Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
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M/U # 774 (66) – M # 623 – Hamburg – 5. OxPark / AK Ochsenzoll Marathon am 26.12.2017

6:41:57 h - 13. Ges. - 4. Frau - 1. W55  4 - 7 °C, wolkig, ab und zu Regenschauer, zum Nachmittag sonnig, blauer Himmel – Es trafen sich 15 Voranmelder, um an diesem Weihnachtstag 42,195 Km zu laufen. Das Wetter hätte wirklich schöner sein können, zur großen Motivation trug es nicht bei. Dafür aber die Läufer, die alle völlig entspannt und voller Tatendrang über die Strecke liefen. Es mussten 30 Runden absolviert werden und ich lief anfangs mit Andreas, später mit René und Martin und wie immer die letzten Runden mit Christian. Zum Abend hin hatten wir, wie schon in den letzten Jahren, eine wunderschöne Sonnenuntergangsstimmung – netter kalorienabbauender Lauf am 2. Weihnachtsfeiertag

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82920/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1858906837455872.1073742526.100000097220437&type=3

31.12.17 17:42


M/U # 773 (65) – M # 622 – Hamburg (Teichwiesen) – Dame Peggy Ashcroft DBE Marathon am 22.12.2017

6:25:32 h - 4. Ges. - 2. Frau - 1. W55  6 - 4 °C, leicht diesig, schöne Herbst-/Winterstimmung – Freitags ist ja nach wie vor nicht mein Lauftag, da der Körper nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich nur noch ins Bett will. Aber da ich unbedingt 5 Läufe in der Weihnachtsserie haben wollte, blieb keine andere Alternative. Überraschenderweise kam Gabriele für die ersten 6 Runden vorbei und die Runden rasten beim Klönen einfach vorbei. Außerdem lernte ich Claudia K. und Kuno K. kennen, die das erste Mal an den Teichwiesen waren. In der 8. Runde nahm ich dann mal ein wenig Fahrt auf, um Christian zu überrunden mit dem Plan mit ihm den Rest des Laufes entspannt zu Ende zu gehen. Zu meiner Überraschung hatte Claudia W. dieselbe Idee. Nach einer halben gemeinsamen Runde rechnete ich mir aus, dass ich zumindest Christian bei Beschleunigung noch einmal überrunden könnte und spurtete los. Am Ende meiner 15. Runde konnte ich dann beide ent- bzw. überrunden und genoss die letzte Runde langsam mit Christian.  – ein sehr angenehmer Lauf mit viel Abwechslung.

Dame Peggy Ashcroft DBE, eigentlich Edith Margaretz Emily Ashcroft, britische Schauspielerin, * 22. 12. 1907 London, † 14. 6. 1991 London; Mitglied der Royal Shakespeare Company; bekannteste Leinwandauftritte in A. Hitchcocks „Die 39 Stufen“ (1935) und J. Schlesingers „Sunday Bloody Sunday“ (1971). Für ihre Rolle in David Leans „Reise nach Indien“ gewann sie 1985 den Oscar als Beste Nebendarstellerin und war zu dem Zeitpunkt mit 77 Jahren die älteste Schauspielerin, die diese Auszeichnung erhielt.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82860/results?lang=de#0_0D6FAD

24.12.17 10:48


M/U # 772 (64) – M # 621 – Hamburg (Teichwiesen) – Gigliola Cinquetti Marathon am 20.12.2017

6:22:32 h - 2. Ges. - 1. Frau - 1. W55  7 - 5 °C, diesig, nass, Nieselregen – Nach der Arbeit in Ruhe umgezogen und entspannt zu den Teichwiesen gefahren. Wir waren zu viert. Tammo lief in seinem Tempo auf und davon und Christian und Meinulf gönnten sich einen entspannten Regenerationslauf. So blieb mir das Mittelfeld und ich gönnte mir einen Lauf mit Musik in den Ohren, wobei ich zweimal pausierte, als ich die beiden Männer überundete. Zum Schluss kam noch ein andauernder Nieselregen, der aber irgendwie nicht weiter störte. – schöner, unauffälliger Nachttrainingslauf

Giola Cinquetti, italienische Sängerin, * 20. 12. 1947 Verona; sie nahm zwölfmal am Sanremo-Festival teil, wobei sie zweimal gewann, neunmal am Wettbewerb Canzonissima, den sie einmal gewann, dreimal an Un disco per l’estate sowie zweimal am Eurovision Song Contest, den sie 1964 als erste italienische Teilnehmerin gewann.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82839/results?lang=de#0_0D6FAD

24.12.17 10:36


M/U # 771 (63) – U # 151 – Hamburg (Teichwiesen) – 6. Sunrise to Sunset Ultramarathon am 17.12.2017

46,494 Km: 7:21:44 h - 37. Ges. - 12. Frau - 2. W55  0 - 5 °C, sonnig – 47 Teilnehmer an den Teichwiesen: die Anwohner waren nicht allzu begeistert, dass wir mit so vielen Leuten am Samstag um 8 Uhr auftauchten. Um 08:32 Uhr zum Sonnenaufgang ging es los und wir hatten 7,5  Stunden Zeit bis zum Sonnenuntergang um 16:32 Uhr. So wollte ich es gemütlich angehen lassen, wurde aber von Andreas in den ersten beiden Runden ganz schön gezogen. Da ich nach wie vor fror, musste ich zum Auto, mir noch zwei Schichten anziehen, danach fühlte ich mich wohl. Nach 10 Runden traf ich auf Helmut B. und wir waren uns schnell einig, dass der heutige Tag zum Ausdauerwandern und nicht zum Laufen gedacht war. Dabei unterhielten wir uns prächtig und die Zeit flog nur so vorbei. Dann mussten wir leider feststellen, dass wir uns in den letzten vier Runden ein wenig sputen mussten, damit Helmut seine 17 Runden noch in der vorgeschriebenen Zeit schaffen würde. Aber wir fanden rasch eine Strategie, die das Problem schnell löste. Obwohl die Sonne schien und das Wetter leidlich zu ertragen war, war dieser Lauf durch die Kälte schwierig gewesen. Ich hörte einige erschöpfte Stimmen. Nach dem Finish erhielt jeder bei der Siegerehrung seine Medaille , welches ein schöner, aber kältezehrender Abschluss war. – immer wieder ein schöner Ultra am kürzesten Tag des Jahres.

Start: um 08.32 Uhr (Sonnenaufgang) am Großen Teich (also ohne Auftaktstück!)

Zielschluss: um 16.02 Uhr (Sonnenuntergang), also nach genau 7.30 Stunden an derselben Stelle

Gelaufen wird in der „klassischen“ Richtung, also im Gegenuhrzeigersinn. Gewertet werden nur vollständig im Zeitrahmen beendete Runden! 

Außerdem werden nur solche Läufer gewertet, die bis zur letzten möglichen (vollen) Runde mitlaufen! Vorzeitiges Beenden des Laufes bzw. Verlassen der Strecke wird als Laufabbruch / Aufgabe und damit als "DNF" betrachtet, womit der/die Läufer/in aus der Wertung genommen wird (und der Lauf gemäß Zählordnung des 100MC nicht mehr zählbar ist)!

Die Wertung erfolgt dabei primär nach zurückgelegter Distanz, bei Rundengleichheit dann nach Zeit.

Veranstalter: Fun & Erlebnis Marathons, Christian Hottas, 22393 Hamburg 

Strecke: Hamburg-Volksdorf, Naturschutzgebiet um die Teichwiesen: Naturwege, leicht wellig, Rundenlänge 2,583 km. 

Für einen zählbaren Ultramarathon müssen also mindestens 17 Runden gelaufen werden!

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

 http://my6.raceresult.com/78754/results?lang=de#1_DA643B

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900169499997545.1073741974.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1849968851683004.1073742522.100000097220437&type=3

23.12.17 14:33


M/U # 770 (62) – U # 150 – Hamburg (Teichwiesen) – 2. Thorsten Themm Ultramarathon am 09.12.2017

45 Km: 6:33:57 h - 13. Ges. - 4. Frau - 1. W55  5 - 2 °C, sonnig, später Schneeregen – Heute waren ganz viele zu Thorsten Themm's Geburtstagsultra gekommen. Sogar ein paar Neulinge wagten sich an die Teichwiesen. So kam ich nach dem Start gleich in den Genuss Gholam kennen zu lernen, mit dem ich die ersten Runden lief. Es mussten insgesamt 17 Runden mit einem Auftaktstück über 1,1 Km gelaufen werden. Zum Glück war das Wetter, entgegen der Vorhersagen, traumhaft schön, so dass ich nach der 10. Runde eines meiner sieben Thermoshirts ausziehen musste. Nachdem Gholam am VP eine längere Pause einlegte, stob ich alleine davon. In der 8. Runde wurde ich von Nils Bunge überrascht, der mich vor seinem Lauf in Duvenstedt besuchte. Wir liefen zwei sehr schnelle Runden zusammen und hatten viel Spaß. Danach ließ ich es wieder etwas ruhiger angehen und machte, wie schon in der ersten Runde, eine Fotorunde, da das Licht einfach nur zu schön war. So langsam trudelte ein Finisher nach dem anderen ein und erhielt von Christian, der heute den VP machte, die erkämpfte Medaille. Besonders Klaus, auch ein Newcomer, musste in den letzten Runden richtig kämpfen und war über das Ende richtig froh. Leider setzte sich in den letzten Runden das angekündigte schlechte Wetter durch und die Letzten durften noch gut eine Stunde im Regen verbringen. Christian hatte sich sein Auto runtergefahren und hatte es dadurch einigermaßen trocken. Cornelia und Siggi waren knapp 1Runde vor mir im Ziel, so dass ich die Teichwiesen eine Runde ganz für mich hatte. – wunderschöner Geburtstagsultra am Samstagmorgen.

