur vereinbarten Zeit um 6 Uhr war ich in der Lobby, aber keiner war zu sehen. Als ich um 6:15 Uhr immer noch keinen sah, rief ich Carsten an, der mir mitteilte, dass sie gestern Abend beschlossen hatten, sich schon um 5:45 Uhr zu treffen und jetzt schon in der Nähe des Startblocks F stünden. Also schnell auf dem Weg gemacht, dass Hotel lag nur ca. 1 Km vom Start entfernt. Kurze Zeit später fand ich die Gruppe und nach unzähligen Gruppenfotos gingen wir in den Startblock. Ich bekam einen kleinen Schreck, da die 4:30 h-Pacer vor mir standen. Aber das Problem würde sich sicherlich von selber regeln.

Die Zeit bis zum Start verging schnell. Der Moderator begrüßte alle Honoratioren, danach sangen alle die Nationalhymne und schon fiel der Startschuss. 14 Min. später lief ich über die Startmatte und folgte den 4:30 h Pace-Makern. Schon bei Km 2 motivierten mich Jessica und Wolfgang, die am Straßenrand laut „Hummel Hummel“ riefen. Die ersten 5 Km liefen wir entlang der Ninjang Road, dann querfeldein zum französischen Viertel. Hier verließen uns die 10km-Läufer, die fast alle mit ihrem Marathonrucksack gelaufen waren. Danach wurde es ein bisschen ruhiger. Bei Km 13 überraschten uns Wolfgang und Jessica, die wieder ganz laut Hummel Hummel schrien und mich damit richtig motivierten Tempo aufzunehmen. Leider wurde es etwas jetzt schattiger zwischen den Hochhäuser und ich fing leicht an zu frieren. Das blieb so bis Km 18 und änderte sich dann total als wir am Huangpu Fluß entlang liefen. Hier war mir eher zu warm. Inzwischen rächte sich auch mein schnelles Anfangstempo und ich merkte, dass ich meinen Wunsch, eine Zeit um 5 h zu laufen, nicht realisieren würde. Also reduzierte ich das Tempo noch weiter und genoss die Strecke im fremden Land. Der Streckenverlauf führte zickzack durch Shanghai und wir sahen fast alle Sehenswürdigkeiten. Alle 5 Km waren 5 – 10 Dixies aufgebaut, vor denen aber unendlich lange Schlangen standen. Erst bei Km 18 km die Erlösung. Auf der rechten Seite war eine öffentliche Toilette und nur vor den Herren war die Schlange lang. Bei den Damen waren zwei Türen unbesetzt. Danach erleichtert Tempo aufgenommen, um den Halben in 2:30 h zu schaffen. Hat aber knapp nicht gereicht. Vor mir lagen ein paar Pendelstrecken und ich klatschte Nils und Utz beim Vorbeilaufen ab. Inzwischen war es nicht nur warm, sondern vom dunkelblauem Himmel strahlte eine herrliche Sonne, die die Skyline von Pudong wunderbar anstrahlte. Außerdem befand ich mit in einer Gruppe Chinesen, die sich, wie ich, mit einem Trab-Geh-Rhythmus zum Ziel durchschlugen. Ganz viele Läufer_innen hielten an, um mit mir ein Selfie zu schießen. Und ganz viele Andere hoben beim Vorbeilaufen den Daumen nach oben und lächelten mir zu.

Ein paar Wenige waren verkleidet und munterten das Straßenbild auf. Die meisten hatten aber das offizielle orangefarbene Laufshirt vom Haussponser Nike an.

Wir 12 Hamburger fielen durch unser weißes T-Shirt auf, welches uns vom Konfuzius-Institut gesponsert wurde. Es betonte die kulturelle Freundschaft zwischen den Partnerstädten Hamburg und Shanghai.

Bei Km 25 wurde es so richtig anstrengend (durch den Smog?), mir war etwas komisch und ich schloss nicht aus, dass ich kollabieren könnte. So ging ich erstmal 2 Km, bis es mir wieder besser ging. Ich erholte mich zunehmend, so dass ich meine Überholjagd wieder aufnehmen konnte.

An der gesamten Strecke standen ganz viele Helfer, Militär und Polizei und es war alles super gut durchorganisiert. An den Verpflegungsständen gab es Wasser, Iso, Weintrauben, Bananen in rauen Mengen, Müslienergieriegel, Snickers und chinesische Spezialitäten, wovon ich vorsichtshalber nichts genommen habe.

Ab Km 35 fiel mir wieder alles leicht. Wir liefen lange am Fluss entlang und ich genoss die Aussicht auf das Wasser und die Skyline. Danach bogen wir ab, noch ein wenig zickzack durch die Stadt bis zum Stadion. Im Stadion eine dreiviertel Runde und ab durchs Ziel.

Nun musste man den Chip abnehmen, bekam eine schöne Stofftasche mit einer eingeschweißten Banane, Müsliriegel, Wasser, Iso, ein großes Finisherbadelaken und die Medaille.

Danach traf ich auf Michael, der mit seiner Zeit hochzufrieden war und wir fuhren gemeinsam ins Hotel.

Außer Nicole sind alle durchgekommen, sie hat es bei Km 24 mit Unwohlsein erwischt und musste rausgehen.

Im Hotel bestimmt 20min lang ganz heiß geduscht und 40 min. Nickerchen gemacht.

Um 15:30 Uhr waren wir alle in der Lobby verabredet, um zum Jing’an Tempel/Kloster zu fahren. Da sich Carsten irrte, stiegen wir eine Haltestelle zu früh aus, kamen dann aber doch noch rechtzeitig genug an, um in den Tempel reinzukommen. Carsten gab uns eine sachkundige Führung durch den Tempel und wir erhielten zusätzlich viel Hintergrundwissen in.

Danach hatten wir bis zum Essen eine Stunde Zeit für uns. Ich ging mit Utz und Nils in einen Shopping Tempel, um zum wiederholten Male festzustellen, dass unsere Wunschartikel (Parfum, Suunto-Uhr, Laufschuhe) ca. 30% teurer als zu Hause waren. Also wieder kein Geld beim Bummeln ausgegeben. Dafür haben wir eine schöne Karte für Carsten gefunden, die von Nicole mit einem Dankeswort für die außergewöhnliche Reise versehen und von allen unterschrieben wurde.

Um 18:30 Uhr war für uns ein Tisch in dem Restaurant auf der Rückseite des Jang’an Tempel reserviert. Wir wurden vom Kunfuzius Institut zu einem reichhaltigen, herrlichen, vegetarischen Buffett eingeladen. Erst war ich sehr skeptisch, aber dann wurde ich mehr als satt. Die Speisen waren originell und oberlecker.

Außer uns waren noch zwei der drei Ehrenläufer vom letzten Jahr und vier Studenten bzw. Dozenten der Partneruni in Shanghai eingeladen. Es entstand ein toller Austausch zwischen allen und die Unterhaltung war sehr angeregt in Deutsch, Englisch und Chinesisch.

Um 21 Uhr schloss das Lokal und nach unendlich vielen Gruppenfotos mit und ohne die Chinesen verließen wir gegen 21:30 Uhr das Lokal um nach Tianzefang, einem schönen Viertel mit vielen Kneipen und Lädchen, zu fahren. Die Männer bekamen ihre Mitbringsel-Schals für ihre Frauen und Jessica fand auch nette Souvenirs für ihre Kiddies. Im Rambler fanden wir mit 14 Leuten Platz und bestellten chinesisches Bier, Aperol Spritz, Gin Tonic und ich gönnte mir einen Glühwein, der ausgesprochen lecker schmeckte. Matthias übernahm die Rechnung für alle Ladies, war ich sehr nett fand. DANKE!

Um 24 Uhr brachen wir auf, um festzustellen, dass die Metro nicht mehr fuhr. Zufällig fuhren mehrere Taxis vor und wir kamen für wenig Geld (28 REM = 4€ pro Taxi) alle wohlbehalten im Hotel an.

Ich war noch nicht müde, so versuchte ich bei Lufthansa für den Flug einzuchecken und hatte Glück. Ich bekam den letzten Fensterplatz (95A) im Oberdeck des Airbusses.

 

13.11.17

Um 4:30 Uhr wach geworden, elendig gefroren und ganz großen Hunger gehabt. Ein bisschen gelesen, im Internet gedaddelt und um 6:30 Uhr zum Frühstück gegangen. Nachdem ich satt war und das Zimmer wärmer geworden war, legte ich mich nochmal für zwei Stunden aufs Ohr, was sehr gut getan hat.

Um 10 Uhr nochmal einen kurzen Bummel in die Ninyang Rd. gemacht und endlich Schal, winkende Glückskatze, Postkarten und Räucherstäbchen erstehen können.

Um 10:30 Uhr war das Treffen zur Abfahrt in der Lobby anberaumt, wo wir uns von Micha verabschieden mussten, der noch mehrere Tage blieb. Nicole und Matthias hatten sich schon am Abend davor von uns verabschiedet. Sie blieben auch länger.

Mit der Metro Nr. 2 bis Longyang Rd. gefahren, dort in den Transrapid umgestiegen und bis zum Flughafen gefahren. Das Einchecken ging schnell und war völlig problemlos.

Ich gab im Duty free mein letztes Geld für Schokolade und Ananaskekse aus und konnte alles chinesisches Geld loswerden.

Inzwischen sitze ich im Airbus und es ist herrlich. Ich habe im Oberdeck ganz viel Platz, sogar ein riesengroßes Seitenfach habe ich für mich allein. Und ich habe einen herrlichen Blick durch zwei! Fenster nach draußen. Vor mir sitzen H-U und Tobias, die kein Fenster, dafür mehr Beinfreiheit haben.

Nun habe ich noch 7:15 h vor mir, um ein paar Spielfilme zu genießen.


Es war ein wunderschöner Ausflug nach Shanghai, kurz aber knackig und sehr intensiv. Der absolute Wahnsinn und das Highlight in 2017.

 

14.1.18 18:51
 
Letzte Einträge: M/U # 798 (23) – M # 640 – Hamburg – 9. „Post-Pyramide“ Marathon am 04.04.2018, M/U # 800 (25) – M # 642 – Hannover – 28. HAJ Hannover Marathon am 08.04.2018
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