Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
 



Christine Schroeder - Marathon als Weg zu persönlichem Wohlbefinden
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CHRISTINE SCHROEDER – Jahresrückblick 2017

2017: 50 Marathons + 17 Ultramarathons = 67 M/U = zusammen 775 M/U

2016: 57 Marathons + 24 Ultramarathons = 81 M/U = zusammen 708 M/U

2015: 55 Marathons + 27 Ultramarathons = 82 M/U = zusammen 627 M/U

2014: 61 Marathons + 17 Ultramarathons = 78 M/U = zusammen 545 M/U

2013: 66 Marathons + 10 Ultramarathons = 76 M/U = zusammen 467 M/U

2012: 77 Marathons + 12 Ultramarathons = 89 M/U = zusammen 391 M/U

2011:  73 Marathons + 16 Ultramarathons = 89 M/U = zusammen 302 M/U

2010: 76 Marathons + 11 Ultramarathons = 87 M/U = zusammen 213 M/U

2009: 68 Marathons + 13 Ultramarathons = 81 M/U = zusammen 126 M/U

2008: 38 Marathons + 4 Ultramarathon = 42 M/U = zusammen 45 M/U

2007:  3 Marathon + 0 Ultramarathons = 3 M/U

Neue Länder (1) : China

Neue Bundesländer (0):

Neue Marathon-Läufe (9): 4. Haitabu Hedeby Marathon, Krakau Marathon, Gut Wellingsbüttel Marathon, 1. Bernsteinpromenade-Marathon, 1. Jagdschloss-Granitz-Marathon, 1. Prora-Marathon, Gutshaus und Gutspark Berne Marathon, Soul Kitchen Halle Marathon, 2017 Shanghai International Marathon,

Neue Ultramarathon-Läufe (5): 1. Tatenberger Bucht Winter Marathon (52 KM), 4. Fischermanstrail - Winter Edition (51 Km),  1. "2. Grüner Ring" Ultramarathon Teil2/Nord (48,5 Km), Hamburger Ultramarathon zum 500. Reformationstag (47 Km), Christine Schroeder Ultramarathon (59 Km)

Best Five (Durchschnitt der 5 schnellsten Marathons): 5:36:44 h

Finish beim Grand Union Canal Race (GUCR) über 145,4 Meilen Trail in 43:41:00 h als 62. Ges. und 10. Frau. Das war die neunte erfolgreiche Teilnahme.

750. Marathon/Ultramarathon am 31.07.2017 beim 1. Prora-Marathon, veranstaltet von Michael Kiene.

31.12.17 17:55


Spende für Hinz&Kunzt 2017

 
Wie in jedem Jahr spende ich pro Wettkampfkilometer 0,05 € an Hinz&Kunzt, die mit ihrer Arbeit obdach- und wohnungslose Menschen in Hamburg unterstützen. Im Jahr 2017 lief ich 3379,58 km, so dass ich heute 168,97 € auf das Spendenkonto von Hinz&Kuntz (IBAN : DE56 200 505 50 1280 167 873, BIC : HASPDEHHXXX, bei der HASPA) überweisen konnte.
31.12.17 17:50


Hamburg – 29. Billerhuder Insel Marathon (mit Halbmarathon) am 31.12.2017

Halbmarathon: 21,750 KM

3:10:27 h - x. Ges. - 2. Frau - 1. W55    –   –


Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82874/results?lang=de

31.12.17 17:49


M/U # 775 (67) – M # 624 – Hamburg (Teichwiesen) – Sabine Spitz Marathon am 27.12.2017

6:47:01 h - 2. Ges. - 1. Frau - 1. W55    –   –

Sabine Spitz, deutsche Radsportlerin und Olympiasiegerin, * 27. 12. 1971 Bad Säckingen, Landkreis Waldshut; ihr sportlicher Schwerpunkt liegt auf den Mountainbike-Disziplinen Cross Country (olympisch) und Marathon. Auch auf der Straße, im Bahnradsport und vor allem im Querfeldeinrennen (Cyclocross) ist Sabine Spitz aktiv. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde sie Olympiasiegerin im Cross Country. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann sie die Silbermedaille und 2004 in Athen die Bronzemedaille in derselben Disziplin. Weitere Erfolge: Weltmeisterin MTB Cross-Country 2003 in Lugano, Weltmeisterin MTB-Marathon 2009 in Graz, 9 x Vize-Weltmeisterin, 4 x Europameisterin, 19 x Deutsche Meisterin (zuletzt 2017, also aktuelle Titelträgerin).

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82843/results?lang=de#0_0D6FAD

31.12.17 17:46


M/U # 774 (66) – M # 623 – Hamburg – 5. OxPark / AK Ochsenzoll Marathon am 26.12.2017

6:41:57 h - 13. Ges. - 4. Frau - 1. W55  5 - 9 °C, wolkig mit Nieselregen – –

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82920/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1858906837455872.1073742526.100000097220437&type=3

31.12.17 17:42


M/U # 773 (65) – M # 622 – Hamburg (Teichwiesen) – Dame Peggy Ashcroft DBE Marathon am 22.12.2017

6:25:32 h - 4. Ges. - 2. Frau - 1. W55  6 - 4 °C, leicht diesig, schöne Herbst-/Winterstimmung – Freitags ist ja nach wie vor nicht mein Lauftag, da der Körper nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich nur noch ins Bett will. Aber da ich unbedingt 5 Läufe in der Weihnachtsserie haben wollte, blieb keine andere Alternative. Überraschenderweise kam Gabriele für die ersten 6 Runden vorbei und die Runden rasten beim Klönen einfach vorbei. Außerdem lernte ich Claudia K. und Kuno K. kennen, die das erste Mal an den Teichwiesen waren. In der 8. Runde nahm ich dann mal ein wenig Fahrt auf, um Christian zu überrunden mit dem Plan mit ihm den Rest des Laufes entspannt zu Ende zu gehen. Zu meiner Überraschung hatte Claudia W. dieselbe Idee. Nach einer halben gemeinsamen Runde rechnete ich mir aus, dass ich zumindest Christian bei Beschleunigung noch einmal überrunden könnte und spurtete los. Am Ende meiner 15. Runde konnte ich dann beide ent- bzw. überrunden und genoss die letzte Runde langsam mit Christian.  – ein sehr angenehmer Lauf mit viel Abwechslung.

Dame Peggy Ashcroft DBE, eigentlich Edith Margaretz Emily Ashcroft, britische Schauspielerin, * 22. 12. 1907 London, † 14. 6. 1991 London; Mitglied der Royal Shakespeare Company; bekannteste Leinwandauftritte in A. Hitchcocks „Die 39 Stufen“ (1935) und J. Schlesingers „Sunday Bloody Sunday“ (1971). Für ihre Rolle in David Leans „Reise nach Indien“ gewann sie 1985 den Oscar als Beste Nebendarstellerin und war zu dem Zeitpunkt mit 77 Jahren die älteste Schauspielerin, die diese Auszeichnung erhielt.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82860/results?lang=de#0_0D6FAD

24.12.17 10:48


M/U # 772 (64) – M # 621 – Hamburg (Teichwiesen) – Gigliola Cinquetti Marathon am 20.12.2017

6:22:32 h - 2. Ges. - 1. Frau - 1. W55  7 - 5 °C, diesig, nass, Nieselregen – Nach der Arbeit in Ruhe umgezogen und entspannt zu den Teichwiesen gefahren. Wir waren zu viert. Tammo lief in seinem Tempo auf und davon und Christian und Meinulf gönnten sich einen entspannten Regenerationslauf. So blieb mir das Mittelfeld und ich gönnte mir einen Lauf mit Musik in den Ohren, wobei ich zweimal pausierte, als ich die beiden Männer überundete. Zum Schluss kam noch ein andauernder Nieselregen, der aber irgendwie nicht weiter störte. – schöner, unauffälliger Nachttrainingslauf

Giola Cinquetti, italienische Sängerin, * 20. 12. 1947 Verona; sie nahm zwölfmal am Sanremo-Festival teil, wobei sie zweimal gewann, neunmal am Wettbewerb Canzonissima, den sie einmal gewann, dreimal an Un disco per l’estate sowie zweimal am Eurovision Song Contest, den sie 1964 als erste italienische Teilnehmerin gewann.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/82839/results?lang=de#0_0D6FAD

24.12.17 10:36


M/U # 771 (63) – U # 151 – Hamburg (Teichwiesen) – 6. Sunrise to Sunset Ultramarathon am 17.12.2017

46,494 Km: 7:21:44 h - 37. Ges. - 12. Frau - 2. W55    –  –

Start: um 08.32 Uhr (Sonnenaufgang) am Großen Teich (also ohne Auftaktstück!)

Zielschluss: um 16.02 Uhr (Sonnenuntergang), also nach genau 7.30 Stunden an derselben Stelle

Gelaufen wird in der „klassischen“ Richtung, also im Gegenuhrzeigersinn. Gewertet werden nur vollständig im Zeitrahmen beendete Runden! 

Außerdem werden nur solche Läufer gewertet, die bis zur letzten möglichen (vollen) Runde mitlaufen! Vorzeitiges Beenden des Laufes bzw. Verlassen der Strecke wird als Laufabbruch / Aufgabe und damit als "DNF" betrachtet, womit der/die Läufer/in aus der Wertung genommen wird (und der Lauf gemäß Zählordnung des 100MC nicht mehr zählbar ist)!

Die Wertung erfolgt dabei primär nach zurückgelegter Distanz, bei Rundengleichheit dann nach Zeit.

Veranstalter: Fun & Erlebnis Marathons, Christian Hottas, 22393 Hamburg 

Strecke: Hamburg-Volksdorf, Naturschutzgebiet um die Teichwiesen: Naturwege, leicht wellig, Rundenlänge 2,583 km. 

Für einen zählbaren Ultramarathon müssen also mindestens 17 Runden gelaufen werden!

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

 http://my6.raceresult.com/78754/results?lang=de#1_DA643B

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900169499997545.1073741974.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1849968851683004.1073742522.100000097220437&type=3

23.12.17 14:33


M/U # 770 (62) – U # 150 – Hamburg (Teichwiesen) – 2. Thorsten Themm Ultramarathon am 09.12.2017

45 Km: 6:33:57 h - 13. Ges. - 4. Frau - 1. W55    –  –

Thorsten Themm, deutscher Ultramarathonläufer, * 9. 12. 1972, 2002-2005 Vorstandsmitglied des 100 Marathon Club Deutschland; Teichwiesen Friend; zusammen mit Ehefrau Nicole langjährig Veranstalter der sehr beliebten Ultramarathons in Ellerdorf. Lief am 12.11.2017 seinen 500. M/U (260 M + 240 U).

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/86111/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900159266665235.1073741973.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1840100282669861.1073742519.100000097220437&type=3

23.12.17 14:17


M/U # 769 (61) – U # 149 – Oslo (NOR) – Bislett 25 h Indoor Challenge am 24.11 + 25.11.2017

24 h: 155,941 Km - 58. Ges., 15. Frau, 2. W55 indoor: 20 °C   – 

Link zur Ergebnisliste:

https://bloccontent.blob.core.windows.net/files/200000195/1813/2017/11/28/63647510152538543524-timers-totalt.pdf

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1900147196666442.1073741972.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1826654524014437.1073742516.100000097220437&type=3

Link zur Fotogalerie von Kjell Vigestad / Kondis :

http://www.romerikeultra.no/gallery/album?uid=1100652826&aid=88284

Link zur Fotogalerie von Kondis mit Fotos von Anders Tøsse, Kjell Vigestad Per Inge Østmoen, Bjørn Hytjanstorp. Olav Engen, Hilde Johansen og mange andre. :

http://www.romerikeultra.no/gallery/album?uid=1100652826&aid=88262

23.12.17 14:04


Shanghai (China) – 2017 Shanghai International Marathon am 12.11.2017 - eigener Bericht

18.07.2017

Morgens den Newsletter vom Haspa Marathon Hamburg gelesen und wahrgenommen, dass für den Shanghai International Marathon in der Hamburger Partnerstadt im Rahmen des Städtepartnerschaftprojekts „Hamburg-Shanghai Marathon Brücke“ 10 kostenfreie Startplätze zur Verfügung gestellt werden.

