Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



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Marathon als Breitensport - Alster-Anzeiger vom 30. Oktober 2008

Marathon als Breitensport

Christine Schröder läuft und läuft und läuft...

(mo)  Christine Schroeder sitzt an einem Tisch im hinteren Bereich, als ich die Eisdiele betrete. Ich blicke mich um auf der Suche nach einer Ausnahmeathletin mit stählernen Waden und dem Siegeswillen in den Augen. Doch mein Blick wird gefangen von den wachen Augen einer mittelgroßen, durchschnittlich gebauten Frau mit breitem Lächeln. Leistungssportlerin? Marathonläuferin? Ja und nein. Im Zeitraum vom 29. April 2007 bis 22. Oktober 2008 ist diese alles andere als gewöhnliche Frau 30 Marathons gelaufen. Sie lächelt bescheiden und zuckt mit den Schultern: „Das ist nun wirklich nichts Besonderes, ich laufe halt ganz langsam. Es spielt sich eh alles nur im Kopf ab, dann ist es egal, ob 10, 20 oder 42,2 km.“ Lob lehnt die 49jährige höflich ab, sie sieht sich selbst nicht als etwas Besonderes, sondern sie „läuft halt gern lange Strecken“.

Christine Schroeder lächelt auch noch nach 42,2 Kilometern - "es spielt sich eh alles im Kopf ab, egal ob 10, 20 oder 42,2 km" 

Angefangen hat alles vor knapp vier Jahren, als sie in ein Fitness-Studio eingetreten war. Da die Cross-Trainer ständig besetzt waren, stieg sie um auf Laufbänder. Dies bereitet ihr so viel Vergnügen, dass es bald mit ihrer großen Schwester Gabriele auf die Straße ging. „Sie läuft schon sehr lange“, erklärt Christine Schroeder, „aber früher hat mich das nie animiert.“ Diesmal allerdings leckt die kleine Schwester Blut. Im Sommer 2006 entschied sie sich, drei Paar Laufschuhe zu erstehen und einen Trainingsplan aus dem Internet herunterzuladen, um für den Conergy Marathon im April 2008 in Hamburg zu trainieren. „Normalerweise braucht man als so ein „Gar-Nicht-Sportler“ mindestens ein bis zwei Jahre Vorbereitung“, gesteht Christine Schroeder, „aber ich hab mich eisern an den Plan gehalten und es in einem Dreivierteljahr durchgezogen.“ Die Regeln waren einfach: Langstrecken und Tempotraining im Wechsel mit Krafttrainingeinheiten, dazu gesunde und ausgewogene Kost mit viel Fisch, Eiweiß, Gemüse und Obst. Auf die Frage, welche Nahrungsergänzungsmittel sie empfehlen würde, um nicht zu viel abzunehmen, lacht sie herzhaft los. „Was meinen Sie“, lautet ihre Gegenfrage, „meine tägliche Kaffee- und Schokoladenration? Nein, ich nehme gar nichts, im Gegenteil, am Anfang meines Trainings habe ich mich so fleißig belohnt, dass ich glatt 4 kg zugenommen hatte.“

 

Die ersten 10 Kilometer sind zum Warmwerden.

Für Christine Schroeder ist das Laufen kein Leistungssport, sondern ihr persönlicher Weg zu totalem Wohlbefinden und körperlicher Zufriendenheit. Deshalb ist ihr Ziel auch nicht möglichst schnell, sondern möglichst viel zu laufen. „Früher habe ich als Krankenschwester im Schichtdienst gearbeitet, jetzt bin ich als Arbeitsvermittlerin tätig. Da lassen sich zwei mehrstündige Laufeinheiten pro Woche natürlich viel besser vereinbaren“, berichtet sie und zwinkert, „nur mein Mann Rolf ist nicht immer so begeistert, wenn ich so viel laufen gehe.“ Ihre Lieblingsstrecke führt die Saselerin an der Alster entlang, vorbei an der Mellingburger Schleuse bis zum Duvenstedter Brook. „Die Strecke hat mit rund 23 km eine perfekte Trainingsdistanz“, erzählt Christine Schroeder, „sie ist ruhig, nur wenig Leute und außerdem ist da diese leckere Eisdiele...“ Sie ist eine echte Genussläuferin, wie sie selbst von sich sagt und läuft zweimal die Woche die 42,2 km, meist im Rahmen der regelmäßig angebotenen Marathons an den Teichwiesen oder bei anderen Laufevents im Großraum Hamburg/Schleswig-Holstein. „Jeder kann Marathon laufen, wenn’s ihm Spaß macht, es gibt so viele Veranstaltungen hier im Norden an denen man teilnehmen kann und die Zeitmessungen gehen bis zu sieben Stunden, da kann man ganz gemütlich auch Geh- oder Trinkpausen unterwegs einlegen“, empfiehlt sie und fährt fort, „es ist sowieso interessant zu sehen, was für Leute Marathon laufen. Die meisten sind gar nicht so die jung-dynamischen Sportlertypen, sondern ganz normale Leute wie Sie und ich.“ Ob sie eine feste Laufclique hat, will ich wissen, doch sie verneint: „Am Anfang hab ich mir auch mal verschiedene Laufgruppen hier im Alstertal angeschaut und auch wenn es nett ist, war es doch immer schwierig, Termine zu finden und einzuhalten. Deshalb laufe ich mittlerweile am Liebsten allein.“

Ihre weiteren persönlichen Ziele sind klar: Olympiaden wird es für sie nicht geben. Ende November wird sie zwei Tage hintereinander in Ellerdorf an den Start gehen. Am ersten Tag mit einem 45 bzw. 60 km Ultramarathon und am zweiten mit einem 6-Stunden-Lauf. Irgendwann im nächsten Jahr hofft sie dann ihren 100. Marathon zu laufen und ihr persönlicher Olymp soll der New York Marathon 2010 werden. „Denn wann hat man schon die Gelegenheit, an seinem Geburtstag in New York zu laufen“, freut sich Christine Schroeder.

Empfehlung: Jeder, der für sich überlegt, mit dem Laufen anzufangen, sollte sich vorher sportärztlich durchchecken lassen.

Quelle: Alster-Anzeiger, Nachrichtenblatt für Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel, Bergstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt, Verlag Alster-Anzeiger H.-J. Schleicher, Ausgabe vom 30. Oktober 2008, Seite 1 und 4

30.10.08 22:18
 
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