Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
  Startseite
    Allgemeines
    Eigene Berichte
    Ergebnisse
    Presseartikel
  Über...
  Archiv
  Kontakt
  Abonnieren
 

Freunde
   
    hottas

    praxis-hottas
   
    teichwiesenfriends

   
    teichwiesen

    - mehr Freunde

Links
  DUV
  Arztpraxis von Christian Hottas
  FEM - Teichwiesen Marathons
  FEM - Lost Places Marathons
  Teichwiesen-Friends On Tour


http://myblog.de/squiddy

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
M/U # 78 - U # 10 - Kiel -> Brunsbüttel - 5. Nord-Ostsee-Kanal-Lauf am 13.06.2009 - eigener Bericht

Wieder einmal war frühes Aufstehen angesagt. Um 7 Uhr wollten wir in Kiel-Holtenau zum Nord-Ostsee-Kanal-Lauf sein. Wir, das waren Christian Hottas und Ole Sporleder, die ich frühmorgens mit dem Auto abgeholt hatte, um nach Kiel zu fahren, und ich.

Wir kamen pünktlich an, konnten uns aus einer nahegelegenen Bäckerei sogar noch Kaffee und süße Leckereien erstehen und hatten noch genug Zeit, um uns in Ruhe auf den Lauf einzustimmen.

Der Lauf war als Gruppenlauf gedacht, was bei mir etwas Lampenfieber auslöste, da ich mir eine Strecke von 108 Kilometer, in einer Gruppe laufend, schwer vorstellen konnte. Ich vertraute aber auf die Erfahrung von Veranstalter Karl-Heinz Jost und wurde nicht enttäuscht.

Das Wetter war herrlich und blieb auch bis zum Ende so, zum Abend wurde es sogar noch mal richtig schön warm.

Die Strecke war sehr schön und führte bis auf 2-3 Ausnahmen immer am Kanal entlang. Alle paar Kilometer gab es eine Verpflegungspause mit einem vielfältigen Buffet, das von den vielen Helfern jedes Mal wieder ab- und am nächsten Punkt wieder aufgebaut werden musste. Das war bestimmt ein sehr anstrengender Job. Jedenfalls habe ich die Helfer nicht um diese Tätigkeit beneidet. Da bin ich doch lieber gelaufen.

Beeindruckt hat mich das Bürgermeisteraufkommen auf der Strecke: Vor dem Start hat uns der Bürgermeister von Kiel begrüßt; nach Erreichen der Marathondistanz empfing uns der Bürgermeister in Rendsburg; und mitten in der Nacht hat uns auch noch der Bürgermeister von Brunsbüttel erwartet und uns öffentlich von der Festbühne aus, auf einem Volksfest, begrüßt.

Der Lauf wurde von einem Zug- bzw. Bremsläufer und einem Endläufer bestimmt. Als Zug- bzw. Bremsläufer hatten Rosi von Kocemba und Hartmut Feldmann einen harten Job. Es war bestimmt schwer, permanent ein gleichmäßiges und doch relativ langsames Tempo zu halten, was beide jedoch ausgezeichnet hinbekamen. Sie liefen gerade am Anfang so schonend, dass wirklich fast alle die ganze Strecke laufend durchhalten konnten und im Ziel ankamen.

Endläufer war die ganze Zeit Ole Sporleder, der anfangs für sich selber lief, aber mit der Zeit gut damit zu tun hatte, die langsamen Läufer zu motivieren, etwas schneller zu laufen und später einen undankbaren Job hatte, da er immer wieder nach vorne zur Spitze laufen und ermahnen musste, dass ein wenig Tempo rausgenommen werden musste. Dies hat er mit viel Einfühlungsvermögen und Diplomatie hinbekommen. Als eher langsamer Läufer bedanke ich mich herzlich für das Engagement.

Leider hat das Gruppenlaufen dann doch nicht bis ganz zum Schluss geklappt, da das Leistungsniveau doch zu sehr auseinander fiel. Zwischen dem 65. und 84. Kilometer waren wir eine kleine Gruppe von fünf Läufern, die das Schlusslicht bildeten, und wir waren sicher, dass wir noch im Zeitlimit plus Toleranz im Ziel ankommen würden.

Dies war den Schnellen aber dann doch zu langsam. So gab es von Karl-Heinz Jost die Ansage, dass alle ein Minimaltempo von 8 min/km laufen müssten. Ansonsten würde er davon Gebrauch machen, dass er die langsamsten Teilnehmer mit dem Auto ein paar Kilometer bis zum nächsten oder übernächsten Verpflegungspunkt fahren würde.

Diese Drohung weckte in allen von uns wieder Kampfgeist, denn niemand wollte sich mit dem Auto fahren lassen. Der Nachteil war nur, dass wir jetzt nicht mehr als Gruppe liefen, sondern jeder für sich kämpfte.

Auch wenn man mir es auf den ersten Blick nicht zutraut: Selbst nach ca. 84 Kilometern konnte ich noch ganz schön schnell laufen. So haben Christian und ich, wie schon beim Grand Union Canal Race, auf den letzten 20 km einen Endspurt hingelegt, der es in sich hatte, und der machte diesmal richtig Spaß. Mit diesem Tempo war auch Karl-Heinz zufrieden, und wir mussten nicht ins Auto.

Am letzten Verpflegungspunkt haben sich dann alle versammelt, und gemeinsam gingen wir dann die letzten 3 Kilometer bis zum Ziel. Dort wurden wir sehr nett vom Bürgermeister empfangen, der uns auf dem gerade stattfinden Volksfest präsentierte und uns eine Kiste Bier ausgab.

Anschließend ging es zur Turnhalle, alle haben geduscht, und anschließend gab es noch eine schöne Siegesfeier mit persönlicher Überreichung der Pokale. Diese war total lieb gestaltet, da jeder Teilnehmer mit ein paar netten Worten von Karl-Heinz bedacht wurde. Allerdings stand der Uhrzeiger bei Ende auf 02.08 Uhr, und ich war dann doch froh, als der Tag zu Ende war. Nun wurden Ole, Christian und ich von Anne Jost (Karl-Heinz’ Frau) nach Kiel gefahren, und danach sind wir noch nach Hamburg gedüst. Zum Glück waren die Männer gleich im Tiefschlaf, so dass ich unbemerkt ein wenig auf Gaspedal drücken konnte. Um 05:00 Uhr bin ich endlich zu Hause und glücklich und zufrieden ins Bett gefallen.

Fazit: Gruppenlaufen ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Auf jeden Fall war es ein schöner Lauf.

30.6.09 19:48
 
Letzte Einträge: MM/U # 730 (22) – U # 140 – Hamburg – 26. Billerhuder Insel Marathon am 17.04.2017



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung