Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
  Startseite
    Allgemeines
    Eigene Berichte
    Ergebnisse
    Presseartikel
  Über...
  Archiv
  Kontakt
  Abonnieren
 

Freunde
   
    hottas

    praxis-hottas
   
    teichwiesenfriends

   
    teichwiesen

    - mehr Freunde

Links
  DUV
  Arztpraxis von Christian Hottas
  FEM - Teichwiesen Marathons
  FEM - Lost Places Marathons
  Teichwiesen-Friends On Tour


http://myblog.de/squiddy

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Mumbai/Indien – Standard Chartered Mumbai Marathon am 16.01.2011 – eigener Bericht

Nach einem reibungslosen Flug mit Zwischenstopp in Dubai landeten mein Mann und ich am Samstag dem 15.11.11 um 8.20 Uhr auf dem Flughafen von Mumbai. Um 10 Uhr waren wir im Hotel Trident und trafen kurze Zeit später in der Lobby auf Hiren Kurenda, Karl Heinz Jost und Arwed Bornemann. Rosi war schon auf ihr Zimmer gegangen.

Hiren lud uns spontan zu seiner Schwester ein, die eine kleine Stärkung für die „deutsche Delegation“ vorbereitet hatte. Dieses nette Angebot nahmen wir natürlich sehr gerne an. So verabredeten wir uns für 15 Uhr in der Lobby. Die anderen wollten noch ein wenig Sightseeing unternehmen, und ich musste noch meine Startunterlagen im 3 Kilometer entfernten World Trade Center holen.

Ich überzeugte Rolf davon, dass wir zu Fuß gehen wollten, und so marschierten wir quer durch Mumbai und bekamen gleich einen ersten Eindruck dieser beeindruckenden Stadt. Im World Trade Center fanden wir auch fast alles sofort, und ich bekam problemlos meine Startunterlagen und einen netten blauen Stoffrucksack mit lauter Fressalien, Nahrungsergänzungsmitteln und Getränken drin.

Für den Rückweg nahmen wir uns dann doch ein Taxi, da die Zeit langsam knapp wurde. Für 50 Rupien (knapp ein Euro) wurden wir dann schnell zum Hotel kutschiert.

Kurz nach 15 Uhr holten uns Hiren, Karl Heinz, Arwed und Rosi mit einem Großraumtaxi ab, und wir kamen mit ein wenig Verspätung bei der Schwester Madhu und ihrem Mann an.

Sie erwarteten uns schon im Hof des Hochhauses, und dann ging es mit dem Fahrstuhl in den 16. Stock. Es erwartete uns eine tolle Wohnung mit Blick über das Meer, dazu ein reichhaltig gedeckter Tisch mit einer Vielzahl köstlicher indischer Spezialitäten. Z. B. süße Karotten (carrot halwa), gebackenes Gemüse, Mungobohnensalat, sehr spez. Reis und noch viele andere Sachen.

Danach waren wir alle so satt, dass wir das gemeinsam geplante Abendbrot ausfallen ließen.

Madhu wohnte neben der Marathonstrecke bei Kilometer 9 bzw. 35. Sie wollte uns verwöhnen und fragte, was wir zu dem Zeitpunkt an Getränken und Verpflegung haben wollten. Ich habe mir für km 9 eine Flasche Wasser und für km 35 eine Flasche Wasser und eine Banane gewünscht, die mir dann auch liebevoll überreicht wurden. Die Banane bei km 35 war genau das Richtige.

Um 19 Uhr hatten wir als Gruppe noch einen Pressetermin mit Imrah, der uns alle interviewte. Über Rosi war schon am heutigen Tag ein großer Artikel in der Zeitung erschienen. Leider konnte sie wegen einer Verletzung dann doch nicht starten.

Am nächsten Morgen hat das Hotel Trident, welches auch alle Superläufer beherbergte, für uns ein Marathonfrühstück ab 4 Uhr angeboten. Selbst ich habe etwas gegessen, das muss die Aufregung gewesen sein. Mike Friedl hatte sich inzwischen zu unserer Gruppe gesellt, und wir gingen alle zusammen zu Fuß zum Start an der berühmten Victoria Station.

Auch Rosi begleitete uns und blieb im Zielbereich, bis der letzte von uns drin war. Im Startbereich trafen wir auf Andrea Grabner, die Hiren, Mike und Günther Heyer letztes Jahr schon kennengelernt hatten. Sie wartete schon auf uns.

Um 06.15 Uhr war Start. Ich lief von Anfang an mein eigenes Tempo. Bei km 2 überholte mich Mike, aber er war mir bald zu schnell, so zog er weiter. Bei km 8 überholte mich Andrea. Auch sie lief ihr eigenes Rennen und eigenes Tempo.

Alle 2,5 km waren Wasserstände, und lauter nette Helfer boten einem (verschlossene) 200-ml-Wasserflaschen an. Da es bei mir gut lief und ich noch keinen Durst hatte, wartete ich bis km 9, wo ja Madhu mit ihrem Mann mit meiner Wasserflasche auf mich warteten.

Nach dem anschließenden Gefälle (Mumbai hat vielleicht „Berge“!!!) machte ich erstmals eine längere Gehpause und trank den halben Liter Wasser in Ruhe aus.

Andrea und ich überholten uns immer wieder gegenseitig, und ich fand es sehr beruhigend, jemanden Bekanntes in der Nähe zu haben.

Bei km 18 gesellte sich ein junger Inder zu mir und versuchte in meinem Schritttempo zu laufen. Erst war ich irritiert, dann fand ich es lustig. Bei km 22 hatte ich ihn kaputt gelaufen, und er musste sich zurückfallen lassen.

Bei km 20 kam von hinten großes Aufgebot an Autos, die die Eliteläufer, die erst um 7.40 Uhr gestartet waren, ankündigten. Ich hatte den Ehrgeiz, sie erst nach dem 21,1-km-Schild vorbeizulassen, musste dazu etwas Tempo machen und konnte tatsächlich mein kleines Ziel erreichen.

Die Strecke ging die ersten 7 km an der Küste entlang und dann mitten durch Mumbai, was einfach nur spannend war: Slums neben Hochhäusern, einfach beeindruckend!

Jetzt kam der Höhepunkt der Strecke, nämlich die Überquerung der neu erbauten Brücke von 2009. Die 5,6 Kilometer lange Bandra-Worli-Brücke verbindet Bombay mit seinen westlichen Vororten.

Der Nachteil war nur, dass es ab hier nur noch Sonne gab, da die schattenspendenden Häuser nicht mehr da waren. Jetzt zog ich mein Basecap zum Schutz auf und ließ die Brücke gemütlich auf mich wirken.

Bis hierher hatte ich Tempo gemacht, war auch sehr zufrieden mit den Zwischenzeiten, aber in der glühenden Sonne fiel es mir schwer zu laufen. So gab ich meinem Bedürfnis zu gehen nach und genoss die Aussicht von der Brücke auf Mumbai.

An jeder Wasserstelle nahm ich Wasser und erfreute mich an dem lauwarmen Nass.

Nach der Brücke war die Streckenführung dieselbe wie auf dem Hinweg, nur gaben die Häuser jetzt keinen Schatten mehr, da die Sonne im Zenit stand.

Ich ging immer noch und erwartete jederzeit Hiren oder Andrea, die mich längst hätten überholen müssen, aber es kam keiner. Bei km 30 fiel ich wieder langsam in meinen Indianertrab, wobei die Gehphasen wesentlich länger ausfielen, als die Laufphasen. Nach einer langen Steigung erwarteten mich dann wieder Madhu und ihr Mann, und ich bekam eine kühle Flasche Wasser und eine Banane. Oberlecker!

Auf den letzten 7 km habe ich mir dann noch mit einem Inder ein abwechslungsreiches Katz- und Mausspiel gegönnt. Er war genau so kaputt wie ich und wollte noch unter 05.30 ins Ziel kommen. Er schien sehr bekannt zu sein, da er von allen Seiten lautstark begrüßt wurde. Er kannte auch den 100 Marathon Club und erklärte den anderen, was für ein Club wir sind. Er hat das Ziel auch geschafft, da er zum Schluss noch mal Kräfte initiieren konnte und mir leider weglief.

Als ich ins Ziel kam, stand Rosi da und wartete, was ich total schön fand. Kurz nach mir kamen Hiren und Andrea und dann auch Karl Heinz und Arwed glücklich ins Ziel.

Ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis.

Danke Hiren, für die Idee uns alle an diesem Marathon teilnehmen zu können!

10.2.11 22:52
 
Letzte Einträge: MM/U # 730 (22) – U # 140 – Hamburg – 26. Billerhuder Insel Marathon am 17.04.2017



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung