Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



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M/U # 151 – U # 20 – Iserlohn – 3. Iserlohner Stadtwerke 24 Std.-Lauf am 24./25.04.10 - eig. Ber.

Am Freitagnachmittag bin ich mit meinem Mann Rolf nach Iserlohn gefahren. Wir hatten ein Hotel übers Internet gebucht, und ich war angenehm übers nette Ambiente überrascht, da der Internetauftritt eher eine kühle, tagungshotelmäßige Atmosphäre erahnen ließ. Nach der Ankunft sind wir gleich ins Hotelrestaurant gegangen und haben dort ein vorzügliches Essen erhalten. Wirklich ein kleiner Geheimtipp.

Iserlohn hat mich allerdings insgesamt enttäuscht. Die beschriebene Altstadt war nicht wirklich sehenswert, und die riesige Fußgängerzone hatte zwar wunderschön renovierte alte Häuser aus den verschiedensten Epochen, aber insgesamt war die Atmosphäre nicht einladend.

Am Samstagmorgen habe ich, entgegen meiner Gewohnheit, ausgesprochen viel gefrühstückt, da das Frühstücksbuffet einfach zu appetitlich angerichtet war. Um 10 Uhr bin ich Richtung Startplatz gegangen, um mir meine Unterlagen zu holen. Hier habe ich Christian und Purna getroffen, und meine Nervosität legte sich ein wenig beim Anblick der mir vertrauten Menschen.

Anschließend habe ich mir mit Christel Kunze einen Raum gesucht, wo wir unsere beiden Schlafsäcke so großflächig ausgebreitet haben, dass wir alleine bleiben konnten und damit eine schöne ruhige Rückzugsmöglichkeit für die Nacht hatten. Etwas störend war in der Nacht, dass der Bewegungsmelder bei jeder Bewegung anging, aber für die kurzen Ruhepausen konnte ich damit leben.

Um 12 Uhr war Start. Mit Christian an der Seite wurde ich von ihm über die bevorstehende „Berge“ informiert und aufgeklärt, ab wann es am günstigsten ist, in den Gehmodus zu schalten, um die Kräfte für 24 Stunden zu behalten. Diese Tipps waren sehr hilfreich und haben definitiv zum Erfolg beigetragen.

Ich hatte kein bestimmtes Ziel: Drei Marathons sollten es auf jeden Fall werden, Spaß und Entspannung sollten obere Priorität haben.

So genoss ich bereits nach zwei Stunden eine wohltuende Massage, da mich das leere Physiotherapiezelt magisch anzog. Damit war mein Ziel, den ersten Marathon unter 6 Stunden zu laufen, dahin, aber ich war gut durchgeknetet und konnte gut gelaunt wieder auf die Strecke gehen.

Ich genoss das traumhafte Wetter und die skurrile Landschaft. Mitten aus dem Seilersee ragte die Autobahn auf riesigen Pfeilern und ich bin mir bis zum Schluss nicht klar geworden, ob das als Verschandelung oder als „Kunst im See“ interpretieren sollte.

Gehässigerweise hatte sich nun ein Eiswagen an die Strecke gestellt, und nach vier Stunden konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und „musste“ erst einmal ein Päuschen mit zwei Kugeln Eis machen, während ich die vorbeihetzenden Läufer beobachtete.

Beim Weiterlaufen sah ich, wie das Technische Hilfswerk so nach und nach die Lampen für die Nacht aufbauten. Die THW-Helfer haben Stunden benötigt und waren mit viel Engagement dabei. Wir hatten es richtig schön hell in der Nacht, und diese Beleuchtung gab dem ganzen Lauf noch eine ganz besondere Stimmung.

So langsam machte ich mir Gedanken, wie wohl der Schluss nach 24 Stunden abgepfiffen werden würde, und ich wollte gerade die Läuferin neben mir fragen, als ich ein lautes Tuten hörte und auf einen Schlag alle 6-Stunden-Läufer stehen blieben.

Anschließend sah ich, dass der Streckenvermesser mit seiner Assistentin und mit Bernd Nuß bei jedem einzelnen Läufer die individuelle Kilometer-Marke dokumentierte.

Um Mitternacht wiederholte sich die Prozedur für die 12-Stunden-Läufer.

Inzwischen hatte ich meinen zweiten Marathon geschafft und gegen 1.30 Uhr war ich so müde, dass ich mich für 20 min in meinen Schlafsack verkrümelt habe. Danach habe ich am hervorragend ausgestatteten Verpflegungsstand einen heißen Kaffee bekommen, mich mit leckeren Weintrauben und Weingummis versorgt und wollte die nächsten 3 Stunden bis zum Sonnenaufgang gehen. Es ergab sich aber, dass ich Christian, Purna und Martin Rolfes traf, die zufällig auch gerade in den Gehmodus geschaltet hatten, und so sind wir zu viert die nächsten Stunden durch die Dunkelheit gegangen.

Um 5 Uhr versuchte ich mit meinem Indianertrab wieder ein bisschen schneller zu werden, und nach 2 Runden hatte sich unsere kleine Gruppe durch unterschiedlichste Bedürfnisse zerstreut.

Um 9 Uhr hatte ich meinen dritten Marathon zusammen, und nun konnte ich dem Rest der Zeit gelassen entgegen sehen. So bin ich völlig entspannt gelaufen, bis ich wieder auf Christian traf. Den Rest der Zeit, bis auf die letzte Runde, sind wir zusammen marschiert.

In der letzten Runde hat Christian noch mal richtig schön aufgedreht, da er in den 16 verblieben Minuten noch mal ganz rum wollte. Mir reichten 200 Meter, da ich dann laut EDV-Anzeige über 145 km war, und so bin ich nur bis zum Stadionausgang gegangen.

Um 12 Uhr kam das mir schon bekannte Schlusssignal, und ich habe entspannt auf einer Bank sitzend auf den Streckenvermesser gewartet.

Um 13.30 Uhr begann die Siegerehrung, die von einer Aufführung der örtlichen Chearleaders eingeleitet wurde. Das war ein netter Anblick.

Nach dem Lauf sind Rolf und ich zum Kaffeetrinken ins Hotel Vier Jahreszeiten gegangen, welches eine herrliche Terrasse mit Blick auf den See hatte. Hier haben wir eine einheimische Dame nach Sehenswürdigkeiten befragt. Sie empfahl uns für abends das Lokal Ziener’s Castell, was sehr gut war und für einen angenehmen Ausklang des Abends sorgte. Außerdem empfahl sie uns einen Spaziergang zum Danzturm und einen Besuch in der Konditorei Spetsmann, was wir beides am Montag gemacht haben. In der Konditorei haben wir noch ganz viel Leckereien gekauft und sind nach einer Stärkung bei oberleckeren Kuchen nach Hause gefahren.

Fazit: ein wunderschöner Lauf, den ich unbedingt wiederholen möchte. Ein großes Lob an Bernd Nuß und Stefan Weigelt für eine wirklich gelungene Veranstaltung.

20.5.10 18:37
 
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