Als Initiator dieses städtepartnerschaftlichen Projekts lud das Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg vor Ort zu einem kulturellen Begleitprogramm ein. Ziel ist das Erkunden der jeweiligen Partnerstadt und die Begegnung mit Läufern aus verschiedenen Kulturen. Unterstützt wird die „Hamburg-Shanghai Marathon-Brücke“ von den Veranstaltern des „Shanghai International Marathon“ und des „Haspa Marathon Hamburg“, sowie dem Hamburg Liaison Office China. Teilnehmen konnte jeder, der den Hauptwohnsitz in Hamburg hat sowie schon mal beim Hamburg Marathon mitgelaufen ist.

Ich war so fasziniert, dass ich mich gleich um 5:45 Uhr per E-Mail beworben habe und zwei Tage später erhielt ich vom Direktor des Konfuzius-Institut Hamburg, Dr. Carsten Krause, eine Zusage für die Teilnahme. Das fand ich nun völlig abgefahren. Gleich in der Mittagspause rannte ich zum Reisebüro „feel china“, welches fußläufig für mich zu erreichen ist, und gab alle erforderlichen Unterlagen ab. Irgendwie hatte ich Angst, dass man mir den Platz wieder entziehen könnte.

Es gab dann noch ein paar Mails von dem sehr neugierig wirkenden Direktor Carsten Krause, so dass ich langsam sehr gespannt auf das erste Treffen mit den 10 Gewinnern war.

 

Das passierte dann am 11.10.2017. Wir wurden erst ins Teehaus in der Feldbrunnenstraße zu einem Infogespräch eingeladen, bekamen ganz viele Unterlagen und einen netten Erinnerungsbeutel vom Konfuzius-Institut ausgehändigt.

Danach lud uns Carsten, inzwischen waren wir Sportler alle zum Du übergegangen, zum Abendbrot ins China Restaurant Suzy Wong im Mittelweg ein. Dieses kannte ich sehr gut, da Suzy Wong eines der Stammrestaurants meines Vaters war.

Mit uns waren auch Jessica Hardtmann und Wolfgang Timm vom Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH eingeladen, denen ein großer Dank gebührt, da sie diese Aktion offiziell mit unterstützen und die als VIP’s nach Shanghai mitreisen dürfen. Sie wollen vor Ort die städtepartnerschaftlichen Kontakte vor Ort festigen.

Der Abend war ausgesprochen nett und Carsten musste ganz viele Fragen beantworten. Das Essen, diesmal typisch chinesisch serviert, war wie schon früher, ausgesprochen köstlich. Nach diesem Abend war ich sehr gespannt auf unseren gemeinsamen „Ausflug“. Die Teilnehmer variieren sehr stark im Alter (23 – 64?) und die Anzahl der gelaufenen Marathons ( 1 - ??), aber es herrschte eine super gemeinsame Grundstimmung.

 

09.11.2017

Um 12:30 Uhr war Treffpunkt an der Rolltreppe im Terminal 2. Entgegen meiner Vermutung waren alle Gewinner und Mitreisenden anwesend. Gemeinsam durch die Sicherheitskontrollen gegangen und am Gate A46 wieder getroffen. Die Zeit bis zum Abflug der LH 0021 nach Frankfurt verging ganz schnell und obwohl wir alle einzeln eingecheckt hatten, kam ich neben Carsten zu sitzen. Die 45 Minuten nach Frankfurt habe ich kaum gemerkt, da wir uns lebhaft in dieser Zeit unterhielten.

In Frankfurt hatten wir fast zwei Stunden Aufenthalt und ich gönnte mir bei Mc Doof ein Mc Flurry mit Smarties und vertrat meine Beine beim Bummeln. Zum Glück war die Strecke zum Flug nach Shanghai (LH 0728) zum Gate Z54 nicht weit, vor allem mussten wir nicht erneut durch die Security gehen. Eine einfache Passkontrolle und man war mit den Formalitäten durch.

Um 17:50 Uhr flog unser Flieger, eine A380-800 mit zwei Stockwerken, pünktlich ab. Ich saß mitten in einer chinesischen Gruppe und fühlte mich etwas deplatziert, aber auch ignoriert. Zum Glück bot das Bordprogramm eine Wahnsinnsauswahl von Spielfilmen an und ich zog mir 4 Spielfilme in den 10:45 Stunden rein. Zwischendurch gab es zwei warme Mahlzeiten, zum Abendbrot Hühnerschenkel mit Kartoffelbrei und leckerem Salat und zum Frühstück Rührei mit Kartoffeln. So langsam stieg bei mir die Aufregung vor der fremden Stadt und ich las in den letzten zwei Stunden des Fluges den Reiseführer über Shanghai durch. Ich war gespannt, welche Sehenswürdigkeiten ich zu sehen bekam.

 

10.11.2017

Um 11:15 Uhr landete der Flieger pünktlich in Shanghai und unsere „Gewinnergruppe“ versammelte sich vor der Grenzkontrolle. Nachdem alle ihr Gepäck und Geld, entweder über Automaten oder am Schalter gegen eine Gebühr von 8 € erhalten hatten, gingen wir zusammen zur Haltestelle des Transrapid, der uns mit 301 Km/Std fast bis in die Innenstadt bringen sollte. Kosten für Hin- und Rückfahrt: 80 REM = 13€. An der Endstation Longyang Road mussten wir in die Metro Nr. 2 umsteigen, die uns bis zu unserer Haltestelle "People‘s Square" brachte. Jetzt hatten wir noch ca. 600 m Fußweg zum Charms Hotel in der Jiujiang Road 619.

Das Einchecken für 9 Leute dauerte doch länger als gedacht, so dass wir uns erst gegen 15:30 Uhr für Sightseeing verabredeten. Inzwischen hatte sich Nils Bunge dazugesellt, der schon einen Tag früher geflogen war. Henrik Rosemeier war eh schon da, da er hier ein Auslandsemester studierte.

Wir trafen uns um 15:30 Uhr vorm Hotel und Carsten hatte kleine Köstlichkeiten für uns besorgt. Es gab Frühlingsrollen, Dumplings (mit Hack und Brühe), und noch zwei andere Leckereien, scharf mit Erdnüssen und Reis.

Als alles verputzt war, fuhren wir mit der Metro Nr. 10 bis Juyuan Garden und genossen die wirklich originelle Einkaufsstraße, die wir bis zur Zizagbrücke am Teehaus Huxin Pavillon entlanggingen. Das Teehaus in der Feldbrunnenstraße in Hamburg ist genau diesem nachgebaut worden. Wir durften eine Stunde in dem Gewusel bummeln und ich sichtete Handtaschen und Mitbringsel, konnte mich aber für nichts entscheiden. Leider hatten der Yu Yuan Garden und der Stadtgotttempel schon geschlossen, aber die Ecke war architektonisch auch so traumhaft anzusehen. Danach gingen wir querfeldein durch die Stadt zu unserem Lokal „Hot Spot“, in dem Carsten zwei Tische für uns reserviert hatte. Auf dem Weg dorthin gingen wir durch die Altstadt und waren schon sehr erstaunt über den Kabelsalat, der an und zwischen den Häusern angebracht war. Aber das Internet funktioniert hier einwandfrei.

Inzwischen war Henrik Rosemeier, unser 11. Teilnehmer, auch dazu gestoßen. Er verbringt gerade ein Auslandssemester in Shanghai und wird mit uns den Marathon laufen. Wir saßen an runden Tischen, wo in der Mitte ein zweigeteilter Topf mit zwei verschiedenen Suppen auf einer Induktionsplatte stand. Daneben lag eine riesengroße Auswahl an Zutaten, die jeder aussuchen und in „seiner“ Suppe garen lassen konnte. Es gab Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte, Entenzungen, Schweinehirn, gestocktes Blut, Frühlingsrollen und viele andere Leckereien. Leider haben einige ihren Nachtisch auch in der salzigen Suppe versenkt, aber der war nicht wirklich als solches zu erkennen gewesen. Als Highlight gab es für jeden Tisch einen Frosch, den man sich zu sechst teilen durfte.

An unserem Tisch verstummte irgendwann die Unterhaltung, da alle nach dem langen Tag und dem vielen Essen ihren toten Punkt erreicht hatten. Gegen 20 Uhr brachen wir zum BUND auf, um die wahrlich herrliche Kulisse der Stadt am Pudongufer zu sehen. Der BUND ist der international bekanntere englische Name der langen Uferpromenade in Shanghai, am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong. Ihr chinesischer Name ist Waitan.

Nachdem wir unser abendliches Fotoshooting mit der atemberaubenden Abendstimmung beendet hatten gingen wir entlang des Flusses weiter zum Blues und Jazz Keller, in dem ab 21 Uhr die Gruppe „Root Walking“ afrikanisch-amerikanische Gedichte in einem wunderbaren Jazz spielte. Carsten hatte alle im Namen des Konfuzius Institut hierzu eingeladen. Ich war so begeistert von der Musik, dass ich mir eine CD der Gruppe mitnehmen musste.

Um 22:15 Uhr brachen wir dann auf zum Hotel und um 23 Uhr lag ich im Bett. Leider konnte ich nicht ganz durchschlafen, da irgendjemand um 2 Uhr anklingelte und ich die Klimaanlage nicht im Griff hatte und wie ein Schneider fror.

11.11.2017

Um 7:30 Uhr von alleine wach geworden und zum Frühstücksraum gegangen. Es wurden überwiegend warme asiatische Speisen angeboten. Als kontinentales Angebot gab es Toastbrot mit einer Sorte Marmelade. Ich hielt mich an Nudeln mit Gemüse und Reis mit Ei.

Um 10 Uhr mit allen zur Marathon-Expo aufgebrochen. Zum Glück kam Micha mit Carstens Hilfe auch noch zu einem Startplatz, seine Anmeldung hatte im Vorfeld nicht geklappt. So sollten alle Gewinner morgen beim Shanghai-Marathon mitlaufen. Mein Expo-Bummel fiel sehr preiswert aus, da alles so teuer wie zu Hause, wenn nicht sogar teurer war. So blieb es bei ein paar roten Socken mit eingesticktem Shanghai.

Auf der Expo trafen wir Jessica und Wolfgang, der hunderte Fotos von unserer Gruppe vorm HH-Stand und dem offiziellen Logo schoss. Ich kam mir schon richtig V.I.P. vor. Als wir wieder draußen waren, schien uns die Sonne herrlich ins Gesicht und ich verteilte die Reste meines Geburtstagskuchens.

Nach der Expo entführte uns Carsten nach Pudong-City, wo wir ein reichhaltiges Essen in einer „Dumpling-Stube“ einnahmen. Wir saßen vor der offenen Küche und es empfahl sich nicht so ganz genau auf die hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung zuzuschauen. Aber entweder war es nicht so schlimm wie es aussah oder alle hatten einen widerstandkräftigen Magen. Keiner klagte auf der Reise über Verstimmungen.

Nach dem Essen holten wir uns im Café de Paris einen „Coffee to go“, der sehr lecker war und ich setzte mich ab, um das französische Viertel noch im Hellen zu erkunden. Die anderen gingen gemeinsam auf den Fernsehturm, um Shanghai von oben zu sehen.

Es machte Spaß alleine durch die Stadt zu fahren. Dank Carstens guter Einweisung war alles auch überhaupt kein Problem. Shanghai ist eine total freundliche, offene und einfache Stadt zum Erkunden.

Ich erschloss mir das französische Viertel in meinem Tempo und stieß immer wieder auf die morgige Marathonstrecke.