Thorsten Themm, deutscher Ultramarathonläufer, * 9. 12. 1972, 2002-2005 Vorstandsmitglied des 100 Marathon Club Deutschland; Teichwiesen Friend; zusammen mit Ehefrau Nicole langjährig Veranstalter der sehr beliebten Ultramarathons in Ellerdorf. Lief am 12.11.2017 seinen 500. M/U (260 M + 240 U).

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/86111/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900159266665235.1073741973.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1840100282669861.1073742519.100000097220437&type=3

23.12.17 14:17


M/U # 769 (61) – U # 149 – Oslo (NOR) – Bislett 24 h Indoor Challenge am 24.11 + 25.11.2017

24 h: 155,941 Km - 58. Ges., 15. Frau, 2. W55 indoor: 20 °C, outdoor -1 °C, überfrorener Boden, blauer Himmel Am Freitag um 10 Uhr von HH- nach Oslo geflogen. Vorher mit Dorota Hinz und Gaby Eisele im Flughafenterminal getroffen. Mit Sitzplatz 30A einen schönen Fensterplatz ergattert und einen angenehmen, kurzen Flug gehabt. In Oslo erstmal Geld getauscht und dann mit dem (normalen) Zug zum Nationaltheater gefahren, von wo es nur noch ca. 600m zu unserem Hotel Coch`s Pensionat waren. Kurz eingecheckt und dann bei dieser strahlenden Sonne gleich zum Vigeland-Park gefahren und wieder die wunderbaren Statuen bewundert.  Anschließend mit der Straßenbahn 12 zum Rathaus gefahren und noch genau 9 min. Zeit gehabt, sich das Rathaus von innen u. a. mit dem Saal der Verleihung des Friedensnobelpreises, anzuschauen. Einfach traumhaft. Das waren lohnende 9 Minuten. Danach in einem Souvenirladen nach einigem Zögern eine blaue Daunenjacke gekauft, die am heutigen Black Friday billiger war.  Mit der Mehrwertsteuererstattung, die am Flughafen noch ausgezahlt wurde, war es ein richtiges Schnäppchen. Danach zum Meer und an der Festung entlang zur Oper gegangen. Man musste ganz doll aufpassen, dass man nicht auf den gefrorenen Pfützen ausruschte. Der Weg zur Oper war lang und kalt, aber lohnenswert. Aufgrund einer geschlossenen Gesellschaft konnten wir nur das Dach der Oper besteigen, welches vollkommen zu Fuß zu erkunden war und mit einem herrlichen Blick über das Meer beeindruckte. Anschließend im Hauptbahnhof ein wenig aufgewärmt und mit der Straßenbahn 12 zurück zum Hotel. Nach einem netten Picknick-Abendbrot im Zimmer früh zu Bett gegangen. 

Am nächsten Tag um 7 Uhr  aufgestanden, Brötchen geholt, gefrühstückt und um 9 Uhr zum Stadion gegangen, welches nur 600m vom Hotel entfernt war. Nachdem wir Olav und Marit begrüßt hatten, bauten wir das "Lager" in Ruhe auf und waren pünktlich um 10 Uhr startbereit. Die Musik war laut und gut und ich drehte im Takt Runde um Runde (546m). Eine Zeitlang fragte ich mich schon, warum ich eigentlich hier war, wollte aber nun mit einem Marathon wenigstens einen Zähler nach Hause bringen. Von 69 Frauen lag ich an 47. Stelle und den von sieben W55 lag ich an 6. Stelle. Den Marathon hatte ich in 5:50 h und ich beschloss zumindest 2 Marathons in 12 Stunden zu schaffen, was mir mit regelmäßigen Gehrunden auch entspannt gelang. Die Musik war weiterhin gut und laut und ich war inzwischen auf Platz 41 gerutscht. Allerdings immer noch auf Platz 6 in der AK. Mein nächstes Ziel waren die 100 Km, welches ich nach 15,5 h erreichte. Ich hatte schon früh Muskelkrämpfe, warum auch immer, und steuerte mit Cola und Paprikachips gegen. Von den anderen Essensangeboten hatte ich bisher keinen Gebrauch gemacht. Um 22 Uhr gab es allerdings Eis. Eins staubte ich schon vor der Wende ab und zwei aß ich genüßlich danach. Nun hatten wir den zweiten Richtungswechsel und ich fing langsam an hochzurechnen, was als Endergebnis rauskommen könnte. Nach 20 h hatte ich die 130Km, die erforderlich waren, um eine Medaille zu erlangen. Jetzt war Entspannung angesagt. Kurze Pause im Sitzen mit einer leckeren Graupensuppe. Doris erstaunte mich: obwohl sie vorher total negativ gepolt war, war sie viel auf der Bahn und schien die 130Km erreichen zu wollen, was sie dann souverän auch super hinbekommen hat. Auch Christian gab alles und war unermüdlich und relativ rasant auf der Bahn. So langsam fing ich an, meine Umgebung wahrzunehmen. Von den 156 Startern waren nicht mehr viele auf der Bahn. Immer wieder hatte ich in der Nacht beobachtet, dass Teilnehmer mit ihren Betreuern nach Hause gingen. Inzwischen lieferten die ersten 10 Frauen und Männer ein spannendes Rennen. Da wollten wohl einige irgendwelche Rekorde knacken. Der Norwegische Hallen-Bahn-Rekord wurde dann auch geschlagen. Ich klettere auf den 25. Frauenplatz und auf den 2. W55. Nun erwachte mein Kampfgeist und ich machte meine "Konkurrentin" Sol-Britt schnell aus. Wir kamen ins Klönen und liefen ein paar Runden zusammen. Wir puschten uns gegenseitig zu einem zweistündigem Endspurt, so dass sie ihren Traum über 100Meilen und ich mein Ziel über 150km zu kommen, mit viel Spaß erreichten. Sol-Britt war hinterher überglücklich und hat sich sehr bedankt. Sie meinte, dass sie ohne den "Konkurrenzdruck" das Ziel nicht erreicht hätte. In der letzten Stunde wurde der Moderator durch Stig, dem Vorvorjahresmoderator abgelöst, mit dem ich vor zwei Jahren schon so einen Spaß hatte und der mich jetzt auch wieder mit seinem Lächeln voll motivierte. Und dann kam endlich der Schlussgong und die 24h waren vorbei.  –  Ein superschöner, toll organisierter Lauf. Unbedingt empfehlenswert. 

Link zur Ergebnisliste:

https://bloccontent.blob.core.windows.net/files/200000195/1813/2017/11/28/63647510152538543524-timers-totalt.pdf

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900147196666442.1073741972.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1826654524014437.1073742516.100000097220437&type=3

Link zur Fotogalerie von Kjell Vigestad / Kondis :

http://www.romerikeultra.no/gallery/album?uid=1100652826&aid=88284

Link zur Fotogalerie von Kondis mit Fotos von Anders Tøsse, Kjell Vigestad Per Inge Østmoen, Bjørn Hytjanstorp. Olav Engen, Hilde Johansen og mange andre. :

http://www.romerikeultra.no/gallery/album?uid=1100652826&aid=88262

23.12.17 14:04


Shanghai (China) – 2017 Shanghai International Marathon am 12.11.2017 - eigener Bericht

18.07.2017

Morgens den Newsletter vom Haspa Marathon Hamburg gelesen und wahrgenommen, dass für den Shanghai International Marathon in der Hamburger Partnerstadt im Rahmen des Städtepartnerschaftprojekts „Hamburg-Shanghai Marathon Brücke“ 10 kostenfreie Startplätze zur Verfügung gestellt werden.

Als Initiator dieses städtepartnerschaftlichen Projekts lud das Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg vor Ort zu einem kulturellen Begleitprogramm ein. Ziel ist das Erkunden der jeweiligen Partnerstadt und die Begegnung mit Läufern aus verschiedenen Kulturen. Unterstützt wird die „Hamburg-Shanghai Marathon-Brücke“ von den Veranstaltern des „Shanghai International Marathon“ und des „Haspa Marathon Hamburg“, sowie dem Hamburg Liaison Office China. Teilnehmen konnte jeder, der den Hauptwohnsitz in Hamburg hat sowie schon mal beim Hamburg Marathon mitgelaufen ist.

Ich war so fasziniert, dass ich mich gleich um 5:45 Uhr per E-Mail beworben habe und zwei Tage später erhielt ich vom Direktor des Konfuzius-Institut Hamburg, Dr. Carsten Krause, eine Zusage für die Teilnahme. Das fand ich nun völlig abgefahren. Gleich in der Mittagspause rannte ich zum Reisebüro „feel china“, welches fußläufig für mich zu erreichen ist, und gab alle erforderlichen Unterlagen ab. Irgendwie hatte ich Angst, dass man mir den Platz wieder entziehen könnte.

Es gab dann noch ein paar Mails von dem sehr neugierig wirkenden Direktor Carsten Krause, so dass ich langsam sehr gespannt auf das erste Treffen mit den 10 Gewinnern war.

 

Das passierte dann am 11.10.2017. Wir wurden erst ins Teehaus in der Feldbrunnenstraße zu einem Infogespräch eingeladen, bekamen ganz viele Unterlagen und einen netten Erinnerungsbeutel vom Konfuzius-Institut ausgehändigt.

Danach lud uns Carsten, inzwischen waren wir Sportler alle zum Du übergegangen, zum Abendbrot ins China Restaurant Suzy Wong im Mittelweg ein. Dieses kannte ich sehr gut, da Suzy Wong eines der Stammrestaurants meines Vaters war.

Mit uns waren auch Jessica Hardtmann und Wolfgang Timm vom Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH eingeladen, denen ein großer Dank gebührt, da sie diese Aktion offiziell mit unterstützen und die als VIP’s nach Shanghai mitreisen dürfen. Sie wollen vor Ort die städtepartnerschaftlichen Kontakte vor Ort festigen.

Der Abend war ausgesprochen nett und Carsten musste ganz viele Fragen beantworten. Das Essen, diesmal typisch chinesisch serviert, war wie schon früher, ausgesprochen köstlich. Nach diesem Abend war ich sehr gespannt auf unseren gemeinsamen „Ausflug“. Die Teilnehmer variieren sehr stark im Alter (23 – 64?) und die Anzahl der gelaufenen Marathons ( 1 - ??), aber es herrschte eine super gemeinsame Grundstimmung.

 

09.11.2017

Um 12:30 Uhr war Treffpunkt an der Rolltreppe im Terminal 2. Entgegen meiner Vermutung waren alle Gewinner und Mitreisenden anwesend. Gemeinsam durch die Sicherheitskontrollen gegangen und am Gate A46 wieder getroffen. Die Zeit bis zum Abflug der LH 0021 nach Frankfurt verging ganz schnell und obwohl wir alle einzeln eingecheckt hatten, kam ich neben Carsten zu sitzen. Die 45 Minuten nach Frankfurt habe ich kaum gemerkt, da wir uns lebhaft in dieser Zeit unterhielten.

In Frankfurt hatten wir fast zwei Stunden Aufenthalt und ich gönnte mir bei Mc Doof ein Mc Flurry mit Smarties und vertrat meine Beine beim Bummeln. Zum Glück war die Strecke zum Flug nach Shanghai (LH 0728) zum Gate Z54 nicht weit, vor allem mussten wir nicht erneut durch die Security gehen. Eine einfache Passkontrolle und man war mit den Formalitäten durch.

Um 17:50 Uhr flog unser Flieger, eine A380-800 mit zwei Stockwerken, pünktlich ab. Ich saß mitten in einer chinesischen Gruppe und fühlte mich etwas deplatziert, aber auch ignoriert. Zum Glück bot das Bordprogramm eine Wahnsinnsauswahl von Spielfilmen an und ich zog mir 4 Spielfilme in den 10:45 Stunden rein. Zwischendurch gab es zwei warme Mahlzeiten, zum Abendbrot Hühnerschenkel mit Kartoffelbrei und leckerem Salat und zum Frühstück Rührei mit Kartoffeln. So langsam stieg bei mir die Aufregung vor der fremden Stadt und ich las in den letzten zwei Stunden des Fluges den Reiseführer über Shanghai durch. Ich war gespannt, welche Sehenswürdigkeiten ich zu sehen bekam.

 

10.11.2017

Um 11:15 Uhr landete der Flieger pünktlich in Shanghai und unsere „Gewinnergruppe“ versammelte sich vor der Grenzkontrolle. Nachdem alle ihr Gepäck und Geld, entweder über Automaten oder am Schalter gegen eine Gebühr von 8 € erhalten hatten, gingen wir zusammen zur Haltestelle des Transrapid, der uns mit 301 Km/Std fast bis in die Innenstadt bringen sollte. Kosten für Hin- und Rückfahrt: 80 REM = 13€. An der Endstation Longyang Road mussten wir in die Metro Nr. 2 umsteigen, die uns bis zu unserer Haltestelle "People‘s Square" brachte. Jetzt hatten wir noch ca. 600 m Fußweg zum Charms Hotel in der Jiujiang Road 619.

Das Einchecken für 9 Leute dauerte doch länger als gedacht, so dass wir uns erst gegen 15:30 Uhr für Sightseeing verabredeten. Inzwischen hatte sich Nils Bunge dazugesellt, der schon einen Tag früher geflogen war. Henrik Rosemeier war eh schon da, da er hier ein Auslandsemester studierte.

Wir trafen uns um 15:30 Uhr vorm Hotel und Carsten hatte kleine Köstlichkeiten für uns besorgt. Es gab Frühlingsrollen, Dumplings (mit Hack und Brühe), und noch zwei andere Leckereien, scharf mit Erdnüssen und Reis.

Als alles verputzt war, fuhren wir mit der Metro Nr. 10 bis Juyuan Garden und genossen die wirklich originelle Einkaufsstraße, die wir bis zur Zizagbrücke am Teehaus Huxin Pavillon entlanggingen. Das Teehaus in der Feldbrunnenstraße in Hamburg ist genau diesem nachgebaut worden. Wir durften eine Stunde in dem Gewusel bummeln und ich sichtete Handtaschen und Mitbringsel, konnte mich aber für nichts entscheiden. Leider hatten der Yu Yuan Garden und der Stadtgotttempel schon geschlossen, aber die Ecke war architektonisch auch so traumhaft anzusehen. Danach gingen wir querfeldein durch die Stadt zu unserem Lokal „Hot Spot“, in dem Carsten zwei Tische für uns reserviert hatte. Auf dem Weg dorthin gingen wir durch die Altstadt und waren schon sehr erstaunt über den Kabelsalat, der an und zwischen den Häusern angebracht war. Aber das Internet funktioniert hier einwandfrei.

Inzwischen war Henrik Rosemeier, unser 11. Teilnehmer, auch dazu gestoßen. Er verbringt gerade ein Auslandssemester in Shanghai und wird mit uns den Marathon laufen. Wir saßen an runden Tischen, wo in der Mitte ein zweigeteilter Topf mit zwei verschiedenen Suppen auf einer Induktionsplatte stand. Daneben lag eine riesengroße Auswahl an Zutaten, die jeder aussuchen und in „seiner“ Suppe garen lassen konnte. Es gab Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte, Entenzungen, Schweinehirn, gestocktes Blut, Frühlingsrollen und viele andere Leckereien. Leider haben einige ihren Nachtisch auch in der salzigen Suppe versenkt, aber der war nicht wirklich als solches zu erkennen gewesen. Als Highlight gab es für jeden Tisch einen Frosch, den man sich zu sechst teilen durfte.

An unserem Tisch verstummte irgendwann die Unterhaltung, da alle nach dem langen Tag und dem vielen Essen ihren toten Punkt erreicht hatten. Gegen 20 Uhr brachen wir zum BUND auf, um die wahrlich herrliche Kulisse der Stadt am Pudongufer zu sehen. Der BUND ist der international bekanntere englische Name der langen Uferpromenade in Shanghai, am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong. Ihr chinesischer Name ist Waitan.

Nachdem wir unser abendliches Fotoshooting mit der atemberaubenden Abendstimmung beendet hatten gingen wir entlang des Flusses weiter zum Blues und Jazz Keller, in dem ab 21 Uhr die Gruppe „Root Walking“ afrikanisch-amerikanische Gedichte in einem wunderbaren Jazz spielte. Carsten hatte alle im Namen des Konfuzius Institut hierzu eingeladen. Ich war so begeistert von der Musik, dass ich mir eine CD der Gruppe mitnehmen musste.

Um 22:15 Uhr brachen wir dann auf zum Hotel und um 23 Uhr lag ich im Bett. Leider konnte ich nicht ganz durchschlafen, da irgendjemand um 2 Uhr anklingelte und ich die Klimaanlage nicht im Griff hatte und wie ein Schneider fror.

11.11.2017

Um 7:30 Uhr von alleine wach geworden und zum Frühstücksraum gegangen. Es wurden überwiegend warme asiatische Speisen angeboten. Als kontinentales Angebot gab es Toastbrot mit einer Sorte Marmelade. Ich hielt mich an Nudeln mit Gemüse und Reis mit Ei.

Um 10 Uhr mit allen zur Marathon-Expo aufgebrochen. Zum Glück kam Micha mit Carstens Hilfe auch noch zu einem Startplatz, seine Anmeldung hatte im Vorfeld nicht geklappt. So sollten alle Gewinner morgen beim Shanghai-Marathon mitlaufen. Mein Expo-Bummel fiel sehr preiswert aus, da alles so teuer wie zu Hause, wenn nicht sogar teurer war. So blieb es bei ein paar roten Socken mit eingesticktem Shanghai.

Auf der Expo trafen wir Jessica und Wolfgang, der hunderte Fotos von unserer Gruppe vorm HH-Stand und dem offiziellen Logo schoss. Ich kam mir schon richtig V.I.P. vor. Als wir wieder draußen waren, schien uns die Sonne herrlich ins Gesicht und ich verteilte die Reste meines Geburtstagskuchens.

Nach der Expo entführte uns Carsten nach Pudong-City, wo wir ein reichhaltiges Essen in einer „Dumpling-Stube“ einnahmen. Wir saßen vor der offenen Küche und es empfahl sich nicht so ganz genau auf die hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung zuzuschauen. Aber entweder war es nicht so schlimm wie es aussah oder alle hatten einen widerstandkräftigen Magen. Keiner klagte auf der Reise über Verstimmungen.

