Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
http://myblog.de/squiddy
Gratis bloggen bei myblog.de
|
|
Presseartikel
'Marathon-Mann – Marathon als Lebensart' – DerWesten (NRZ) vom 05.01.2012
URL: http://www.derwesten.de/region/marathon-als-lebensart-id6218632.html DerWesten (NRZ - Neue Rhein / Neue Ruhr Zeitung) vom 05.01.2012 Marathon-Mann Marathon als Lebensart 05.01.2012 | 22:02 Uhr Marathon, und das vier mal die Woche. Kevelaer/Hamburg. Das vorweg: Es geht auch ohne. Im Leben von Christian Hottas hat es Zeiten gegeben, da hat die Arbeit (Arzt, Sportmediziner) wenig Platz fürs Laufen gelassen. Es gab auch vier Muskelfaserrisse (von denen er sich aber nur zwei beim Laufen zugezogen hatte), die den Sport dann schwierig bis unmöglich gemacht haben. „Ich kann ohne Marathon auskommen“, sagt Christian Hottas. Christian Hottas Schöner freilich ist das Leben mit. Mittwochs, freitags, samstags und sonntags: Der 55-jährige Hamburger läuft am liebsten vier Mal die Woche Marathon, also 42,195 Kilometer. Da kommt was zusammen: Christian Hottas ist Weltrekordler, was die Zahl der gelaufenen Marathons betrifft. Am Sonntag hat er wieder was vor: Da läuft Hottas in Kevelaer seinen 1500. reinen Marathon. Wohlgemerkt: reinen Marathon. Rechnet man die Ultra-Marathons - also die Läufe über mehr als eben jene 42 Kilometer mit - dann kommt Hottas auf 1805. Mit der Zahl der Läufe hatte Christian Hottas im August den langjährigen Weltranglistenersten Horst Preisler überholt. Die Liste wird vom japanischen Marathon 100 Klub geführt. Platz Eins bedeutet Weltrekord, der allerdings nicht im Guinessbuch steht. „Die Leute vom Guinessbuch kämen mit dem Registrieren gar nicht hinterher, weil ja ständig Marathons hinzukommen“, meint Hottas. Erster Marathon im Jahr 1987 in Hamburg Für den Rekord benötigte er keine 25 Jahre: Marathon Nummer Eins rannte Hottas im April 1987 in Hamburg – in 4:30 Stunden und 39 Sekunden. „Das war ein dermaßen tolles Erlebnis, dass ich gedacht habe: Das machst du noch mal...“ Aus „noch mal“ wurde nochmal und nochmal und immer wieder. „Jeder Lauf ist ein Geschenk“, sagt Hottas. Dass man an der frischen Luft unterwegs sein könne, Freunde einen begleiten, dass man gemeinsam Spaß habe, dass man das tut, was dem Menschen ureigen ist, nämlich laufen – das sei auch nach dem 1500. Marathon nicht selbstverständlich: „Vielleicht fällt man ja morgen die Treppe runter, und es ist vorbei mit der Lauferei...“ Also, deshalb: Weiterlaufen. immer weiter. „Laufen ist für mich Teil der Lebensqualität“, sagt Hottas. Nur, wie hält der Körper das aus? Gut, versichert der Rekordmann und verweist darauf, dass er von schweren Verletzungen praktisch verschont blieb. Vier Muskelfaserrisse fallen kaum ins Gewicht, nicht bei dem Laufpensum. Viele Fußballer erleben im Verlaufe ihrer Karriere Schlimmeres, von Handballern ganz zu schweigen. Beim Laufen sei das Tempo entscheidend, besser: die Langsamkeit: „Man kann einen Marathon knüppeln, dann aber steigt das Risiko von Verletzungen“ – Hottas läuft lieber piano und unterhält sich dabei. „Klönschnacken“ nennt er das. Lauffreundin begleitet ihn Beim „Honigkuchen-Marathon“ in Kevelaer, der auch ein Jubiläum feiert (10. Auflage), hat sich Christian Hottas eine Zeit von fünfeinhalb bis sechs Stunden vorgenommen. „Wir sind ein bisschen im Wintertrott“, sagt der 55-Jährige. Lauffreundin Christine Schroeder (303 Marathons) wird ihn begleiten. Ab April werde man sicher auch mal wieder schneller laufen, unter fünf Stunden. Jetzt muss das nicht sein. Ohnehin: Es muss gar nichts. „Ich laufe, weil es schön ist, weil es mir Spaß macht“, sagt Hottas. Christian Hottas Persönliche Marathon-Chronik Die ersten 30 Stunden lief er komplett an einem Stück... Mit Christian Hottas ist es wie dem alten VW-Käfer: Er läuft und läuft und läuft... Sein längster Lauf: das Sechs-tage-Rennen im Juni 2010 auf der dänischen Insel Bornholm. Am Ende des Rennens hatte Hottas 613 Kilometer und 31 Meter hinter sich gebracht. Geschlafen hat er zwischendurch kaum – „insgesamt 15 Stunden, höchstens“, sagt Hottas. Die ersten 30 Stunden ist er komplett an einem Stück durchgelaufen. Und, wie haben sich nach sechs Tagen die letzten Meter angefühlt? „Ganz nett.“ Sein schönster Lauf: das „Thamesring Race“ im Juni 2009 in England. 34 Läufer – und 12 sind durchgekommen. Zunächst ging es 100 Meilen an der Themse entlang, dann 100 am Grand-Union-Kanal und dann noch mal 50 Meilen am Oxford-Kanal. 100 Stunden hatten die Läufer Zeit, Hottas hat etwas mehr als 96 gebraucht. Was ihm so imponiert hat: die Atmosphäre unter den aus aller Welt stammenden Läufern. „Wir haben haben uns unterwegs bombig verstanden, sind seither befreundet.“ Sein ungewöhnlichster Lauf: der Marathon vor bald drei Jahren auf der Christiansinsel – einer Mini-Festungsinsel nörd-östlich von Bornholm. Um zu dem Eiland zu gelangen, muss man eine Stunde mit dem Postboot fahren. „Die Insel liegt nicht bloß am A... der Welt, sondern sogar noch dahinter“, sagt Hottas. Nur wenige Menschen leben auf der Christiansinsel; die Stille dort hat den Hamburger schwer beeindruckt. Um überhaupt auf die 42-Marathon-Kilometer zu kommen, mussten die Läufer die Christiansinsel 32 Mal umrunden.
|
|
|
CHRISTINE SCHROEDER anlässlich ihres 300. Marathons/Ultras bei NDR 90,3
Anlässlich ihres 300. Marathons/Ultramarathons, den Christine Schroeder am 26.12.2011 beim Birgitte Munch Nielsen Marathon an den Teichwiesen laufen wird, wird auch das Radio wieder einmal über sie berichten. Reporter Jörg Naroska wird bei Christines 299. M/U am Freitag, dem 23.12.2011, an den Teichwiesen mehrere Interviews führen, die dann zu Weihnachten auf NDR 90,3 - der "Hamburg-Welle" - gesendet werden. (cho)
|
|
|
'Der Lauf des Lebens' – Sonntag Aktuell (Zeitungsgruppe Stuttgart) vom 04.12.2011
Sonntag Aktuell, 4. Dezember 2011 (Sonntagsausgabe der Zeitungsgruppe Stuttgart, mit einer Auflage von 880.000 Exemplaren Deutschlands größte regionale Sonntagszeitung) 22 SPORTREPORT Fünfmal um die Erde – und alles zu Fuß Der Lauf des Lebens Mal eben umdie Welt rennen. Zwei Männer aus Hamburg haben es mehrfach geschafft. Mit 1778 Marathonläufen hält Christian Hottas den Rekord, Horst Preisler ist ihm dicht auf den Fersen. VON JÖRG HEUER Sie als skurril, speziell oder sonderbar zu bezeichnen ist sicher nicht übertrieben und auch keine Beleidigung. Sie sagen selbst schmunzelnd über sich, sie seien „ganz schön durchgeknallt“ oder, wie der Hamburger Horst Preisler, 76, ehemaliger Chef der Personalabteilung im Unfallkrankenhaus Boberg, meint, „sicher ein wenig verrückt“. Halt ganz anders als alle anderen. 218 000 Kilometer hat der rüstige Rentner „auf dem Tacho“. Nicht auf dem seines Autos, er besitzt gar keins. Preisler ist bislang knapp über 218 000 Kilometer gelaufen. Er führe seit Jahrzehnten genauestens Buch, erklärt er: „Über alle Trainingsläufe, Marathons und Ultramarathons. Ich bin akribisch und absolut ehrlich.“ 760 Strecken in 64 Ländern auf fünf Kontinenten hat er bereits in den Beinen und auf dem Buckel. Einen Marathon abgebrochen, weil er nicht mehr konnte, habe er nur ein einziges Mal. In Griechenland. Er war umgeknickt. Es ging nicht mehr, die Schmerzen waren zu groß und das Ziel zu weit. „Das Ziel zu erreichen, ist natürlich immer das Sahnehäubchen“, erklärt der weit gereiste Marathonmann, der sich abseits der Strecke auch immer noch ein paar Tage Land und Leute anguckt. „Ich bin kein Marathon-Sammler“, erklärt Preisler, „ich bin ein Erlebnisläufer. Durch meine Laufleidenschaft habe ich die Welt gesehen.“ Der Lauf auf der Chinesischen Mauer, der von Hiroshima nach Nagasaki, der in der Arktis, der auf Tahiti, der New-York- und der London-Marathon – Preisler ist überall mitgerannt. Und natürlich hat er keinen einzigen Hamburg-Marathon ausgelassen. Ehrensache für einen geborenen Hamburger Laufenthusiasten. Sein Rekord bei einem Sechstagerennen beträgt beeindruckende 661 Kilometer, bei einem 48-Stunden-Lauf hat er mal 214 Kilometer geschafft. Und was die Anzahl seiner absolvierten Marathon- und Ultramarathonläufe betrifft, war Preisler seit Mitte der 1990er Jahre bis in den August dieses Jahres, bis einen Tag nach seinem 76. Geburtstag, sogar der Weltrekordhalter. Fünfmal hat der Extrem-Ausdauerläufer die Erde schon umrundet. Neulich in Hamburg – beim Öjendorfer-See-Marathon – war er bereits auf Runde Nummer sechs unterwegs. Doch seinen Weltrekord der meisten Marathonläufe ist er trotzdem los. Preisler wurde im August von einem anderen Hamburger Laufwunder verdrängt. Von Christian Hottas, der in den ersten sieben Monaten des Jahres bereits 100 Marathons und Ultramarathons absolviert hatte. Er kam in den letzten Jahren auf einen Jahresschnitt von fast 150 Marathons. Wie er selbst schätzt, hat er 90 000 Kilometer Gesamtlaufleistung auf dem Tacho. Beim Marathon rund um den Öjendorfer See lief Horst Preisler seinen MarathonNummer 1755. Für Christian Hottas, 55, Sportmediziner mit eigener Praxis, war es bereits Marathon Nummer 1778. Der Jüngere setzt sich immer weiter vom Älteren ab. Innerhalb von vier Tagen ist Hottas, der 1986 seinen ersten Marathon bestritt, dreimal die 42,195 Kilometer lange Strecke gelaufen. Zeit zum Regenerieren braucht er anscheinend nicht. Es gehe auch ihm nicht um Zeit, Medaillen und Platzierungen. „Es geht mir darum, ins Ziel zu kommen, Spaß zu haben“, sagt er. Im Laufschritt und gemeinsam mit Freunden, die (fast) genauso laufverrückt sind wie er und auch weit vorn in der Weltrangliste liegen. Die Mission der beiden Hamburger Rennrivalen Hottas und Preisler lautet: laufen! Ihr Leben und Lifestyle ist: ein Dauerlauf! Und schnell wird klar – die beiden Marathon-Junkies leben in einer ganz anderen Welt, in der das Laufen Kick und Droge, geradezu eine Sucht ist: Myriaden von Nervenzellen lassen Glückshormone strömen. Sie rauschen von Synapse zu Synapse, fluten das Gehirn. Die körpereigenen Opiate hellen die Stimmung auf, vertreiben Stress und Schwermut. Nachteil: Der Effekt hält nicht dauerhaft an. Wer Endorphin-Junkie bleiben will, muss regelmäßig rennen. Und das tun die beiden bewegungsfreudigen Hansestädter auch. Sie pflegen den Lauf ihres Lebens. Horst Preislers und Christian Hottas Wege kreuzen sich immer wieder auf den Laufstrecken. Wobei: Der ältere Athlet reist viel herum und läuft auf allen Kontinenten, der jüngere sehr oft bei von ihm selbst veranstalteten Marathons in der näheren Umgebung. Ob der alte Rekordhalter dem neuen neulich gratuliert hat? „Nein, wir haben das Thema nicht weiter vertieft“, sagt Christian Hottas süffisant lächelnd. „Rekorde interessieren mich nicht so sehr“, sagt Horst Preisler ein wenig mürrisch. Er weiß ganz genau, dass er sich den Weltrekord nicht mehr zurückholen kann. Doch es ist nur sein hohes Alter, das ihn daran hindert. „Jeder wird irgendwann mal von einem Jüngeren überholt“, sagt er, „kein Rekord ist für die Ewigkeit.