Der Fuxing Park hatte mich in seinen Bann gezogen. Ursprünglich wurde der Park während der Ming-Dynastie als Privatanlage angelegt. Später stand der Park dann ausschließlich für die französischen Einwohner der Stadt offen. Die Franzosen sorgten für die klassischen europäischen Elemente, die auch heute noch den Park maßgeblich prägen. Im nordwestlichen Teil des Parks wurde anlässlich des 90. Todestages von Friedrich Engels eine 6,4 Meter hohe Bronzestatuen von Karl Marx und Friedrich Engels errichtet. Außerdem bewunderte ich Vater und Kind beim Drachensteigen und viele andere sportliche Aktivitäten.

In der Nanjing Road fand ich wirklich schöne Geschäfte und bummelte ausgiebig. Die Franzosen hatten Platanen als Straßenbäume gepflanzt, diese beherrschen eindeutig das Bild des Viertels.

Als es dunkel wurde, ging ich langsam ins Hotel und legte mich ohne Abendbrot früh ins Bett.

Der Marathontag:

12.11.2017 – 17 – 21 °C, etwas Smog, anfangs diesig, später blauer Himmel und Sonne.

Um 4:50 Uhr ging mein Wecker und um 5 Uhr das Wecktelefon. Carsten hatte vorsorglich für alle den Hotelwecker bestellt.

Zur vereinbarten Zeit um 6 Uhr war ich in der Lobby, aber keiner war zu sehen. Als ich um 6:15 Uhr immer noch keinen sah, rief ich Carsten an, der mir mitteilte, dass sie gestern Abend beschlossen hatten, sich schon um 5:45 Uhr zu treffen und jetzt schon in der Nähe des Startblocks F stünden. Also schnell auf dem Weg gemacht, dass Hotel lag nur ca. 1 Km vom Start entfernt. Kurze Zeit später fand ich die Gruppe und nach unzähligen Gruppenfotos gingen wir in den Startblock. Ich bekam einen kleinen Schreck, da die 4:30 h-Pacer vor mir standen. Aber das Problem würde sich sicherlich von selber regeln.

Die Zeit bis zum Start verging schnell. Der Moderator begrüßte alle Honoratioren, danach sangen alle die Nationalhymne und schon fiel der Startschuss. 14 Min. später lief ich über die Startmatte und folgte den 4:30 h Pace-Makern. Schon bei Km 2 motivierten mich Jessica und Wolfgang, die am Straßenrand laut „Hummel Hummel“ riefen. Die ersten 5 Km liefen wir entlang der Ninjang Road, dann querfeldein zum französischen Viertel. Hier verließen uns die 10km-Läufer, die fast alle mit ihrem Marathonrucksack gelaufen waren. Danach wurde es ein bisschen ruhiger. Bei Km 13 überraschten uns Wolfgang und Jessica, die wieder ganz laut Hummel Hummel schrien und mich damit richtig motivierten Tempo aufzunehmen. Leider wurde es etwas jetzt schattiger zwischen den Hochhäuser und ich fing leicht an zu frieren. Das blieb so bis Km 18 und änderte sich dann total als wir am Huangpu Fluß entlang liefen. Hier war mir eher zu warm. Inzwischen rächte sich auch mein schnelles Anfangstempo und ich merkte, dass ich meinen Wunsch, eine Zeit um 5 h zu laufen, nicht realisieren würde. Also reduzierte ich das Tempo noch weiter und genoss die Strecke im fremden Land. Der Streckenverlauf führte zickzack durch Shanghai und wir sahen fast alle Sehenswürdigkeiten. Alle 5 Km waren 5 – 10 Dixies aufgebaut, vor denen aber unendlich lange Schlangen standen. Erst bei Km 18 km die Erlösung. Auf der rechten Seite war eine öffentliche Toilette und nur vor den Herren war die Schlange lang. Bei den Damen waren zwei Türen unbesetzt. Danach erleichtert Tempo aufgenommen, um den Halben in 2:30 h zu schaffen. Hat aber knapp nicht gereicht. Vor mir lagen ein paar Pendelstrecken und ich klatschte Nils und Utz beim Vorbeilaufen ab. Inzwischen war es nicht nur warm, sondern vom dunkelblauem Himmel strahlte eine herrliche Sonne, die die Skyline von Pudong wunderbar anstrahlte. Außerdem befand ich mit in einer Gruppe Chinesen, die sich, wie ich, mit einem Trab-Geh-Rhythmus zum Ziel durchschlugen. Ganz viele Läufer_innen hielten an, um mit mir ein Selfie zu schießen. Und ganz viele Andere hoben beim Vorbeilaufen den Daumen nach oben und lächelten mir zu.

Ein paar Wenige waren verkleidet und munterten das Straßenbild auf. Die meisten hatten aber das offizielle orangefarbene Laufshirt vom Haussponser Nike an.

Wir 12 Hamburger fielen durch unser weißes T-Shirt auf, welches uns vom Konfuzius-Institut gesponsert wurde. Es betonte die kulturelle Freundschaft zwischen den Partnerstädten Hamburg und Shanghai.

Bei Km 25 wurde es so richtig anstrengend (durch den Smog?), mir war etwas komisch und ich schloss nicht aus, dass ich kollabieren könnte. So ging ich erstmal 2 Km, bis es mir wieder besser ging. Ich erholte mich zunehmend, so dass ich meine Überholjagd wieder aufnehmen konnte.

An der gesamten Strecke standen ganz viele Helfer, Militär und Polizei und es war alles super gut durchorganisiert. An den Verpflegungsständen gab es Wasser, Iso, Weintrauben, Bananen in rauen Mengen, Müslienergieriegel, Snickers und chinesische Spezialitäten, wovon ich vorsichtshalber nichts genommen habe.

Ab Km 35 fiel mir wieder alles leicht. Wir liefen lange am Fluss entlang und ich genoss die Aussicht auf das Wasser und die Skyline. Danach bogen wir ab, noch ein wenig zickzack durch die Stadt bis zum Stadion. Im Stadion eine dreiviertel Runde und ab durchs Ziel.

Nun musste man den Chip abnehmen, bekam eine schöne Stofftasche mit einer eingeschweißten Banane, Müsliriegel, Wasser, Iso, ein großes Finisherbadelaken und die Medaille.

Danach traf ich auf Michael, der mit seiner Zeit hochzufrieden war und wir fuhren gemeinsam ins Hotel.

Außer Nicole sind alle durchgekommen, sie hat es bei Km 24 mit Unwohlsein erwischt und musste rausgehen.

Im Hotel bestimmt 20min lang ganz heiß geduscht und 40 min. Nickerchen gemacht.

Um 15:30 Uhr waren wir alle in der Lobby verabredet, um zum Jing’an Tempel/Kloster zu fahren. Da sich Carsten irrte, stiegen wir eine Haltestelle zu früh aus, kamen dann aber doch noch rechtzeitig genug an, um in den Tempel reinzukommen. Carsten gab uns eine sachkundige Führung durch den Tempel und wir erhielten zusätzlich viel Hintergrundwissen in.

Danach hatten wir bis zum Essen eine Stunde Zeit für uns. Ich ging mit Utz und Nils in einen Shopping Tempel, um zum wiederholten Male festzustellen, dass unsere Wunschartikel (Parfum, Suunto-Uhr, Laufschuhe) ca. 30% teurer als zu Hause waren. Also wieder kein Geld beim Bummeln ausgegeben. Dafür haben wir eine schöne Karte für Carsten gefunden, die von Nicole mit einem Dankeswort für die außergewöhnliche Reise versehen und von allen unterschrieben wurde.

Um 18:30 Uhr war für uns ein Tisch in dem Restaurant auf der Rückseite des Jang’an Tempel reserviert. Wir wurden vom Kunfuzius Institut zu einem reichhaltigen, herrlichen, vegetarischen Buffett eingeladen. Erst war ich sehr skeptisch, aber dann wurde ich mehr als satt. Die Speisen waren originell und oberlecker.

Außer uns waren noch zwei der drei Ehrenläufer vom letzten Jahr und vier Studenten bzw. Dozenten der Partneruni in Shanghai eingeladen. Es entstand ein toller Austausch zwischen allen und die Unterhaltung war sehr angeregt in Deutsch, Englisch und Chinesisch.

Um 21 Uhr schloss das Lokal und nach unendlich vielen Gruppenfotos mit und ohne die Chinesen verließen wir gegen 21:30 Uhr das Lokal um nach Tianzefang, einem schönen Viertel mit vielen Kneipen und Lädchen, zu fahren. Die Männer bekamen ihre Mitbringsel-Schals für ihre Frauen und Jessica fand auch nette Souvenirs für ihre Kiddies. Im Rambler fanden wir mit 14 Leuten Platz und bestellten chinesisches Bier, Aperol Spritz, Gin Tonic und ich gönnte mir einen Glühwein, der ausgesprochen lecker schmeckte. Matthias übernahm die Rechnung für alle Ladies, war ich sehr nett fand. DANKE!

Um 24 Uhr brachen wir auf, um festzustellen, dass die Metro nicht mehr fuhr. Zufällig fuhren mehrere Taxis vor und wir kamen für wenig Geld (28 REM = 4€ pro Taxi) alle wohlbehalten im Hotel an.

Ich war noch nicht müde, so versuchte ich bei Lufthansa für den Flug einzuchecken und hatte Glück. Ich bekam den letzten Fensterplatz (95A) im Oberdeck des Airbusses.

 

13.11.17

Um 4:30 Uhr wach geworden, elendig gefroren und ganz großen Hunger gehabt. Ein bisschen gelesen, im Internet gedaddelt und um 6:30 Uhr zum Frühstück gegangen. Nachdem ich satt war und das Zimmer wärmer geworden war, legte ich mich nochmal für zwei Stunden aufs Ohr, was sehr gut getan hat.

Um 10 Uhr nochmal einen kurzen Bummel in die Ninyang Rd. gemacht und endlich Schal, winkende Glückskatze, Postkarten und Räucherstäbchen erstehen können.

Um 10:30 Uhr war das Treffen zur Abfahrt in der Lobby anberaumt, wo wir uns von Micha verabschieden mussten, der noch mehrere Tage blieb. Nicole und Matthias hatten sich schon am Abend davor von uns verabschiedet. Sie blieben auch länger.

Mit der Metro Nr. 2 bis Longyang Rd. gefahren, dort in den Transrapid umgestiegen und bis zum Flughafen gefahren. Das Einchecken ging schnell und war völlig problemlos.

Ich gab im Duty free mein letztes Geld für Schokolade und Ananaskekse aus und konnte alles chinesisches Geld loswerden.

Inzwischen sitze ich im Airbus und es ist herrlich. Ich habe im Oberdeck ganz viel Platz, sogar ein riesengroßes Seitenfach habe ich für mich allein. Und ich habe einen herrlichen Blick durch zwei! Fenster nach draußen. Vor mir sitzen H-U und Tobias, die kein Fenster, dafür mehr Beinfreiheit haben.

Nun habe ich noch 7:15 h vor mir, um ein paar Spielfilme zu genießen.


Es war ein wunderschöner Ausflug nach Shanghai, kurz aber knackig und sehr intensiv. Der absolute Wahnsinn und das Highlight in 2017.

 

14.1.18 18:51


M/U # 768 (60) – M # 620 – Shanghai (China) – 2017 Shanghai International Marathon am 12.11.2017

5:30:19 h - 3780. Frau 16 - 21°C, anfangs bewölkt, später warm und sonnig

Um 4:50 Uhr ging mein Wecker und um 5 Uhr das Wecktelefon. Carsten hatte vorsorglich für alle den Hotelwecker bestellt.