Nach dem Essen holten wir uns im Café de Paris einen „Coffee to go“, der sehr lecker war und ich setzte mich ab, um das französische Viertel noch im Hellen zu erkunden. Die anderen gingen gemeinsam auf den Fernsehturm, um Shanghai von oben zu sehen.

Es machte Spaß alleine durch die Stadt zu fahren. Dank Carstens guter Einweisung war alles auch überhaupt kein Problem. Shanghai ist eine total freundliche, offene und einfache Stadt zum Erkunden.

Ich erschloss mir das französische Viertel in meinem Tempo und stieß immer wieder auf die morgige Marathonstrecke.

Der Fuxing Park hatte mich in seinen Bann gezogen. Ursprünglich wurde der Park während der Ming-Dynastie als Privatanlage angelegt. Später stand der Park dann ausschließlich für die französischen Einwohner der Stadt offen. Die Franzosen sorgten für die klassischen europäischen Elemente, die auch heute noch den Park maßgeblich prägen. Im nordwestlichen Teil des Parks wurde anlässlich des 90. Todestages von Friedrich Engels eine 6,4 Meter hohe Bronzestatuen von Karl Marx und Friedrich Engels errichtet. Außerdem bewunderte ich Vater und Kind beim Drachensteigen und viele andere sportliche Aktivitäten.

In der Nanjing Road fand ich wirklich schöne Geschäfte und bummelte ausgiebig. Die Franzosen hatten Platanen als Straßenbäume gepflanzt, diese beherrschen eindeutig das Bild des Viertels.

Als es dunkel wurde, ging ich langsam ins Hotel und legte mich ohne Abendbrot früh ins Bett.

Der Marathontag:

12.11.2017 – 17 – 21 °C, etwas Smog, anfangs diesig, später blauer Himmel und Sonne.

Um 4:50 Uhr ging mein Wecker und um 5 Uhr das Wecktelefon. Carsten hatte vorsorglich für alle den Hotelwecker bestellt.

Zur vereinbarten Zeit um 6 Uhr war ich in der Lobby, aber keiner war zu sehen. Als ich um 6:15 Uhr immer noch keinen sah, rief ich Carsten an, der mir mitteilte, dass sie gestern Abend beschlossen hatten, sich schon um 5:45 Uhr zu treffen und jetzt schon in der Nähe des Startblocks F stünden. Also schnell auf dem Weg gemacht, dass Hotel lag nur ca. 1 Km vom Start entfernt. Kurze Zeit später fand ich die Gruppe und nach unzähligen Gruppenfotos gingen wir in den Startblock. Ich bekam einen kleinen Schreck, da die 4:30 h-Pacer vor mir standen. Aber das Problem würde sich sicherlich von selber regeln.

Die Zeit bis zum Start verging schnell. Der Moderator begrüßte alle Honoratioren, danach sangen alle die Nationalhymne und schon fiel der Startschuss. 14 Min. später lief ich über die Startmatte und folgte den 4:30 h Pace-Makern. Schon bei Km 2 motivierten mich Jessica und Wolfgang, die am Straßenrand laut „Hummel Hummel“ riefen. Die ersten 5 Km liefen wir entlang der Ninjang Road, dann querfeldein zum französischen Viertel. Hier verließen uns die 10km-Läufer, die fast alle mit ihrem Marathonrucksack gelaufen waren. Danach wurde es ein bisschen ruhiger. Bei Km 13 überraschten uns Wolfgang und Jessica, die wieder ganz laut Hummel Hummel schrien und mich damit richtig motivierten Tempo aufzunehmen. Leider wurde es etwas jetzt schattiger zwischen den Hochhäuser und ich fing leicht an zu frieren. Das blieb so bis Km 18 und änderte sich dann total als wir am Huangpu Fluß entlang liefen. Hier war mir eher zu warm. Inzwischen rächte sich auch mein schnelles Anfangstempo und ich merkte, dass ich meinen Wunsch, eine Zeit um 5 h zu laufen, nicht realisieren würde. Also reduzierte ich das Tempo noch weiter und genoss die Strecke im fremden Land. Der Streckenverlauf führte zickzack durch Shanghai und wir sahen fast alle Sehenswürdigkeiten. Alle 5 Km waren 5 – 10 Dixies aufgebaut, vor denen aber unendlich lange Schlangen standen. Erst bei Km 18 km die Erlösung. Auf der rechten Seite war eine öffentliche Toilette und nur vor den Herren war die Schlange lang. Bei den Damen waren zwei Türen unbesetzt. Danach erleichtert Tempo aufgenommen, um den Halben in 2:30 h zu schaffen. Hat aber knapp nicht gereicht. Vor mir lagen ein paar Pendelstrecken und ich klatschte Nils und Utz beim Vorbeilaufen ab. Inzwischen war es nicht nur warm, sondern vom dunkelblauem Himmel strahlte eine herrliche Sonne, die die Skyline von Pudong wunderbar anstrahlte. Außerdem befand ich mit in einer Gruppe Chinesen, die sich, wie ich, mit einem Trab-Geh-Rhythmus zum Ziel durchschlugen. Ganz viele Läufer_innen hielten an, um mit mir ein Selfie zu schießen. Und ganz viele Andere hoben beim Vorbeilaufen den Daumen nach oben und lächelten mir zu.

Ein paar Wenige waren verkleidet und munterten das Straßenbild auf. Die meisten hatten aber das offizielle orangefarbene Laufshirt vom Haussponser Nike an.

Wir 12 Hamburger fielen durch unser weißes T-Shirt auf, welches uns vom Konfuzius-Institut gesponsert wurde. Es betonte die kulturelle Freundschaft zwischen den Partnerstädten Hamburg und Shanghai.

Bei Km 25 wurde es so richtig anstrengend (durch den Smog?), mir war etwas komisch und ich schloss nicht aus, dass ich kollabieren könnte. So ging ich erstmal 2 Km, bis es mir wieder besser ging. Ich erholte mich zunehmend, so dass ich meine Überholjagd wieder aufnehmen konnte.

An der gesamten Strecke standen ganz viele Helfer, Militär und Polizei und es war alles super gut durchorganisiert. An den Verpflegungsständen gab es Wasser, Iso, Weintrauben, Bananen in rauen Mengen, Müslienergieriegel, Snickers und chinesische Spezialitäten, wovon ich vorsichtshalber nichts genommen habe.

Ab Km 35 fiel mir wieder alles leicht. Wir liefen lange am Fluss entlang und ich genoss die Aussicht auf das Wasser und die Skyline. Danach bogen wir ab, noch ein wenig zickzack durch die Stadt bis zum Stadion. Im Stadion eine dreiviertel Runde und ab durchs Ziel.

Nun musste man den Chip abnehmen, bekam eine schöne Stofftasche mit einer eingeschweißten Banane, Müsliriegel, Wasser, Iso, ein großes Finisherbadelaken und die Medaille.

Danach traf ich auf Michael, der mit seiner Zeit hochzufrieden war und wir fuhren gemeinsam ins Hotel.

Außer Nicole sind alle durchgekommen, sie hat es bei Km 24 mit Unwohlsein erwischt und musste rausgehen.

Im Hotel bestimmt 20min lang ganz heiß geduscht und 40 min. Nickerchen gemacht.

Um 15:30 Uhr waren wir alle in der Lobby verabredet, um zum Jing’an Tempel/Kloster zu fahren. Da sich Carsten irrte, stiegen wir eine Haltestelle zu früh aus, kamen dann aber doch noch rechtzeitig genug an, um in den Tempel reinzukommen. Carsten gab uns eine sachkundige Führung durch den Tempel und wir erhielten zusätzlich viel Hintergrundwissen in.

Danach hatten wir bis zum Essen eine Stunde Zeit für uns. Ich ging mit Utz und Nils in einen Shopping Tempel, um zum wiederholten Male festzustellen, dass unsere Wunschartikel (Parfum, Suunto-Uhr, Laufschuhe) ca. 30% teurer als zu Hause waren. Also wieder kein Geld beim Bummeln ausgegeben. Dafür haben wir eine schöne Karte für Carsten gefunden, die von Nicole mit einem Dankeswort für die außergewöhnliche Reise versehen und von allen unterschrieben wurde.

Um 18:30 Uhr war für uns ein Tisch in dem Restaurant auf der Rückseite des Jang’an Tempel reserviert. Wir wurden vom Kunfuzius Institut zu einem reichhaltigen, herrlichen, vegetarischen Buffett eingeladen. Erst war ich sehr skeptisch, aber dann wurde ich mehr als satt. Die Speisen waren originell und oberlecker.

Außer uns waren noch zwei der drei Ehrenläufer vom letzten Jahr und vier Studenten bzw. Dozenten der Partneruni in Shanghai eingeladen. Es entstand ein toller Austausch zwischen allen und die Unterhaltung war sehr angeregt in Deutsch, Englisch und Chinesisch.

Um 21 Uhr schloss das Lokal und nach unendlich vielen Gruppenfotos mit und ohne die Chinesen verließen wir gegen 21:30 Uhr das Lokal um nach Tianzefang, einem schönen Viertel mit vielen Kneipen und Lädchen, zu fahren. Die Männer bekamen ihre Mitbringsel-Schals für ihre Frauen und Jessica fand auch nette Souvenirs für ihre Kiddies. Im Rambler fanden wir mit 14 Leuten Platz und bestellten chinesisches Bier, Aperol Spritz, Gin Tonic und ich gönnte mir einen Glühwein, der ausgesprochen lecker schmeckte. Matthias übernahm die Rechnung für alle Ladies, war ich sehr nett fand. DANKE!

