Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



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'Marathon-Mann – Marathon als Lebensart' – DerWesten (NRZ) vom 05.01.2012

URL: http://www.derwesten.de/region/marathon-als-lebensart-id6218632.html

DerWesten (NRZ - Neue Rhein / Neue Ruhr Zeitung) vom 05.01.2012

Marathon-Mann

Marathon als Lebensart

05.01.2012 | 22:02 Uhr

Marathon, und das vier mal die Woche.

Kevelaer/Hamburg. Das vorweg: Es geht auch ohne. Im Leben von Christian Hottas hat es Zeiten gegeben, da hat die Arbeit (Arzt, Sportmediziner) wenig Platz fürs Laufen gelassen. Es gab auch vier Muskelfaserrisse (von denen er sich aber nur zwei beim Laufen zugezogen hatte), die den Sport dann schwierig bis unmöglich gemacht haben. „Ich kann ohne Marathon auskommen“, sagt Christian Hottas.

Christian Hottas

Schöner freilich ist das Leben mit. Mittwochs, freitags, samstags und sonntags: Der 55-jährige Hamburger läuft am liebsten vier Mal die Woche Marathon, also 42,195 Kilometer. Da kommt was zusammen: Christian Hottas ist Weltrekordler, was die Zahl der gelaufenen Marathons betrifft. Am Sonntag hat er wieder was vor: Da läuft Hottas in Kevelaer seinen 1500. reinen Marathon. Wohlgemerkt: reinen Marathon. Rechnet man die Ultra-Marathons - also die Läufe über mehr als eben jene 42 Kilometer mit - dann kommt Hottas auf 1805.

Mit der Zahl der Läufe hatte Christian Hottas im August den langjährigen Weltranglistenersten Horst Preisler überholt. Die Liste wird vom japanischen Marathon 100 Klub geführt. Platz Eins bedeutet Weltrekord, der allerdings nicht im Guinessbuch steht. „Die Leute vom Guinessbuch kämen mit dem Registrieren gar nicht hinterher, weil ja ständig Marathons hinzukommen“, meint Hottas.

Erster Marathon im Jahr 1987 in Hamburg

Für den Rekord benötigte er keine 25 Jahre: Marathon Nummer Eins rannte Hottas im April 1987 in Hamburg – in 4:30 Stunden und 39 Sekunden. „Das war ein dermaßen tolles Erlebnis, dass ich gedacht habe: Das machst du noch mal...“ Aus „noch mal“ wurde nochmal und nochmal und immer wieder. „Jeder Lauf ist ein Geschenk“, sagt Hottas.

Dass man an der frischen Luft unterwegs sein könne, Freunde einen begleiten, dass man gemeinsam Spaß habe, dass man das tut, was dem Menschen ureigen ist, nämlich laufen – das sei auch nach dem 1500. Marathon nicht selbstverständlich: „Vielleicht fällt man ja morgen die Treppe runter, und es ist vorbei mit der Lauferei...“ Also, deshalb: Weiterlaufen. immer weiter. „Laufen ist für mich Teil der Lebensqualität“, sagt Hottas.

Nur, wie hält der Körper das aus? Gut, versichert der Rekordmann und verweist darauf, dass er von schweren Verletzungen praktisch verschont blieb. Vier Muskelfaserrisse fallen kaum ins Gewicht, nicht bei dem Laufpensum. Viele Fußballer erleben im Verlaufe ihrer Karriere Schlimmeres, von Handballern ganz zu schweigen. Beim Laufen sei das Tempo entscheidend, besser: die Langsamkeit: „Man kann einen Marathon knüppeln, dann aber steigt das Risiko von Verletzungen“ – Hottas läuft lieber piano und unterhält sich dabei. „Klönschnacken“ nennt er das.

Lauffreundin begleitet ihn

Beim „Honigkuchen-Marathon“ in Kevelaer, der auch ein Jubiläum feiert (10. Auflage), hat sich Christian Hottas eine Zeit von fünfeinhalb bis sechs Stunden vorgenommen. „Wir sind ein bisschen im Wintertrott“, sagt der 55-Jährige. Lauffreundin Christine Schroeder (303 Marathons) wird ihn begleiten. Ab April werde man sicher auch mal wieder schneller laufen, unter fünf Stunden. Jetzt muss das nicht sein. Ohnehin: Es muss gar nichts. „Ich laufe, weil es schön ist, weil es mir Spaß macht“, sagt Hottas.

Christian Hottas Persönliche Marathon-Chronik

Die ersten 30 Stunden lief er komplett an einem Stück...

Mit Christian Hottas ist es wie dem alten VW-Käfer: Er läuft und läuft und läuft...

Sein längster Lauf: das Sechs-tage-Rennen im Juni 2010 auf der dänischen Insel Bornholm. Am Ende des Rennens hatte Hottas 613 Kilometer und 31 Meter hinter sich gebracht. Geschlafen hat er zwischendurch kaum – „insgesamt 15 Stunden, höchstens“, sagt Hottas. Die ersten 30 Stunden ist er komplett an einem Stück durchgelaufen. Und, wie haben sich nach sechs Tagen die letzten Meter angefühlt? „Ganz nett.“

Sein schönster Lauf: das „Thamesring Race“ im Juni 2009 in England. 34 Läufer – und 12 sind durchgekommen. Zunächst ging es 100 Meilen an der Themse entlang, dann 100 am Grand-Union-Kanal und dann noch mal 50 Meilen am Oxford-Kanal. 100 Stunden hatten die Läufer Zeit, Hottas hat etwas mehr als 96 gebraucht. Was ihm so imponiert hat: die Atmosphäre unter den aus aller Welt stammenden Läufern. „Wir haben haben uns unterwegs bombig verstanden, sind seither befreundet.“

Sein ungewöhnlichster Lauf: der Marathon vor bald drei Jahren auf der Christiansinsel – einer Mini-Festungsinsel nörd-östlich von Bornholm. Um zu dem Eiland zu gelangen, muss man eine Stunde mit dem Postboot fahren. „Die Insel liegt nicht bloß am A... der Welt, sondern sogar noch dahinter“, sagt Hottas. Nur wenige Menschen leben auf der Christiansinsel; die Stille dort hat den Hamburger schwer beeindruckt. Um überhaupt auf die 42-Marathon-Kilometer zu kommen, mussten die Läufer die Christiansinsel 32 Mal umrunden.

5.1.12 23:43
 
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