Zur vereinbarten Zeit um 6 Uhr war ich in der Lobby, aber keiner war zu sehen. Als ich um 6:15 Uhr immer noch keinen sah, rief ich Carsten an, der mir mitteilte, dass sie gestern Abend beschlossen hatten, sich schon um 5:45 Uhr zu treffen und jetzt schon in der Nähe des Startblocks F stünden. Also schnell auf dem Weg gemacht, dass Hotel lag nur ca. 1 Km vom Start entfernt. Kurze Zeit später fand ich die Gruppe und nach unzähligen Gruppenfotos gingen wir in den Startblock. Ich bekam einen kleinen Schreck, da die 4:30 h-Pacer vor mir standen. Aber das Problem würde sich sicherlich von selber regeln.

Die Zeit bis zum Start verging schnell. Der Moderator begrüßte alle Honoratioren, danach sangen alle die Nationalhymne und schon fiel der Startschuss. 14 Min. später lief ich über die Startmatte und folgte den 4:30 h Pace-Makern. Schon bei Km 2 motivierten mich Jessica und Wolfgang, die am Straßenrand laut „Hummel Hummel“ riefen. Die ersten 5 Km liefen wir entlang der Ninjang Road, dann querfeldein zum französischen Viertel. Hier verließen uns die 10km-Läufer, die fast alle mit ihrem Marathonrucksack gelaufen waren. Danach wurde es ein bisschen ruhiger. Bei Km 13 überraschten uns Wolfgang und Jessica, die wieder ganz laut Hummel Hummel schrien und mich damit richtig motivierten Tempo aufzunehmen. Leider wurde es etwas jetzt schattiger zwischen den Hochhäuser und ich fing leicht an zu frieren. Das blieb so bis Km 18 und änderte sich dann total als wir am Huangpu Fluß entlang liefen. Hier war mir eher zu warm. Inzwischen rächte sich auch mein schnelles Anfangstempo und ich merkte, dass ich meinen Wunsch, eine Zeit um 5 h zu laufen, nicht realisieren würde. Also reduzierte ich das Tempo noch weiter und genoss die Strecke im fremden Land. Der Streckenverlauf führte zickzack durch Shanghai und wir sahen fast alle Sehenswürdigkeiten. Alle 5 Km waren 5 – 10 Dixies aufgebaut, vor denen aber unendlich lange Schlangen standen. Erst bei Km 18 km die Erlösung. Auf der rechten Seite war eine öffentliche Toilette und nur vor den Herren war die Schlange lang. Bei den Damen waren zwei Türen unbesetzt. Danach erleichtert Tempo aufgenommen, um den Halben in 2:30 h zu schaffen. Hat aber knapp nicht gereicht. Vor mir lagen ein paar Pendelstrecken und ich klatschte Nils und Utz beim Vorbeilaufen ab. Inzwischen war es nicht nur warm, sondern vom dunkelblauem Himmel strahlte eine herrliche Sonne, die die Skyline von Pudong wunderbar anstrahlte. Außerdem befand ich mit in einer Gruppe Chinesen, die sich, wie ich, mit einem Trab-Geh-Rhythmus zum Ziel durchschlugen. Ganz viele Läufer_innen hielten an, um mit mir ein Selfie zu schießen. Und ganz viele Andere hoben beim Vorbeilaufen den Daumen nach oben und lächelten mir zu.

Ein paar Wenige waren verkleidet und munterten das Straßenbild auf. Die meisten hatten aber das offizielle orangefarbene Laufshirt vom Haussponser Nike an.

Wir 12 Hamburger fielen durch unser weißes T-Shirt auf, welches uns vom Konfuzius-Institut gesponsert wurde. Es betonte die kulturelle Freundschaft zwischen den Partnerstädten Hamburg und Shanghai.

Bei Km 25 wurde es so richtig anstrengend (durch den Smog?), mir war etwas komisch und ich schloss nicht aus, dass ich kollabieren könnte. So ging ich erstmal 2 Km, bis es mir wieder besser gin. Ich erholte mich zunehmend, so dass ich wieder meine Überholjagd aufnehmen konnte.

An der gesamten Strecke standen ganz viele Helfer, Militär und Polizei und es war alles super gut durchorganisiert. An den Verpflegungsständen gab es Wasser, Iso, Weintrauben, Bananen in rauen Mengen, Müslienergieriegel, Snickers und chinesische Spezialitäten, wovon ich vorsichtshalber nichts genommen habe.

Ab Km 35 fiel mir wieder alles leicht. Wir liefen lange am Fluss entlang und ich genoss die Aussicht auf das Wasser und die Skyline. Danach bogen wir ab, noch ein wenig zickzack durch die Stadt bis zum Stadion. Im Stadion eine dreiviertel Runde und ab durchs Ziel.

Nun musste man den Chip abnehmen, bekam eine schöne Stofftasche mit einer eingeschweißten Banane, Müsliriegel, Wasser, Iso, ein großes Finisherbadelaken und die Medaille.

Danach traf ich auf Michael, der mit seiner Zeit hochzufrieden war und wir fuhren gemeinsam ins Hotel.

Außer Nicole sind alle durchgekommen, sie hat es bei Km 24 mit Unwohlsein erwischt und musste rausgehen.

Im Hotel bestimmt 20min lang ganz heiß geduscht und 40 min. Nickerchen gemacht.

– es war ein wunderschöner "Ausflug" nach Shanghai, das Highlight des Jahres 2017

 

Den Rest der Reise kann man unter "Eigene Berichte" nachlesen.

 

Link zur Ergebnisliste:

http://www.shmarathon.com/index.dhtml

es ist schwierig zur Ergebnisliste vorzudringen, daher hier mein Ergebnis:

 Results

Event Name Event Type Bib Number Results Ranking
2017上海国际马拉松赛 女子全程马拉松赛 56291

5:30:19

第3780名

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1859785857369243.1073741971.100000135395711&type=3

 

8.12.17 07:28


M/U#767 (59) – U#148 – Hamburg (Teichwiesen) – 5. Christine Schroeder Ultramarathon am 05.11.2017

59 Km: 8:59:00 h - 4. Ges. - 1. Frau - 1. W55  11 - 9 °C, regnerisch, kalt – Von den 11 Voranmeldern erschienen 9 an den Teichwiesen. Wir mussten diesmal leider fast 23 Runden laufen, gelaufen wurde im Uhrzeigersinn. Ich haderte sehr mit meinem Schicksal, verfluchte meinen Reisepass und plante in Gedanken meinen Ausstieg nach 17 Runden. Leider mussten Maren sowie Hellmut aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig ausscheiden, so dass ich beschloss, dass meine Schlechtwetterdepression dagegen doch Peanuts sei. So wollte ich nach altbewährter Methode einfach nur Runde für Runde abschließen, genießen und nicht an die Nächste denken. 