“ Beim Marathon im Öjendorfer Park im SüdenHamburgs (etwa 100 Teilnehmer) würdigten sich der Weltrekordler und sein Vorgänger nur weniger Blicke. Um 8 Uhr ertönte das Startsignal. Preisler, schlank, gebeugter Oberkörper, schlurfender, kraftsparender Schritt, zog ganz allein seine Runden. Hottas, gedrungen, ebenfalls unorthodoxer Laufstil, rannte gemeinsam mit der Hamburgerin Christine Schroeder, 53, um den See. Runde um Runde. Elf insgesamt. Wie Roboter. Das Vorhaben von allen dreien: im vom Veranstalter geforderten Zeitlimit von sechs Stunden ins Ziel zu kommen. Christine Schroeder, gelernte Krankenschwester und Sachbearbeiterin im Jobcenter, läuft erst seit 2007. Doch seither einen Marathon nach dem anderen. Sie ist längst vom Laufvirus infiziert und Mitglied des „100 Marathon Club Deutschland“ . „Die 42,195 Kilometer machen mich einfach nur glücklich“, erklärt sie, „der Marathon ist für mich der beste Weg hin zum persönlichen Wohlbefinden.“ Genau das, sagen sie, empfinden auch Preisler und Hottas. Seit ihrem ersten Marathon vor viereinhalb Jahren, bei dem sie nach fünf Stunden und 23 Minuten ins Ziel kam, hat die gelernte Krankenschwester Schroeder auch schon 286 Extremläufe in den Beinen. „Sie ist ein Ultra-Talent“, sagt ihr Mentor und Wegbegleiter Christian Hottas, „je länger die Strecke, desto besser kommt Christine in Fahrt. Wenn sie so weitermacht, wird sie es in den Rekordlisten auch noch ganz weit nach vorne schaffen.“ Noch in diesem Jahr will die zähe Blondine die 300er-Marke auf jeden Fall knacken. Sie hat zwar nur noch wenige Wochen Zeit für 14 Marathons. Aber sie wird sie laufen. Einen nach dem anderen. Egal, ob es regnet oder schneit. Am frühen Nachmittag, nach 5:39,36 Stunden, kam Horst Preisler beim Öjendorfer Marathon glücklich ins Ziel gewankt. Ein paar Minuten später trudelte auch Weltrekordler Christian Hottas lächelnd ein. Äußerlich sah man den beiden Ultra-Rekordläufern gar nicht an, dass sie gerade einen Marathon gelaufen waren. „Alles eine Sache der Gewohnheit“, scherzte der Sportmediziner und Weltrekordler Christian Hottas – in Gedanken wohl schon längst beim nächsten Marathon am nächsten Morgen.
|
|
|
Gardelegen - 10. Stadtwallmarathon - Vorbericht der 'Volksstimme' am 04.09.2010
Laufsport: 10. Gardelegener Stadtwallmarathon Für Hottas sind die 42,195 Kilometer ein Klacks Von Thomas Koepke Gardelegen/Hamburg. Wenn heute in Gardelegen auf dem altehrwürdigen Stadtwall der gleichnamige Marathon ausgetragen wird, ist auch er wieder mit dabei - wie jedes Jahr. Die Rede ist von Christian Hottas vom 100 Marathon Club U.K., einem Läufer der ersten Stunde in Gardelegen. Diese Konstanz kann bisher nur noch Klaus Rohde aus Jena aufweisen, der ebenfalls alle neun Läufe in Gardelegen absolvierte und auch diesmal wieder mit dabei sein möchte. Doch für Hottas wird das Gardelegener Laufjubiläum auch ein eigenes werden, denn er wird seinen insgesamt 1600. Marathon/Ultramarathon absolvieren. Der erste Stadtwallmarathon im Jahr 2001 war übrigens sein 500. Lauf über mehr als 42,195 Kilometer. Doch wer denkt, dass Hottas mit der Marathondistanz "ausgelastet" sei, sieht sich getäuscht. Im Juni absolvierte er im Rahmen des Bornholmer Sechs-Tages-Laufes eine Strecke von 613,031 Kilometer - Platz 32 in der Jahresweltrangliste. Platz zwölf in diesem weltweiten Wertungsbereich nimmt Christine Schroeder ein. Sie lief bei der gleichen Veranstaltung 587 Kilometer und hat ebenfalls in Gardelegen gemeldet. Als Warm-Up für Bornholm nutzten beide bereits im Mai das britische Grand Union Canal Race, um sich explizit vorzubereiten. Dort absolvierten beide exakt 240 Kilometer und waren dafür 43:39 Stunden unterwegs. Hottas ist übrigens der einzige Nichtbrite, der bei fünf Starts beim Race auch fünf Zieleinläufe aufweisen kann. "Fünf oder mehr Zieleinläufe haben nur noch sieben Einheimische zu bieten", so der Hamburger Sportmediziner im Vorfeld. Insgesamt wird sich Christian Hottas beim heutigen Gardelegener Marathon mit über 40 Konkurrenten auseinandersetzen müssen, denn die Meldelisten sind so voll wie noch nie in den Jahren zuvor. Dokument erstellt am 04.09.2010 um 05:12:49 Uhr Erscheinungsdatum 04.09.2010 | Ausgabe: gar URL: http://www.volksstimme.de/vsm/sport/sachsen_anhalt/gardelegen/?em_cnt=1803675
|
|
|
Gardelegen - 9. Gardelegener Stadtwall-Marathon am 12.09.2009 - Bericht Volksstimme vom 15.09.2009
Über 100 Starter in Gardelegen dabei / Beste Bedingungen auf der Strecke Christine Schroeder und Frank Tschapka die Marathonsieger Die neunte Auflage des Gardelegener Stadtwallmarathons, die am Sonnabend über die Bühne ging, war wieder ein voller Erfolg. Prallgefüllte Starterfelder und beste Bedingungen für alle Laufbegeisterten sorgten dafür, dass die Veranstaltung für alle Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Von Thomas Koepke Gardelegen. Nachdem im vergangenen Jahr „nur“ knapp über 80 Laufbegeisterte den Weg nach Gardelegen fanden, so konnte Familie Schreiber, die diesen Lauf in enger Zusammenarbeit mit dem 100 Marathon Club liebevoll organisierte, diesmal sogar über 100 Starter begrüßen. Absolviert wurden auf dem altehrwürdigen Gardelegener Stadtwall drei verschiedene Distanzen. Die Viertel- und der Halbmarathon, und natürlich die Königsdisziplin, der Marathonlauf über 42 Kilometer. Über den langen Kanten gingen diesmal sogar 32 Läuferinnen und Läufer an den Start. Bei den Männern fuhr Frank Tschapke (M35) vom Team Uni Blutbank Magdeburg einen Start-Ziel-Sieg ein und durfte sich bei der großen Siegerehrung über einen schönen Pokal freuen. Ihm folgten auf den Plätzen zwei und drei der Däne Michael Nielsen und Michael Baß von der Laufgruppe Philipps/RSO Hamburg. Bester Altmärker über diese Distanz war Mario Blasche von der Laufgruppe Haeder. Auch zwei Frauen nahmen die vollen 42 Kilometer unter die Laufschuhe. Bis zur letzten Runde - und es mussten 18 und ein Startstück absolviert werden - führte noch Sigrid Eichner (W65) vom 100 Marathon Club, doch dann kam der Einbruch. „Ich hatte Krämpfe im Oberschenkel und in den Waden, es ging einfach nichts mehr. Aber ich hätte Christine schon gern geschlagen“, so die rüstige Rentnerin. Ihre Vereinskollegin Christine Schroeder (W50), die übrigens in Gardelegen ihren 100. Marathon absolvierte und dafür nach dem Rennen vom Präsidenten des 100 Marathon Clubs, Hans-Joachim Meyer, geehrt wurde, überholte und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Am Ende hatte sie eineinhalb Minuten Vorsprung auf Eichner. Beim Halbmarathon der Männer ging es ordentlich zur Sache. Schnell bildete sich eine Spitzengruppe aus altmärkischen Läufern. Drei Runden vor Schluss setzte sich aber Sieger Stephan Gehne (Ackerfurche Könnigde) ab und fuhr den verdienten Sieg ein. Zweiter wurde hier Thomas Karl Habendorf (LG Haeder) vor Guido Baatz und Maik Heinemann (beide Kernige Altmärker). Bei den Frauen auf dieser Distanz hatte Inga Wefers (Fliegerclub Gardelegen) die Nase vorn. Wie zu erfahren war, wird sie in der nächsten Woche ihren ersten Marathon bestreiten. Beate Ast (LG Solpke) und Romy Gille (Gardelegen) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Beim Viertelmarathon der Männer schüttelte Christoph Rodewohl (Post SV Dresden) aus Salzwedel seine Gegnerschaft locker ab. Fred Schulze (Potzehne) belegte Rang zwei und Jakob Schoster (Gardelegen) freute sich über den dritten Platz. Bei den Frauen gewann - wieder einmal - Kathrin Grothe von den Kernigen Altmärkern. Elisa Baatz folgte auf dem Silberrag und den dritten Platz sicherte sich Franziska Itagaki aus Roxförde. Marathon Männer 1. F. Tschapka (M35 / 1.) Magdeburg 03:18:49 2. M. Nielsen (M35 / 2.) Dänemark 03:24:40 3. M. Baß (M40 / 1.) Hamburg 03:24:55 4. H. Dumke (M35 / 3.) Essen 03:26:28 5. B. Bräunlich (M50 / 1.) ohne Angabe 03:26:40 6. M. Schulte-Zweckel (M45 / 1.) Essen 03:29:54 7. M. Blasche (M40 / 2.) LG Haeder 03:30:40 8. R. Wallesch (M35 / 4.) 100 MC D 03:34:30 9. K. Jensen (M45 / 2.) Winsen 03:41:48 10. J. Quentin (M45 / 3.) Bienebüttel 03:44:41 11. T. Radzuweit (M40 / 3.) 100 MC D 03:50:45 12. O. Fellenberg (M40 / 4.) LG Solpke 03:54:51 13. H. Kurani (M50 / 2.) 100 MC D 03:56:17 14. S. Grabow (M30 / 1.) ohne Angabe 04:04:54 15. S. Dorawa (M35 / 5.) ohne Angabe 04:09:04 16. L. Messerschmidt (M45 / 4.) ohne Angabe 04:09:23 17. M. Gaden (M55 / 1.) Blankenese 04:14:19 18. G. Penzel (M65 / 1.) SC Schneeflocke 04:17:37 19. C. Bölke (M30 / 2.) LG DUV 04:19:00 20. H. Rosieka (M60 / 1.) 100 MC D 04:20:30 21. P. Genz (M55 / 2.) 100 MC D 04:21:51 22. K. Gormanns (M55 / 3.) Heseper RS 04:22:08 23. H.-J. Meyer (M70 / 1.) 100 MC D 04:22:37 24. A. Lau (M35 / 6.) ohne Angabe 04:26:58 25. C. Hottas (M50 / 3.) 100 MC UK 04:28:16 26. M. Gutow (M40 / 5.) ohne Angabe 04:31:22 27. Dr. J. Kuhlmey (M70 / 2.) 100 MC D 04:32:42 28. H. Feldmann (M55 / 4.) 100 MC D 04:36:00 29. M. Dorawa (M35 / 7.) ohne Angabe 04:52:29 30. K. Rohde (M65 / 2.) 100 MC D 04:52:38 Marathon Frauen 1. C. Schroeder (W50 / 1.) 100 MC D 04:52:03 2. S. Eichner (W65 / 1.) 100 MC D 04:53:34
|
|
|
Gardelegen - 9. Gardelegener Stadtwall-Marathon am 12.09.2009 - Bericht Volksstimme vom 14.09.2009
URL: http://www.volksstimme.de/vsm/sport/sachsen_anhalt/gardelegen/?em_cnt=1491368
Laufsport : Neunte Auflage des Gardelegener Stadtwallmarathons Familie Schreiber bietet 100 Läufern beste Bedingungen Gardelegen ( tko ). Ein Laufhighlight der Extraklasse hat Familie Schreiber mit der neunten Auflage des Gardelegener Stadtwallmarathons organisiert. Am Sonnabend waren wieder über 100 Laufbegeisterte in die Rolandstadt gekommen, um auf dem alten Stadtwall die Marathondistanz oder die anderen angebotenen Strecken zu absolvieren.
Bei bestem Wetter boten die Teilnehmer aus nah und fern gute Leistungen und lobten zudem den Veranstalter in den höchsten Tönen. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie bitte später.
Marathon Frauen :
1. Christine Schroeder ( 100 MCD )
Marathon Männer :
1. Frank Tschapka ( BS Magdeburg )
Halbmarathon Frauen :
1. Inga Wefers ( FC Gardelegen )
Halbmarathon Männer :
1. Stephan Gehne ( AF Könnigde )
Viertelmarathon Frauen :
1. Kathrin Grothe ( Kernige Altmärker )
Viertelmarathon Männer :
1. Christoph Rodewohl ( PSV Dresden )
|
|
|
NDR 90,3 berichtete über CHRISTINE SCHROEDERs Spendeninitiative für Hinz&Kunzt
Am Donnerstag, dem 28.05.2009, um 13.38 bis 13.42 Uhr berichtete NDR 90,3 über Christine Schroeders Spendeninitiative für das Obdachlosenmagazin Hinz&Kunzt. Bei diesem am 20.05. an den Teichwiesen aufgezeichneten Interview berichtet Christine, wie sie dazu kam, 2008 für jeden gelaufenen Veranstaltungskilometer 5 Eurocent an Hinz&Kunzt zu spenden. 2009 will und wird sie diesen Spendenbeitrag sicher überbieten. Wer an einer MP3-Datei des Beitrags interessiert ist, wende sich bitte an squiddy@t-online.de oder chhottas2@yahoo.de. - cho -
|
|
|
NDR-Hörfunk erneut bei CHRISTINE SCHROEDER
Der NDR-Hörfunk - genauer: NDR 90,3 - wird anscheinend zu einer Art "Haussender" für Christine Schroeder. Nachdem NDR 90,3 ja bereits am Montag, dem 20.04.2009, eine sehr schöne Radio-Reportage über die Teichwiesen-Marathons mit einem Interview-Anteil mit Christine gesendet hatte, war diesmal ein anderer Radiojournalist auf der Fährte des Hinzt&Kunzt-Zeitungsartikels. Nachdem Christine ihn zunächst beim Erst-Telefonkontakt (am ersten Arbeitstag nach ihrem Loire-Urlaub) "abgebügelt" hatte, konnte er sie nun im zweiten Anlauf doch noch zu einem Radio-Interview gewinnen. Dieses fand - sehr zum Vergnügen von "Teichwiesen-Friend" Ulrich Niehuß - am Mittwoch, dem 20.05.2009, vor dem Gerd Rubenbauer Marathon an den Teichwiesen statt. Der Journalist, ein Herr Wolff, befragte unsere frisch-gebackene Rennsteigläuferin sowohl sitzend auf den Parkbänken als auch laufend... Sendetermin dieses Beitrags soll wohl Anfang kommender Woche sein. Weitere Details reichen wir schnellstmöglich nach. - cho -
|
|
|
Die Marathon-Spenderin - Hinz & Kunzt, Nr. 195 / Mai 2009, Seite 26
Die Marathon-Spenderin Hinz & Kunzt, Das Hamburger Straßenmagazin, Heft 195 / Mai 2009, Seite 26 Echtes Durchhaltevermögen: Seit mehr als einem Jahr schenkt uns Christine Schröder fünf Cent pro gejoggten Kilometer Noch sitzt sie. Sitzt an ihrem Schreibtisch, schaut auf den Bildschirm, lässt die Maus wandern und die Tastatur klickern. Christine Schröder arbeitet im Job-Center der Arbeitsagentur in Bramfeld. Es ist Mittwochnachmittag, kein Kundenverkehr, wie es amtlich heißt, also schafft sie Akten weg. Doch in anderthalb Stunden ist sie draußen im Grünen: Sie läuft dann einen Marathon. 42,195 Kilometer. Das ist für sie nichts Besonderes, das macht sie öfter: derzeit jeden Sonnabend und jeden Mittwoch. Nicht auf Zeit. Sondern so schnell oder langsam, wie es gerade passt. Neulich ist sie 100 Kilometer gelaufen. Kein Problem für Christine Schröder, denn sie kennt den Indianertrapp: "100 Meter laufen, 100 Meter gehen, dann wieder 100 Meter laufen und wieder 100 Meter gehen - das kann man ewig so machen." Sie lacht und streicht sich das Haar aus dem Gesicht. Dass Christine Schröder so viel läuft, hilft auch Hinz&Kunzt. Alles begann an Silvester 2007. Da hatte sie bereits drei Langstreckenläufe hinter sich. "Meine Schwester und ich wollten zusammen einen Marathon um den Öjendorfer See laufen", erzählt sie. Doch dieses Mal hatten sie sich verschätzt: "Ab Kilometer 30 haben wir gemerkt, dass es zu viel wird - und dann hat uns der Veranstalter über diesen Marathon gehoben. Mit netten Worten und aufmunternden Rufen: 'Du schaffst es!'" Sie schafften es wirklich. "Ich habe gedacht: Ach, wenn man Hilfe bekommt, das ist doch schön.'" Und sie fasste einen Entschluss: "Ich werde für jeden Kilometer, den ich im neuen Jahr laufe, fünf Cent in die Spardose tun und sie Hinz&Kunzt spenden! Dabei ist es bis heute geblieben. Denn Hinz&Kunzt gilt ihre Sympathie, seit es das Straßenmagazin gibt. Schließlich trifft sie bei ihrer Arbeit ständig auf Menschen, die aufpassen müssen, nicht abzurutschen. Im Job-Center ist sie zuständig für die Hartz-IV-Empfänger unter 25. Junge Menschen, meist ohne Hauptschulabschluss und ohne Perspektive. Sie lässt den Blick durch ihr kleines Büro schweifen: "Es ist schon eine anstrengende Arbeit." Alles habe sie schon erlebt: "Von angelogen werden über Leute, die man ein wenig drängen muss, dass sie sich um Arbeit bemühen, bis zu denen, die unbedingt arbeiten wollen und alles versuchen und die doch keine Arbeit finden." Aber sie hat ja ihr Laufen, um wieder zu entspannen. Entscheidend dabei ist: "Langsam, langsam, langsam - das machen die meisten verkehrt, dass sie zu schnell sind und nicht das Tempo drosseln können, und dann haben sie nach drei Kilometern einen knallroten Kopf und klappen zusammen." Das wird ihr nicht passieren. Christine Schröder sagt: "Abends so vier, fünf, sechs Stunden laufen, das ist ganz schön." Dann tippt sie weiter und freut sich auf den Moment, wo sie die Laufschuhe zuschnürt. FRANK KEIL
|
|
|
Schroeder läuft Jahresbestleistung - Alster-Anzeiger vom 23.04.2009
Die erste Deutsche Jahresbestleistung im 24-Stunden-Lauf der Frauen ging nach Hamburg: Christine Schroeder absolvierte am 10. und 11. Januar in der NRGI Arena auf einer 251-Meter-Runde im dänischen Aarhus 153,741 km und belegte damit hinter der norwegischen Siegerin und Nationalmannschaftsläuferin Sharon Broadwell sowie den beiden dänischen Nationalteamläuferinnen Anne-Marie Rossen und Kitt Andersen Platz 4 in der Frauenwertung. Zugleich konnte die 50jährige Hamburger Krankenschwester und Arbeitsvermittlerin ihre eigene persönliche Bestleistung von 129,419 km um immerhin stolze 24,322 km steigern! Ihre neue persönliche Bestleistung bedeutet zugleich auch, dass Christine Schroeder in der Ewigen Deutschen Bestenliste der Frauen über diese Distanz auf Rang 96 vorrückt und in der ewigen Hamburger Bestenliste hinter Monika Belau, der 2005 an Krebs verstorbenen Polin Barbara Szlachetka sowie Gerda Schröder auf Rang 4 geführt werden wird. Christine Schroeder begann erst im Frühjahr 2007 mit dem Laufsport. Ihren ersten Marathon absolvierte sie im April 2007. Nach drei Marathons im Jahr 2007 steigerte sie ihr Laufpensum im Jahr 2008 auf 42 Marathons, darunter 4 Läufe als sog. Ultramarathons, also über die klassischen 42,195 km zum Teil weit hinausgehend. Dabei konnte sie zwischen Juli und Oktober ihre persönliche Marathon-Bestzeit insgesamt sieben Mal auf nunmehr 4.40.47 h verbessern. Ihre hauptsächliche Berufung hat sie indessen auf den Ultramarathondistanzen gefunden: So sollte der 24-Stunden-Indoor-Lauf in Aarhus eigentlich "nur" als Auftakt und Formtest für die Laufsaison 2009 dienen. Als Highlights 2009 sind hingegen das "Grand Union Canal Race" über 145 Meilen von Birmingham nach London am 23.-25. Mai, das als härtestes britisches Ultra-Event gilt, und der "Gax 100", ein 100-Meilen-Geländelauf rund um Ystad (Südschweden), am 15.-16. August eingeplant. 
Bei den Männern belegte Christine Schroeders Vereinskollege Christian Hottas mit 166,552 km Platz 9, was Platz 3 in der Deutschen Jahresrangliste der Männer bedeutet. Quelle: Alster-Anzeiger, Nachrichtenblatt für Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel, Bergstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt, Verlag Alster-Anzeiger H.-J. Schleicher, Ausgabe 3075 vom 23.04.2009, Seite 12
|
|
|
Im Gespräch mit NDR 90,3...
Am Samstag, dem 18.04.2009, war das Radio - nämlich NDR 90,3 - an den Teichwiesen... Hier erkläre ich den NDR-Hörern, wie entspannend 24-Stunden-Läufe sind: 

O-Ton Jörg Naroska (NDR): "... Begleitet wird Hottas regelmäßig von 10 - 15 Mitläufern aus Hamburg und Umgebung. Fast alle haben schon weit mehr als 100 Marathons absolviert oder treten regelmäßig bei 100 oder mehr Kilometern an. So wie Christine Schroeder, die sich an den Teichwiesen auf einen 240-Kilometer-Lauf in England vorbereitet. Der Marathon ist für sie nicht mehr als eine Trainingseinheit!" CS: "Die 24-Stunden-Läufe, die mag ich sehr gerne. Die sind so entspannend! Man hat nicht irgendwie so'n Kilometer-Ziel, sondern nach 24 Stunden hört's auf, und dann kann man sehen, was man erreicht hat."
|
|
|
Hamburg-Steinwerder - 10. Elbtunnel Marathon am 25.01.2009 - Bericht DIE WELT vom 26.01.2009
Rasantes Rennen durch die Röhren Von Edgar S. Hasse 26. Januar 2009, 02:22 Uhr Unterirdisch: Beim zehnten Marathon im Alten Elbtunnel treffen sich die härtesten Läufer dieser Sportart Die Nacht vorher waren sie noch auf dem Kiez. Nun stehen die Hobby-Sportler aus dem Ruhrpott 24 Meter tief unter der Erde im Alten Elbtunnel - bereit zum nächsten Marathon. Mit ihnen warten am Sonntag 270 Läufer aus acht Nationen auf das Startsignal zum zehnten Elbtunnel-Marathon. Vor ihnen liegen 42,195 Kilometer. Das sind in der Längenmessung des 1911 erbauten Elbtunnels 48 Runden, plus 396,6 Meter. Wer hier zur Hochform aufläuft, ist kein Jedermann-Sportler. "Hier", sagt einer, "treffen sich die Ultra-Läufer. Im Alten Elbtunnel sind wir unter uns. Es ist ein Lauf von Verrückten für Verrückte." 
Anders als beim Hamburg-Marathon jedes Jahr im April sind Teilnehmer- und Zuschauerzahl mehr als überschaubar. Dafür gibt es weder Regen noch Sonne pur, keine Helikopter am Himmel und keine mobilen TV-Teams. Körper, Geist und Seele können sich ganz auf die schnelle Bewegung auf dem Asphalt konzentrieren. Doris Zachow (41) aus Bottrop und Georg Berger aus Mühlheim an der Ruhr sind guter Dinge. Sie fühlen sich topfit, tragen zwei Chips zur Zeitmessung an ihren Waden und wollen nach diesem unterirdischen Marathon ins nächste Ziel laufen: "Dieser Lauf ist unsere Qualifikation für den Marathon in Kapstadt." Aufgeben, wenn es heute nicht so klappt? "Wir geben niemals auf", sagen sie. Wenig später hat Tino Klemm, Mitglied der Geschäftsleitung der Port Authority, seinen Auftritt. Er gibt das Startsignal für das rasante Rennen in den Röhren. Zuschauer auf den Gehsteigen werden vorab aufgefordert, sich schmal zu machen. Und die Läufer sollten an den Ständen nicht zehn Wasserbecher auf einmal herunterreißen. Sonst droht Verwarnung. Während der Elbtunnel-Marathon auf Touren kommt, unterhält sich Hans-Joachim Meyer, Vorsitzender des "100 Marathon-Clubs" in Hamburg, mit seinen Mitstreitern. Als Veranstalter hat der pensionierte Lehrer heute anderes zu tun, als mitzulaufen. Warum auch. Der 69-Jährige gehört zu jenen wenigen Menschen auf der Welt, die mehr als 1000 Marathons absolviert haben. "1174 sind es genau." Mit 48 Jahren habe er angefangen, Marathon zu laufen. Seitdem rennt er, um fit zu bleiben und seine Grenzen kennenzulernen. Früher hatte er im Sportunterricht die Note 4. Dann zeigt er auf einige Läufer seines Vereins. Jeder von ihnen hat mindestens 100 Marathons absolviert. "Für uns alle ist der Weg das Ziel." Link zum Originalartikel: http://www.welt.de/welt_print/article3090595/Rasantes-Rennen-durch-die-Roehren.html Link zu weiteren Fotos: http://www.welt.de/hamburg/article3089316/Elbtunnel-Marathon.html
|
|
|
Hamburg - 'Lauf Santa Lauf' vom 14.12.2008
Noch mehr Teilnehmer als im Vorjahr - präsentiert von Abendblatt und Europa-Passage 2202 Weihnachtsmänner laufen Hamburg zum Deutschland-RekordKinder, Hunde, Bürogemeinschaften - sie waren gestern für die gute Sache auf der 3,6 Kilometer langen Strecke unterwegs. Hier geht´s zur Bildergalerie Von Bericht: Sally Meukow, Norman Raap, Claudia Sewig Rot kostümierte Menschen, wohin man blickte, "Ho, ho, ho"-Rufe allerorts und Laufschuhe im schnellen Einsatz: Mit 2202 Teilnehmern wurde gestern beim größten Weihnachtsmannrennen Deutschlands der Rekord vom Vorjahr noch übertroffen! Was am dritten Advent 2007 mit 2179 rot gewandeten Läufern begonnen hatte, ging gestern in die erfolgreiche zweite Runde: "Lauf Santa Lauf", Deutschlands erstes großes Weihnachtsmannrennen, präsentiert vom Hamburger Abendblatt und der Europa-Passage. Kinder, Hunde, Bürogemeinschaften - alles war gestern Vormittag für die gute Sache auf den Beinen. Pünktlich zum Startschuss des Hamburger-Volksbank-Charity-Runs um 12.30 Uhr auf dem Jungfernstieg hatte sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken gebahnt und begleitete die Läufer auf ihrem 3,6 Kilometer langen Weg zweimal um die Binnenalster. Viele der Läufer waren Wiederholungstäter vom Vorjahr: "Die Stimmung ist einfach großartig, alle Leute haben Spaß - da sind wir auch nächstes Jahr wieder dabei", sagte Studentin Viktoria Terjung (20), die ihren mit Girlanden und Lichterkette geschmückten Australian Shepherd Fiete (2) mit dabeihatte. Für einen war der Tag besonders erfolgreich: Christian Remus (23) aus Sasel holte den inoffiziellen Titel des "Schnellsten Weihnachtsmannes der Welt". Der Verlagskaufmann setzte sich beim Abendblatt-Speed-Run gegen 47 Mitbewerber durch und lief im Finale 11,68 Sekunden auf 100 Meter. Nur sieben hundertstel Sekunden dahinter kam der Vorjahressieger Johann Gutjahr (25) aus Horn ins Ziel. Beide trainieren gemeinsam in der HSV-Leichtathletikabteilung. Schon nach dem ersten Vorlauf hatte Remus vorhergesagt: "Dieses Jahr wird Johann nur Zweiter ...!" Dritter wurde Dominique Weber (21; 11,86 Sekunden). Alle drei erhielten von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber und Visit-Denmark-Chef Bruno Bedholm Gutscheine für Dänemark-Reisen im Wert von 350, 500 und 1000 Euro. Mehr als um sportliche Höchstleistungen ging es beim zweiten "Lauf Santa Lauf"-Spektakel jedoch wieder um den Spaß - und die gute Sache: 22 500 Euro kamen für die Abendblatt-Aktion "Kinder helfen Kindern" zusammen. Für Horst Becker (46) endete der Lauf mit einem überraschenden Anruf. Mit seiner Frau und den drei Kindern stieg er bereits am Klosterstern aus der U-Bahn, als er erfuhr, dass er als Gewinner der Kreuzfahrt auf der "Queen Victoria" ausgelost worden war. "Die veräppeln dich", war die erste Reaktion seines Sohnes Leon (11). Doch Lauf-Veranstalter Axel Gernert konnte den beiden kurz darauf am Jungfernstieg gratulieren. "Bisher haben wir nur einmal einen Schinken gewonnen", freute sich Becker; noch ein wenig ungläubig. Als neutraler Beobachter war Olaf Kuchenbecker (40), Chefredakteur der deutschen Guinnessbuch-Ausgabe, an die Laufstrecke gekommen. Er hatte auf Anregung des Abendblatts schon im Vorfeld eine neue Rekordkategorie geschaffen - die des größten Weihnachtsmannlaufes. Bis zum Herbst 2008 waren Santa-Läufe in aller Welt als "größtes Weihnachtsmanntreffen" eingruppiert. Die Bestmarke dafür liegt bei 13 000 Menschen (Derry 2007). Den (bisher) größten Lauf kann Liverpool (3921 im Jahr 2005) verbuchen. Kuchenbecker: "Bei der zunehmenden Begeisterung für 'Lauf Santa Lauf' bin ich zuversichtlich, dass Hamburg 2009 den Weltrekord holen wird." erschienen am 15. Dezember 2008 Link zum Originalartikel: http://www.abendblatt.de/daten/2008/12/15/990897.html?prx=1 Alle Teilnehmer von A-Z SSaalar, Lucas; Sach, Bjoern; Sach, Monika; Sach, Werner; Sadkowski, Christina; Sadkowski, Nils; Sadkowski, Wolfgang; Sahr, Sebastian; Salamon, Lilian; Salgmann, Rico; Santa, Claus; Santos, Carolina; Santos, Lilia; Sbey, Torsten; Schaa, Markus; Schaare, Silvia; Schaare, Uwe; Schabram, Gaby; Schade, Sven; Schäfer, Alfredo; Schäfer, Alfredo; Schalnus-Lübker, Carmen; Schampel, Marlene; Scharm, Lucas; Scharm, Timna; Schauer, Birgit; Scheile, Jana; Schemion, Carmen; Scherping, Jan; Scheunemann, York; Schick, Friederieke; Schick, Konrad; Schick, Sebastian; Schindler, Delia; Schirmer, Alexandra; Schlegel, Lissy; Schleusener, Kay; Schloß, Gunnar; Schlüter, Birgit; Schlüter, Kathi; Schlundt, Charis Rabea; Schlundt, Liane; Schmid-Bonde, Birk O.; Schmid-Bonde, Lars E.; Schmidt, Ajela Saupe; Schmidt, Amélie; Schmidt, Carsten; Schmidt, Christina; Schmidt, Henri; Schmidt, Jörg; Schmieder, Franziska; Schmitz, Petra; Schnake, Anja; Schneider, Inge; Schnölzer, Cordula; Schnoor, ; Schnoor, Morten; schobert, frank; Schön, Junior; Schoenekerl, Sabine; Schoenekerl, Sabine; Schönfelder, Richard; Schöning, Reiner; Schöpe, Alexander; Schoettke, Laura- Madeleine; Scholz, Axel; Scholz, Bastian; Scholz, Björn; Scholz, Klaus-Günter; Scholz, Meike; Scholz, Olaf; Scholz, Valerie; Schoof, Jacqueline; Schrader, Bodo; Schrader, Hans-Jürgen; Schrader, Kristian; Schrader, Maria; Schramm, Heidemaria; Schröder, Antonia; Schröder, Carlos; Schröder, Charlotte; Schroeder, Christine; Schröder, Dajana; Schröder, Ernesto; Schröder, Florentine; Schröder, Helga; Schröder, Lena; Schröder, Malte; Schröder, Matthias; Schröder, Maximilian; Schröder, Timo; Schröder, Viola; Schröder, Wolfgang; Schröer, Birgit; Schröer, Birgitt; Schröter, ... Link zur Originalliste: http://www.abendblatt.de/daten/2008/12/15/990894.html?s=6 Link zum Video: http://video.abendblatt.de/watch/10590
|
|
|
Marathon als Breitensport - Alster-Anzeiger vom 30. Oktober 2008
Marathon als Breitensport Christine Schröder läuft und läuft und läuft... (mo) Christine Schroeder sitzt an einem Tisch im hinteren Bereich, als ich die Eisdiele betrete. Ich blicke mich um auf der Suche nach einer Ausnahmeathletin mit stählernen Waden und dem Siegeswillen in den Augen. Doch mein Blick wird gefangen von den wachen Augen einer mittelgroßen, durchschnittlich gebauten Frau mit breitem Lächeln. Leistungssportlerin? Marathonläuferin? Ja und nein. Im Zeitraum vom 29. April 2007 bis 22. Oktober 2008 ist diese alles andere als gewöhnliche Frau 30 Marathons gelaufen. Sie lächelt bescheiden und zuckt mit den Schultern: „Das ist nun wirklich nichts Besonderes, ich laufe halt ganz langsam. Es spielt sich eh alles nur im Kopf ab, dann ist es egal, ob 10, 20 oder 42,2 km.“ Lob lehnt die 49jährige höflich ab, sie sieht sich selbst nicht als etwas Besonderes, sondern sie „läuft halt gern lange Strecken“. 
Christine Schroeder lächelt auch noch nach 42,2 Kilometern - "es spielt sich eh alles im Kopf ab, egal ob 10, 20 oder 42,2 km" Angefangen hat alles vor knapp vier Jahren, als sie in ein Fitness-Studio eingetreten war. Da die Cross-Trainer ständig besetzt waren, stieg sie um auf Laufbänder. Dies bereitet ihr so viel Vergnügen, dass es bald mit ihrer großen Schwester Gabriele auf die Straße ging. „Sie läuft schon sehr lange“, erklärt Christine Schroeder, „aber früher hat mich das nie animiert.“ Diesmal allerdings leckt die kleine Schwester Blut. Im Sommer 2006 entschied sie sich, drei Paar Laufschuhe zu erstehen und einen Trainingsplan aus dem Internet herunterzuladen, um für den Conergy Marathon im April 2008 in Hamburg zu trainieren. „Normalerweise braucht man als so ein „Gar-Nicht-Sportler“ mindestens ein bis zwei Jahre Vorbeitung“, gesteht Christine Schroeder, „aber ich hab mich eisern an den Plan gehalten und es in einem Dreivierteljahr durchgezogen.“ Die Regeln waren einfach: Langstrecken und Tempotraining im Wechsel mit Krafttrainingeinheiten, dazu gesunde und ausgewogene Kost mit viel Fisch, Eiweiß, Gemüse und Obst. Auf die Frage, welche Nahrungsergänzungsmittel sie empfehlen würde, um nicht zu viel abzunehmen, lacht sie herzhaft los. „Was meinen Sie“, lautet ihre Gegenfrage, „meine tägliche Kaffee- und Schokoladenration? Nein, ich nehme gar nichts, im Gegenteil, am Anfang meines Trainings habe ich mich so fleißig belohnt, dass ich glatt 4 kg zugenommen hatte.“
Die ersten 10 Kilometer sind zum Warmwerden. Für Christine Schroeder ist das Laufen kein Leistungssport, sondern ihr persönlicher Weg zu totalem Wohlbefinden und körperlicher Zufriendenheit. Deshalb ist ihr Ziel auch nicht möglichst schnell, sondern möglichst viel zu laufen. „Früher habe ich als Krankenschwester im Schichtdienst gearbeitet, jetzt bin ich als Arbeitsvermittlerin tätig. Da lassen sich zwei mehrstündige Laufeinheiten pro Woche natürlich viel besser vereinbaren“, berichtet sie und zwinkert, „nur mein Mann Rolf ist nicht immer so begeistert, wenn ich so viel laufen gehe.“ Ihre Lieblingsstrecke führt die Saselerin an der Alster entlang, vorbei an der Mellingburger Schleuse bis zum Duvenstedter Brook. „Die Strecke hat mit rund 23 km eine perfekte Trainingsdistanz“, erzählt Christine Schroeder, „sie ist ruhig, nur wenig Leute und außerdem ist da diese leckere Eisdiele...“ Sie ist eine echte Genussläuferin, wie sie selbst von sich sagt und läuft zweimal die Woche die 42,2 km, meist im Rahmen der regelmäßig angebotenen Marathons an den Teichwiesen oder bei anderen Laufevents im Großraum Hamburg/Schleswig-Holstein. „Jeder kann Marathon laufen, wenn’s ihm Spaß macht, es gibt so viele Veranstaltungen hier im Norden an denen man teilnehmen kann und die Zeitmessungen gehen bis zu sieben Stunden, da kann man ganz gemütlich auch Geh- oder Trinkpausen unterwegs einlegen“, empfiehlt sie und fährt fort, „es ist sowieso interessant zu sehen, was für Leute Marathon laufen. Die meisten sind gar nicht so die jung-dynamischen Sportlertypen, sondern ganz normale Leute wie Sie und ich.“ Ob sie eine feste Laufclique hat, will ich wissen, doch sie verneint: „Am Anfang hab ich mir auch mal verschiedene Laufgruppen hier im Alstertal angeschaut und auch wenn es nett ist, war es doch immer schwierig, Termine zu finden und einzuhalten. Deshalb laufe ich mittlerweile am Liebsten allein.“ Ihre weiteren persönlichen Ziele sind klar: Olympiaden wird es für sie nicht geben. Ende November wird sie zwei Tage hintereinander in Ellerdorf an den Start gehen. Am ersten Tag mit einem 45 bzw. 60 km Ultramarathon und am zweiten mit einem 6-Stunden-Lauf. Irgendwann im nächsten Jahr hofft sie dann ihren 100. Marathon zu laufen und ihr persönlicher Olymp soll der New York Marathon 2010 werden. „Denn wann hat man schon die Gelegenheit, an seinem Geburtstag in New York zu laufen“, freut sich Christine Schroeder. Empfehlung: Jeder, der für sich überlegt, mit dem Laufen anzufangen, sollte sich vorher sportärztlich durchchecken lassen. Quelle: Alster-Anzeiger, Nachrichtenblatt für Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel, Bergstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt, Verlag Alster-Anzeiger H.-J. Schleicher, Ausgabe vom 30. Oktober 2008, Seite 1 und 4
|
|
|
Sport: Wie auf Droge - Wissenschaft, STERN Gesundheit No. 4/2007
Sport: Wie auf Droge 
Lebensfreude"Ich habe es geschafft, in 5 Stunden und 23 Minuten. Das Glücksgefühl danach ist berauschend."
Christine Schröder, 48, Krankenschwester, lief im April bei einem großen Hamburger Wettbewerb ihren ersten Marathon
Die Quelle der Seligkeit: Myriaden von Nervenzellen lassen Glückshormone strömen. Sie fließen von Synapse zu Synapse und überfluten das Gehirn. Diese körpereigenen Opiate hellen die Stimmung auf, vetreiben Stress und Schwermut. Nachteil: Der Effekt hält nicht dauerhaft an. Wer Endorphin-Junkie werden will, sollte regelmäßig trainieren. Quelle: STERN Gesundheit, Heft 4/2007, Seite 58/59, siehe auch: http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/593741.html
|
|
|
|