Um 24 Uhr brachen wir auf, um festzustellen, dass die Metro nicht mehr fuhr. Zufällig fuhren mehrere Taxis vor und wir kamen für wenig Geld (28 REM = 4€ pro Taxi) alle wohlbehalten im Hotel an.

Ich war noch nicht müde, so versuchte ich bei Lufthansa für den Flug einzuchecken und hatte Glück. Ich bekam den letzten Fensterplatz (95A) im Oberdeck des Airbusses.

 

13.11.17

Um 4:30 Uhr wach geworden, elendig gefroren und ganz großen Hunger gehabt. Ein bisschen gelesen, im Internet gedaddelt und um 6:30 Uhr zum Frühstück gegangen. Nachdem ich satt war und das Zimmer wärmer geworden war, legte ich mich nochmal für zwei Stunden aufs Ohr, was sehr gut getan hat.

Um 10 Uhr nochmal einen kurzen Bummel in die Ninyang Rd. gemacht und endlich Schal, winkende Glückskatze, Postkarten und Räucherstäbchen erstehen können.

Um 10:30 Uhr war das Treffen zur Abfahrt in der Lobby anberaumt, wo wir uns von Micha verabschieden mussten, der noch mehrere Tage blieb. Nicole und Matthias hatten sich schon am Abend davor von uns verabschiedet. Sie blieben auch länger.

Mit der Metro Nr. 2 bis Longyang Rd. gefahren, dort in den Transrapid umgestiegen und bis zum Flughafen gefahren. Das Einchecken ging schnell und war völlig problemlos.

Ich gab im Duty free mein letztes Geld für Schokolade und Ananaskekse aus und konnte alles chinesisches Geld loswerden.

Inzwischen sitze ich im Airbus und es ist herrlich. Ich habe im Oberdeck ganz viel Platz, sogar ein riesengroßes Seitenfach habe ich für mich allein. Und ich habe einen herrlichen Blick durch zwei! Fenster nach draußen. Vor mir sitzen H-U und Tobias, die kein Fenster, dafür mehr Beinfreiheit haben.

Nun habe ich noch 7:15 h vor mir, um ein paar Spielfilme zu genießen.


Es war ein wunderschöner Ausflug nach Shanghai, kurz aber knackig und sehr intensiv. Der absolute Wahnsinn und das Highlight in 2017.

 

14.1.18 18:51


M/U # 768 (60) – M # 620 – Shanghai (China) – 2017 Shanghai International Marathon am 12.11.2017

5:30:19 h - 3780. Frau 16 - 21°C, anfangs bewölkt, später warm und sonnig

Um 4:50 Uhr ging mein Wecker und um 5 Uhr das Wecktelefon. Carsten hatte vorsorglich für alle den Hotelwecker bestellt.

Zur vereinbarten Zeit um 6 Uhr war ich in der Lobby, aber keiner war zu sehen. Als ich um 6:15 Uhr immer noch keinen sah, rief ich Carsten an, der mir mitteilte, dass sie gestern Abend beschlossen hatten, sich schon um 5:45 Uhr zu treffen und jetzt schon in der Nähe des Startblocks F stünden. Also schnell auf dem Weg gemacht, dass Hotel lag nur ca. 1 Km vom Start entfernt. Kurze Zeit später fand ich die Gruppe und nach unzähligen Gruppenfotos gingen wir in den Startblock. Ich bekam einen kleinen Schreck, da die 4:30 h-Pacer vor mir standen. Aber das Problem würde sich sicherlich von selber regeln.

Die Zeit bis zum Start verging schnell. Der Moderator begrüßte alle Honoratioren, danach sangen alle die Nationalhymne und schon fiel der Startschuss. 14 Min. später lief ich über die Startmatte und folgte den 4:30 h Pace-Makern. Schon bei Km 2 motivierten mich Jessica und Wolfgang, die am Straßenrand laut „Hummel Hummel“ riefen. Die ersten 5 Km liefen wir entlang der Ninjang Road, dann querfeldein zum französischen Viertel. Hier verließen uns die 10km-Läufer, die fast alle mit ihrem Marathonrucksack gelaufen waren. Danach wurde es ein bisschen ruhiger. Bei Km 13 überraschten uns Wolfgang und Jessica, die wieder ganz laut Hummel Hummel schrien und mich damit richtig motivierten Tempo aufzunehmen. Leider wurde es etwas jetzt schattiger zwischen den Hochhäuser und ich fing leicht an zu frieren. Das blieb so bis Km 18 und änderte sich dann total als wir am Huangpu Fluß entlang liefen. Hier war mir eher zu warm. Inzwischen rächte sich auch mein schnelles Anfangstempo und ich merkte, dass ich meinen Wunsch, eine Zeit um 5 h zu laufen, nicht realisieren würde. Also reduzierte ich das Tempo noch weiter und genoss die Strecke im fremden Land. Der Streckenverlauf führte zickzack durch Shanghai und wir sahen fast alle Sehenswürdigkeiten. Alle 5 Km waren 5 – 10 Dixies aufgebaut, vor denen aber unendlich lange Schlangen standen. Erst bei Km 18 km die Erlösung. Auf der rechten Seite war eine öffentliche Toilette und nur vor den Herren war die Schlange lang. Bei den Damen waren zwei Türen unbesetzt. Danach erleichtert Tempo aufgenommen, um den Halben in 2:30 h zu schaffen. Hat aber knapp nicht gereicht. Vor mir lagen ein paar Pendelstrecken und ich klatschte Nils und Utz beim Vorbeilaufen ab. Inzwischen war es nicht nur warm, sondern vom dunkelblauem Himmel strahlte eine herrliche Sonne, die die Skyline von Pudong wunderbar anstrahlte. Außerdem befand ich mit in einer Gruppe Chinesen, die sich, wie ich, mit einem Trab-Geh-Rhythmus zum Ziel durchschlugen. Ganz viele Läufer_innen hielten an, um mit mir ein Selfie zu schießen. Und ganz viele Andere hoben beim Vorbeilaufen den Daumen nach oben und lächelten mir zu.

Ein paar Wenige waren verkleidet und munterten das Straßenbild auf. Die meisten hatten aber das offizielle orangefarbene Laufshirt vom Haussponser Nike an.

Wir 12 Hamburger fielen durch unser weißes T-Shirt auf, welches uns vom Konfuzius-Institut gesponsert wurde. Es betonte die kulturelle Freundschaft zwischen den Partnerstädten Hamburg und Shanghai.

Bei Km 25 wurde es so richtig anstrengend (durch den Smog?), mir war etwas komisch und ich schloss nicht aus, dass ich kollabieren könnte. So ging ich erstmal 2 Km, bis es mir wieder besser gin. Ich erholte mich zunehmend, so dass ich wieder meine Überholjagd aufnehmen konnte.

An der gesamten Strecke standen ganz viele Helfer, Militär und Polizei und es war alles super gut durchorganisiert. An den Verpflegungsständen gab es Wasser, Iso, Weintrauben, Bananen in rauen Mengen, Müslienergieriegel, Snickers und chinesische Spezialitäten, wovon ich vorsichtshalber nichts genommen habe.

Ab Km 35 fiel mir wieder alles leicht. Wir liefen lange am Fluss entlang und ich genoss die Aussicht auf das Wasser und die Skyline. Danach bogen wir ab, noch ein wenig zickzack durch die Stadt bis zum Stadion. Im Stadion eine dreiviertel Runde und ab durchs Ziel.

Nun musste man den Chip abnehmen, bekam eine schöne Stofftasche mit einer eingeschweißten Banane, Müsliriegel, Wasser, Iso, ein großes Finisherbadelaken und die Medaille.

Danach traf ich auf Michael, der mit seiner Zeit hochzufrieden war und wir fuhren gemeinsam ins Hotel.

Außer Nicole sind alle durchgekommen, sie hat es bei Km 24 mit Unwohlsein erwischt und musste rausgehen.

Im Hotel bestimmt 20min lang ganz heiß geduscht und 40 min. Nickerchen gemacht.

– es war ein wunderschöner "Ausflug" nach Shanghai, das Highlight des Jahres 2017

 

Den Rest der Reise kann man unter "Eigene Berichte" nachlesen.

 

Link zur Ergebnisliste:

http://www.shmarathon.com/index.dhtml

es ist schwierig zur Ergebnisliste vorzudringen, daher hier mein Ergebnis:

 Results

Event Name Event Type Bib Number Results Ranking
2017上海国际马拉松赛 女子全程马拉松赛 56291

5:30:19

第3780名

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1859785857369243.1073741971.100000135395711&type=3

 

8.12.17 07:28


M/U#767 (59) – U#148 – Hamburg (Teichwiesen) – 5. Christine Schroeder Ultramarathon am 05.11.2017

59 Km: 8:59:00 h - 4. Ges. - 1. Frau - 1. W55  11 - 9 °C, regnerisch, kalt – Von den 11 Voranmeldern erschienen 9 an den Teichwiesen. Wir mussten diesmal leider fast 23 Runden laufen, gelaufen wurde im Uhrzeigersinn. Ich haderte sehr mit meinem Schicksal, verfluchte meinen Reisepass und plante in Gedanken meinen Ausstieg nach 17 Runden. Leider mussten Maren sowie Hellmut aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig ausscheiden, so dass ich beschloss, dass meine Schlechtwetterdepression dagegen doch Peanuts sei. So wollte ich nach altbewährter Methode einfach nur Runde für Runde abschließen, genießen und nicht an die Nächste denken. 

Die ersten zwei Runden lief ich mit Christian, Hellmut und Meinulf, dann beschleunigte ich, bis ich auf Rosi traf. Mit ihr fast eine Runde gegangen, bis Meinulf von hinten kam. Mit Meinulf im irren Tempo (19er-Runden) losgesprintet und obwohl wir beide langsamer werden wollten, schafften wir es nicht, das Tempo zu drosseln. So erreichten wir Christian und Hellmut schon in der 7. Runde und erholten uns bei den Beiden. Bald darauf kam Rosi von hinten und ich schloss mich ihrem schnelleren Schritt an. Permanent wurde ich vom "Neuling" Karsten August und Jens Hunold überrundet. In der letzten Runde konstatierte Karsten, dass die Runden immer länger werden würde. Mit dieser Einschätzung war er nicht alleine. Er schaffte die gesamte Strecke mit 6:19 h, kurz danach folgte Jens. Inzwischen hatte der Regen aufgehört und es entwickelte sich eine schöne Herbststimmung, daher legte ich eine langsame Fotorunde ein. In der 12. Runde überrundete ich Christian und Meinulf und erholte mich bei ihnen zwei Runden lang. Die beiden waren höchst alberich und machten lauter, nicht ganz stubenreine, Wortspiele. Auch diesmal kam Rosi von hinten zum Überrunden vorbei und wir zogen wieder gemeinsam los. Cindy schien Lust auf schnelleres Gehen zu haben, so absolvierten wir zu Dritt klönenenderweise relativ schnelle Runden, bis Rosi eine Pause einlegte. Jetzt erst stellte ich fest, dass ich mich bei meinem Zeitplan um eine Stunde verrechnet hatte und viel Luft nach hinten hatte. So blieb ich beim 3. Überrunden von Christian - beim 2. von Meinulf - beim Entrunden von Burkhard, bis zu meinem Zieleinlauf bei der Männergruppe, wobei Burkhard schon eine Runde früher fertig hatte. Ich schaffte die 59 Km in knapp 9 Stunden und musste leider, aus bekannten Gründen eilig nach Hause eilen, ließ aber noch ausreichend Verpflegung für die letzten Teilnehmer zurück. – ein etwas zu früher Geburtstagsultra, dennoch ein sehr Schöner.

Christine Schroeder, Hamburger Krankenschwester, Vize-Koordinatorin der Jugendberufsagentur zu den anderen Hamburger Behörden, Arbeitsvermittlerin, Kuchenbäckerin und Ultramarathonläuferin, * 7. 11. 1958 Hamburg; 2014 Deutsche Meisterin W55 im 24-Stunden-Lauf; 2015 Hallenweltrekordlerin W55 über 24 Stunden (162 km) und 48 Stunden (276 km); läuft seit dem Hamburg Marathon im April 2007 Marathon. Fand ab Silvester 2007 nach und nach Anschluss an die Teichwiesen Friends, von denen sie nicht mehr wegzudenken ist. Hat als einzige Frau neun Mal das Grand Union Canal Race über 145,4 Meilen von Birmingham nach London, Großbritanniens längstes und schwerstes Rennen, gefinisht. 2011 Welt-Cup-Zweite über 48 Stunden / Bahn. Ist seit 2010 mit 587 km achte Frau in der Ewigen deutschen Bestenliste im 6-Tage-Lauf. Mit inzwischen mehr als 760 Marathon/Ultramarathons bei den Frauen Nummer 3 in Deutschland und Nummer 8 weltweit.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/81980/results?lang=de#0_0D6FAD

8.12.17 07:11


M/U # 766 (58) – U # 147 – Hamburg – Hamburger Ultramarathon zum 500. Reformationstag am 31.10.2017

47 Km: 7:43:29 h - 18. Ges. - 5. Frau - 1. W55  7 - 14°C, trüb, bewölkt, aber kein Regen Mit Manfred und Christian zum Ziel gefahren, Auto abgestellt und weiter zum Start „Bei der Lutherbuche 36“ an der Christ-König-Kirche gefahren.

Pünktlich um 9:30 Uhr dort gewesen, was einige doch überrascht hat. Nach dem Briefing, dem Austeilen eines Stadtplans mit eingezeichneter Route und einem Zettel mit der Auflistung der 4 VP‘s und einem Startfoto unter der Lutherbuche starteten wir um 10:03 Uhr den Lauf. Für mich waren die ersten Kilometer besonders, da ich hier von 1969 – 72 gewohnt habe und bis 1977 zur Schule gegangen bin. So lief ich an vielen bekannten Ecken vorbei und schwelgte in Erinnerungen. Nachdem wir durch Lokstedt durch waren und in Eppendorf ankamen, schloss ich zu der Dreiergruppe, bestehend aus Christian, Keule und Burkhard, auf. Ich klönte intensiv mit Burkhard, Christian klönte intensiv mit Keule, so dass wir an der Tarpenbek tatsächlich den falschen Abbieger nahmen und einen Umweg von 20 min. in Kauf nehmen mussten. In der Zeit haben uns Siglinde und Thomas überholt, wir holten sie erst in Ohlsdorf wieder ein. Bis Ohlsdorf liefen wir auf dem Alsterwanderweg, dann durch die S- und U-Bahnhaltestelle durch, quer über den Friedhof zum Ausgang am Bramfelder See, wo VP 1 war. Die Box mit Naschies und Getränken war um diese Zeit noch unversehrt und wir füllten unsere Vorräte auf. Leider wurde die Box mit Inhalt später geklaut. Ab VP 1 gingen wir mit Siglinde und Thomas zusammen. Es war interessant mal wieder neue Ausdauersportler kennen zu lernen. Christian unterhielt sich angeregt mit Beiden und machte auch nicht den Eindruck, dass er vorm Ende des Laufes damit aufhören wollte. Aber wie es nun mal in einer großen Gruppe ist, verlangsamten wir unser Tempo, da wir uns gegenseitig ausbremsten. Daher beschloss ich bei Km 18 doch zu beschleunigen, verabschiedete mich und lief los. Bald war ich durch Jenfeld durch und am Öjendorfer See erwartete mich Manne mit vollem Verpflegungsprogramm. Nach kurzem Aufenthalt Richtung Boberg, kurz davor rechts ab über die rote Brücke nach Moorfleet. Kurze Zeit später stand ich vor der St. Nikolai Kirche und suchte das Martin Luther Denkmal, sowie die Verpflegungsbox, die ich dann im Garten vom Pfarrhaus fand.

Nun ging es Richtung Kaltehofe unter der Autobahn durch und dann immer an der Norderelbe entlang bis zum VP 4. Erst hatte ich Angst ihn zu übersehen, aber am Ende der Elbinsel Kaltehofe sprang mir der blaue Deckel der Box vom Weitem ins Auge. Ein Verfehlen war nicht möglich. Hier nochmal ordentlich Naschies in die Taschen gepackt, Getränke aufgefüllt und weitergelaufen. Es fing an zu dämmern und ich wollte vor der Dunkelheit an der Alster sein.

Nachdem ich den Elbpark Entenwerder durchquert hatte und unter der Autobahn durch war, lief die Route auf einer Strecke, die ich überhaupt nicht kannte. Am rechten Ufer vom Billhafen lief die Hochwasserschutzanlage Großmarkt, ein wunderschöner Radweg, der mitten in die City führte und einen herrlichen Blick auf die Hamburg-Skyline bot. Am Baumwall bog es dann rechts zum Michel ab. Hier schlug ich mich mehr oder weniger durch, die Route war im Dunkeln schwer zu finden. Leicht zu finden war der riesige Martin-Luther, der an diesem Tag von hunderten von Touris umringt war. Auch die Martin-Luther-Straße war gut zu finden und von hier war es ein Leichtes durch den Neuen Wall zur Alster zu kommen. An der Binnenalster ging es links herum und an der Außenalster rechts herum bis zum Mundsburger Kanal. Dann rechts bis zur St. Gertrud Kirche mit ihrer Luthereiche. Auch hier vertüdelte ich mich etwas mit dem Weg, da es inzwischen tiefdunkel geworden war. Manne stand gelassen im Ziel und wartete geduldig, hängte mir meine Medaille um und versorgte mich mit Getränken. – wahnsinnig schöner Lauf quer durch Hamburg mit vielen bekannten und unbekannten Ecken.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/83494/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1843910105623485.1073741970.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1797336070279616.1073742511.100000097220437&type=3

Link zum Bericht von Thorsten Stohldreier:

http://100marathon-club.de/aktuelles/ansicht/news/detail/News/hamburger-reformationstag-ultramarathon-904.html

16.11.17 15:58


M/U # 765 (57) – M # 619 – Hamburg – 7. Schuppen 50/51 Marathon am 29.10.2017

6:03:05 h - 6. Ges. - 2. Frau - 2. W55  11°C, blauer Himmel, trocken, Sonne Spontan ohne Anmeldung bei schönem Wetter zum Hafen gefahren. Die Sturmwarnung im Radio ein bisschen ignoriert und gespannt zum angeblich überflutetem Hafen gefahren. Dort war wie erwartet Chaos, die Laufstrecke stand völlig unter Wasser, aber das Wasser floss bereits zügig ab und die Polizei zog auch langsam von dannen. Dennoch musste Christian eine neue Laufstrecke konzipieren und ausmessen, so dass wir mit knapp 41 min. Verspätung starteten. Durch den herrlich blauen Himmel und die strahlende Sonne machte das Laufen aber einfach nur Spaß und es lief alles supergut. Bei jedem Überrunden von Christian blieb ich bei ihm und machte Pause, um dann wieder neu durchzustarten. Peter Kellermann hatte dieselbe Strategie, so dass wir hin und wieder zu Dritt liefen. Beate, Sven, Klaus und Burkhard liefen vorne ihr eigenes Rennen, welches Sven mit 2 Runden Vorsprung gewann. In der zweiten und dritten Runden meinten alle GPS-Leute, dass die ausgemessene Strecke zu lang sei. Also schnappte ich mir spontan Christians Messrad und ging die Strecke erneut ab. Heraus kamen 1630m, so dass wir nicht 30 Runden, sondern nur 26 Runden laufen mussten. – ungewöhnlicher Marathon mit voller Hafenromantik und Hochwasser.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/83222/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1843900528957776.1073741969.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1792416644104892.1073742509.100000097220437&type=3

16.11.17 15:34


M/U # 764 (56) – M # 618 – Hamburg (Teichwiesen) – John Francis Dodge Ultra-/Marathon am 25.10.2017

6:22:04 h - 3. Ges. - 1. Frau - 1. W55  14 - 11°C, trocken, schöne Herbstfärbung, romantische Farben zum Sonnenuntergang am Himmel – Das erste Mal mit dem neuen Auto zu den Teichwiesen gefahren und gleich den ersten Parkplatz vom Verpflegungsstand entfernt erwischt. Diesmal kam Christian überpünktlich und wir starteten relativ früh. Die ersten zwei Runden mit Christian und Meinulf gelaufen, dann beschleunigt und die 7. + 8. beide wieder begleitet. Sie strahlten eine ausgelassene Stimmung aus, die mich aber nicht wirklich erreichte. Ich war einfach nur müde und kaputt und wollte ohne Quatschen meine Runden drehen. In Runde 10, wie letzten Mittwoch auf Tammo aufgelaufen, der mich nochmal 4 Runden mitzog und animierte einen Gang schneller zu werden. Beim 2. Überrunden von Christian und Meinulf blieb ich da aber hängen, um zu regenerieren und den Marathon sicher und ruhig zu Ende zu bringen. Der Lauf wurde durch trockenes Wetter, wunderschöner Herbstfärbung und einem herrlichem Sonnenuntergang mit romantischen Farben am Himmel geprägt. – angenehmer Herbstlauf.

John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller, * 25. 10. 1864 Niles, Michigan, † 14. 1. 1920 New York; entwickelte zusammen mit seinem Bruder Horace Elgin Dodge ab 1901 Automobile für Ransom Eli Olds. Die Firma Dodge produzierte ab 1914 eigene Autos. Beide Brüder starben 1920 an der Spanischen Grippe.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82993/results?lang=de#0_0D6FAD

16.11.17 14:11


M/U # 763 (55) – U # 146 – Hamburg (Teichwiesen) – Lindsey Vonn Ultra-/Marathon am 18.10.2017

50 KM: 7:21:16 h - 1. Ges. - 1. Frau - 1. W55

Marathon: 6:00:46 h - 4. Ges. - 1. Frau - 1. W55  – ca. 16 - 12 °C, diesig, trocken – An diesem Tag etwas zeitlich und überhaupt desorientiert gewesen, muss daran gelegen haben, dass ich einen Urlaubstag mit Sperrmüllabholung hinter mir hatte. Daher fast eine Stunde zu früh an den Teichwiesen gewesen und dadurch Zeit gehabt ein wenig vom Stress zu entspannen. Erst bekam ich einen Schreck, da ein Teil der Strecke offiziell für Baumarbeiten gesperrt war und mir auch einige bekannte Hundebesitzer entgegen kamen und meinten, dass kein Durchkommen sei. So bin ich zu den Baumarbeitern hin und erhielt die Antwort, dass sie spätestens um 16 Uhr die Strecke wieder frei geben. Also große Erleichterung, der Marathon war nicht gefährdet. Wir waren heute zu fünft: Sven, Mario, Tammo, Christian und ich. Die ersten beiden Runden mit Christian gelaufen und mir den spannenden Bericht vom Mega Marsch in Frankfurt angehört. Da es noch hell war, in der 3. Runde beschleunigt und in der 8. + 9. Runde den zweiten Teil beim Begleiten von Christian gehört. Das Tempo war mir allerdings dann doch zu komodig, so dass ich erneut beschleunigte. In der 12. Runde auf Tammo getroffen, der durch die sehr dunkle Nacht und schlechten Sichtverhältnissen langsam geworden war. Mit meiner Stirnlampe und einer anregenden Unterhaltung verbrachten wir seine letzten beiden Runden zügig miteinander, so dass er noch sub-5 finishen konnte. Nun erwachte mein Ehrgeiz: in der 17. Runde überrundete ich Christian ein drittes Mal und lief mit ihm seinen Marathon und meinen Ultra zu Ende.  –  wunderschöner, spontaner Ultra am Mittwochabend.

Lindsey Caroline Vonn, US-amerikanische Skirennläuferin, * 18. 10. 1984 als Lindsey Caroline Kildow in Saint Paul, Minnesota; sie gehört zu den besten Athletinnen des alpinen Skisports und wurde in den Saisons 2007/08, 2008/09, 2009/10 und 2011/12 Gesamtweltcupsiegerin. Hinzu kommt der 16-malige Gewinn einer Weltcup-Disziplinenwertung. Sie ist Olympiasiegerin 2010 in der Abfahrt und gewann bei Weltmeisterschaften bisher zweimal Gold (2009 in Abfahrt und Super-G), dreimal Silber und zweimal Bronze. Vonn startet in allen Disziplinen, am erfolgreichsten ist sie in der Abfahrt. Vonn gehört auch seit Oktober 2011 dem kleinen Kreis jener Läuferinnen an, die in allen fünf Disziplinen Weltcupsiege feiern konnten. Mit bislang 77 Erfolgen ist sie die erfolgreichste Skirennläuferin der Weltcupgeschichte. Am 19. Januar 2015 hatte sie mit ihrem 63. Sieg den 35 Jahre lang währenden Rekord von Annemarie Moser-Pröll überboten und die Führung in der ewigen Bestenliste des Damenweltcups übernommen.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82998/results?lang=de#0_0D6FAD

21.10.17 15:10


M/U # 762 (54) – M # 617 – Kaltenkirchen – 25. Kaltenkirchener Freizeiparkmarathon am 15.10.2017

5:54:17 h - 28. Ges. - 9. Frau - 1. W55  16 - 21 °C, anfangs diesig, später warm und blauer Himmel – Vor 10 Jahren lief ich im Kaltenkirchener Freizeitpark meinen 2. Marathon und wurde vorher von Arne Franck sehr bestärkt, so kurz (5 Monaten vorher) nach dem 1.  schon einen zweiten Anlauf zu wagen. Heute lief ich meinen 762. und war eigentlich fast so aufgeregt wie vor 10 Jahren. Das Lampenfieber hat sich irgendwie nie wirklich gelegt. 

Es gab aber auch noch einen anderen Anlass hier zu laufen: Beate Gröhn wollte ihren 250. Marathon laufen und da wollte ich gerne dabeisein. Vorm Start wurde Arne noch für seinen 250. Marathon geehrt, den er aber schon vor einiger Zeit absolviert hatte. Am Start waren 41 Teilnehmer, darunter auch einige Unterdistanz- und Staffelläufer. Die Stimmung war ausgelassen gut und Beate wurde in jeder Runde von eines ihrer Kinder begleitet. Das Wetter spielte mit, die Sonne kam durch und es wurde immer heißer.  Anfangs lief ich mit HJH, dieser ließ sich aber nach 4 Runden durch eine 15minütigen Wohnmobil-Pause zurückfallen, so dass ich mich alleine weiter durchkämpfte. Es gab unterwegs immer wieder nette Gespräche mit Überrundern, so wurde es nie langweilig. Im Ziel noch länger mit den anderen geklönt bis auch die letzten im Ziel waren und die Zelte abgebaut werden konnten. – ein absolut gute-Laune-machender Marathon

Ergebnisse:

42,195 km (14 Runden)

Platz

Name

Wohnort

Zeit

1

Schlüter, Bernd

Kaltenkirchen

03:20:24

2

Skovmand, Preben

Augustenborg (DEN)

03:24.13

3

Franck, Arne

Kaltenkirchen

03:47:21

4

Madsen, Kaj M. T.

Nordborg (DEN)

03:51:10

5

Sagasser, Mario               

Henstedt-Ulzburg

03:51:24

6

Micha, Sven

Hamburg

03:51:24

7

Pieper, Thomas

Norderstedt

03:54:16

8

Ramthun, Martina

Hamburg

03:55:43

9

Joergensen, Knud Chr.

Sonderborg (DEN)

03:56:06

10

Mehl, Wojciech Piotr

Stockelsdorf

04:01:46

11

Hoffmann, Frank

Horneburg

04:09:26

12

Löher, Burkhard

Wedel

04:10:04

13

Tegge-Walderstein, Monika

Norderstedt

04:16:19

14

Mügge, Regine

Kaltenkirchen

04:17:47

15

Bangert, Klaus

Bargfeld-Stegen

04:28:34

16

Gröhn, Beate

Kaltenkirchen

04:33:53

17

Leffler, Andreas

Kaltenkirchen

04:42:44

18

Kurani, Hirendra

Henstedt-Ulzburg

04:54:21

19

Wrage, Jens-Peter

Bad Oldesloe

04:56:18

20

Henke, Katrin

Münsterdorf

05:13:42

21

Henke, Peter

Münsterdorf

05:13:42

22

Radzuweit, Thomas

Hamburg

05:16:59

23

Rosieka, Helmut

Bremen

05:16:59

24

Feurich, Cornelia

Hamburg

05:24:57

25

Törber, Martin

Hamburg

05:28:54

26

Köhn, Erika

Tangstedt

05:35:42

27

Sagasser, Doris

Henstedt-Ulzburg

05:35:42

28

Schroeder, Christine

Hamburg

05:54:17

29

von Kocemba, Rosemarie

Kiel

06:10:22

30

Eberle, Dietrich

Seevetal

06:11:00

31

Hetzel, Hans-Jürgen

Ellerbek

06:15:55

32

Petersen, Harald

Kiel

06:36:40

 

Link zum Veranstalterbericht:

http://100marathon-club.de/aktuelles/ansicht/news/detail/News/25-kaltenkirchener-freizeitparkmarathon-15102017-886.html

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1829857077028788.1073741968.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Hans-Jürgen Hetzel:

http://www.waschcenter.de/marathon/kaltenkirchen/2017-10-15-kaltenkirchener-marathon/847560a80f1487e15/d000.html

21.10.17 13:42


M/U # 761 (53) – M # 616 – Hamburg (Teichwiesen) – Sonja Kley Marathon am 07.10.2017

6:09:15 h - 3. Ges. - 1. Frau - 1. W55  13 - 16 °C, Dauerregen – Sonja Kley hatte zu ihrem Geburtstagsmarathon "eingeladen". Und es waren so viele Gäste der Aufforderung gefolgt, dass dies die bisher teilnehmerstärkste Teichwiesenveranstaltung wurde. Leider spielte der Wettergott nicht mit und es schüttete von Anfang bis Ende in Strömen vom Himmel runter. Nach der etwas länger dauernden Startnummernausgabe, schließlich mussten 43 Läufer*innen versorgt werden, überreichte jede/r Läufer*in Sonja eine, manche auch zwei Rosen, so dass hinterher ein schöner Strauß mit 60 Rosen zusammenkam. Danach gingen wir zusammen die 850 Meter bis zum Start, wo dann erneut ganz viele Fotos vom großen Teilnehmerfeld aufgenommen wurden. Endlich konnte der Startschuss fallen und die Meute setzte sich in Bewegung. Leider konnte Sonja, aufgrund einer Verletztung selber nicht mitlaufen, aber sie hielt die Stellung am Verpflegungsstand und trug viel zum Aufmuntern der vorbeilaufenden Geburtstagsgäste bei. Ich lief anfang mit Christian und Helmut, beschleunigte aber in der 3. Runde, da ich dem Regen und der Kälte schneller entfleuchen wollte. Immer wieder wurde ich von den schnellen Halbmarathonis überrundet,. Insgesamt herrschte ein lustiges, buntes und lautes Treiben an den Teichwiesen. Nach jeder Runde wurde jeder mit fröhlichem Juchsen, trillernden Pfeifen und freundlichen Helfern begrüßt. Besonders Meinulf verdient Anerkennung, da er bei dem Sauwetter von Anfang bis Ende den VP betreut und später bewacht hat. In meiner 6. Runde gesellte sich Trudi Nicholson zu mir, die auf Halbmarathonkurs und dementsprechend schnell war. Da sie klönen wollte, ließ ich mich von ihr ziehen und hatte superschnelle Runden, was mich meinem Ziel zügig nach Hause zu kommen, näher brachte. Als sie fertig hatte, drehte ich im nicht aufhaltend wollenden kalten Regen weiter meine Runden. Meine Regenjacke stellte die Funktion ein und ließ das ganze Wasser durch, so dass ich bald bis auf die Haut durchnässt war. Sonja und Gäste zogen dann mit vielen Abschiedsgrüßen und guter Laune von dannen und es wurde wieder ruhig an den Teichwiesen. In Runde 14 überrundete ich Christian und Helmut erneut und gönnte mir 2 lustige Runden in deren Gesellschaft. In der letzten Runde sprintete ich allerdings wieder davon, da ich sonst in der Kälte erfroren wäre. Gut, dass es anschließend das Meridian mit seinen Saunen gibt.  – feucht fröhlicher, außergewöhnlich stark besetzter und bemannter Teichwiesenmarathon

Sonja Kley, deutsche Ultra-/Marathonläuferin aus einer angeblich nicht existierenden Stadt in Ostwestfalen, * 7. 10. 1957; hat gerade erst den 4. Sibirien Marathon überlebt. Sonja begann genau an ihrem 40. Geburtstag mit dem Laufen (ihr 60. Geburtstag ist also auch ihr 20. Laufjubiläum) und war bis Ende 2003 ambitioniert unterwegs (zahlreiche AK-Siege). Anschließend verlegte sie ihren Schwerpunkt auf "lang und viel", getreu ihres Mottos: "lieber schöne Erlebnisse als schnelle Ergebnisse". An ihrem 50. Geburtstag lief sie den Köln-Marathon mit der Stnr. 1957, und 10 Jahre später wird es nun um die Teichwiesen gehen. - 2013 gründete sie mit ihrem Mann Detlef  "Teuto Run and Fun". Unter diesem Namen werden zahlreiche Lauffahrten mit Bus oder Bulli und Trainingsgruppen (durch)geführt, immer auch hier unter dem Motto: "Laufen erleben."

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/68231/results?lang=de#1_DA643B

Bericht von Sonja Kley:

Manchmal kommt es anders oder aber
Alles im Leben hat seinen Sinn
Mit etwas Abstand hier nun meine Gedanken zu meinem Geburtstagsmarathon
An meinem 40. Geburtstag bin ich mit dem Laufen angefangen, an meinem 50. Geburtstag bin ich mit Startnummer 1957 den Kölnmarathon gelaufen, den 55. habe ich mit Startnummer 55 bei Keep on Running in St. Wendel gefeiert (55 km in 3 Tagen) und schon immer stand für mich fest, auch am 60. sollte es ein Marathon sein.
Blöderweise nur kann/darf ich seit 1 1/2 Jahren nicht mehr richtig laufen und bin deshalb inzwischen mehr walkend unterwegs. Die Streckenlänge ist für mich damit auch kein Problem, allerdings die Zeiten.
So kam mir dann im Februar bei meinem gemeinsamen Lauf mit Christian Hottas beim von ihm ausgerichteten Sibirien-Marathon Nähe Elmshorn die Idee, ob er nicht für mich einen Marathon an den Teichwiesen in Hamburg ausrichten kann. Und Christian sagte sofort zu.
Die Ausschreibung und die Anmeldung zum Sonja Kley-(Halb)Marathon am 7.10. war bereits in der folgenden Woche im Netz und ich war von ihm bereits mit Startnummer 60 angemeldet worden. Weitere Anmeldungen gingen ein, am meisten habe ich mich aber darüber gefreut, dass mein Sohn Manuel Neumann, der mit Laufen bis dahin nicht ganz so viel am Hut hatte, dort seinen ersten Marathon bestreiten wollte.
So intensivierte ich also wieder mein Training, was dann dazu führte, dass ich bereits im Laufe des Jahres wieder einige Marathons und Ultras überwiegend walkend bestreiten konnte.
Völlig überwältigt war ich dann, als sich im Laufe der Zeit dann knapp 40 Läufer/innen aus unseren Teuto-Run-and-Fun-Gruppen zum Lauf anmeldeten. Sie alle wollten nur für mich nach Hamburg kommen, ich war fassungslos.
Und dann stand ich am vergangenen Samstag im wahrsten Sinne des Wortes im Regen und das war auch gut so. Aus den bereits bekannten Gründen hatte ich bereits das WE zuvor 95 km zurückgelegt und dabei mein Schienbein lädiert.
Ich durfte also "meinen" Marathon einfach nur mit Zuschauen und anfeuern genießen. Und das habe ich getan zusammen mit denen, die gekommen waren, obwohl sie nicht laufen konnten/wollten. Es gab von der Gruppe designte Shirts, 60 (+ 1 🌹) Rosen , Kuchen und andere Leckerlis und die Stimmung war trotz Dauerregens ausgelassen. Und da ich ja nich gestartet war, musste auch niemand viel zu lange im Regen stehen, bis ich dann irgendwann ins Ziel gekommen wäre.
Dass Manuel den Marathon auch noch in seiner Wunschzeit unter 4 Stunden gewann, war sozusagen die Sahne auf dem Kuchen. Ich bin so stolz auf ihn, was er dort nach nur 3 Monaten Vorbereitung geleistet hat.
Ein riesengroßes Dankeschön sage ich allen, die dazu beigetragen haben, mir einen unglaublich schönen Tag zu schenken, meiner Familie, dem Organisator Christian Hottas, dem fleißigen Helfer Meinulf Krön , allen, die in Hamburg real dabei waren oder auch nur in Gedanken dabei sein konnten und sich zum Teil in der Vorbereitung so stark engagiert haben. Ich bin immer noch total überwältigt und werde diesen Tag nie vergessen.

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1819814654699697.1073741967.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1771788689501021.1073742504.100000097220437&type=3

 

21.10.17 13:32


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