Die ersten zwei Runden lief ich mit Christian, Hellmut und Meinulf, dann beschleunigte ich, bis ich auf Rosi traf. Mit ihr fast eine Runde gegangen, bis Meinulf von hinten kam. Mit Meinulf im irren Tempo (19er-Runden) losgesprintet und obwohl wir beide langsamer werden wollten, schafften wir es nicht, das Tempo zu drosseln. So erreichten wir Christian und Hellmut schon in der 7. Runde und erholten uns bei den Beiden. Bald darauf kam Rosi von hinten und ich schloss mich ihrem schnelleren Schritt an. Permanent wurde ich vom "Neuling" Karsten August und Jens Hunold überrundet. In der letzten Runde konstatierte Karsten, dass die Runden immer länger werden würde. Mit dieser Einschätzung war er nicht alleine. Er schaffte die gesamte Strecke mit 6:19 h, kurz danach folgte Jens. Inzwischen hatte der Regen aufgehört und es entwickelte sich eine schöne Herbststimmung, daher legte ich eine langsame Fotorunde ein. In der 12. Runde überrundete ich Christian und Meinulf und erholte mich bei ihnen zwei Runden lang. Die beiden waren höchst alberich und machten lauter, nicht ganz stubenreine, Wortspiele. Auch diesmal kam Rosi von hinten zum Überrunden vorbei und wir zogen wieder gemeinsam los. Cindy schien Lust auf schnelleres Gehen zu haben, so absolvierten wir zu Dritt klönenenderweise relativ schnelle Runden, bis Rosi eine Pause einlegte. Jetzt erst stellte ich fest, dass ich mich bei meinem Zeitplan um eine Stunde verrechnet hatte und viel Luft nach hinten hatte. So blieb ich beim 3. Überrunden von Christian - beim 2. von Meinulf - beim Entrunden von Burkhard, bis zu meinem Zieleinlauf bei der Männergruppe, wobei Burkhard schon eine Runde früher fertig hatte. Ich schaffte die 59 Km in knapp 9 Stunden und musste leider, aus bekannten Gründen eilig nach Hause eilen, ließ aber noch ausreichend Verpflegung für die letzten Teilnehmer zurück. – ein etwas zu früher Geburtstagsultra, dennoch ein sehr Schöner.

Christine Schroeder, Hamburger Krankenschwester, Vize-Koordinatorin der Jugendberufsagentur zu den anderen Hamburger Behörden, Arbeitsvermittlerin, Kuchenbäckerin und Ultramarathonläuferin, * 7. 11. 1958 Hamburg; 2014 Deutsche Meisterin W55 im 24-Stunden-Lauf; 2015 Hallenweltrekordlerin W55 über 24 Stunden (162 km) und 48 Stunden (276 km); läuft seit dem Hamburg Marathon im April 2007 Marathon. Fand ab Silvester 2007 nach und nach Anschluss an die Teichwiesen Friends, von denen sie nicht mehr wegzudenken ist. Hat als einzige Frau neun Mal das Grand Union Canal Race über 145,4 Meilen von Birmingham nach London, Großbritanniens längstes und schwerstes Rennen, gefinisht. 2011 Welt-Cup-Zweite über 48 Stunden / Bahn. Ist seit 2010 mit 587 km achte Frau in der Ewigen deutschen Bestenliste im 6-Tage-Lauf. Mit inzwischen mehr als 760 Marathon/Ultramarathons bei den Frauen Nummer 3 in Deutschland und Nummer 8 weltweit.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/81980/results?lang=de#0_0D6FAD

8.12.17 07:11


M/U # 766 (58) – U # 147 – Hamburg – Hamburger Ultramarathon zum 500. Reformationstag am 31.10.2017

47 Km: 7:43:29 h - 18. Ges. - 5. Frau - 1. W55  7 - 14°C, trüb, bewölkt, aber kein Regen Mit Manfred und Christian zum Ziel gefahren, Auto abgestellt und weiter zum Start „Bei der Lutherbuche 36“ an der Christ-König-Kirche gefahren.

Pünktlich um 9:30 Uhr dort gewesen, was einige doch überrascht hat. Nach dem Briefing, dem Austeilen eines Stadtplans mit eingezeichneter Route und einem Zettel mit der Auflistung der 4 VP‘s und einem Startfoto unter der Lutherbuche starteten wir um 10:03 Uhr den Lauf. Für mich waren die ersten Kilometer besonders, da ich hier von 1969 – 72 gewohnt habe und bis 1977 zur Schule gegangen bin. So lief ich an vielen bekannten Ecken vorbei und schwelgte in Erinnerungen. Nachdem wir durch Lokstedt durch waren und in Eppendorf ankamen, schloss ich zu der Dreiergruppe, bestehend aus Christian, Keule und Burkhard, auf. Ich klönte intensiv mit Burkhard, Christian klönte intensiv mit Keule, so dass wir an der Tarpenbek tatsächlich den falschen Abbieger nahmen und einen Umweg von 20 min. in Kauf nehmen mussten. In der Zeit haben uns Siglinde und Thomas überholt, wir holten sie erst in Ohlsdorf wieder ein. Bis Ohlsdorf liefen wir auf dem Alsterwanderweg, dann durch die S- und U-Bahnhaltestelle durch, quer über den Friedhof zum Ausgang am Bramfelder See, wo VP 1 war. Die Box mit Naschies und Getränken war um diese Zeit noch unversehrt und wir füllten unsere Vorräte auf. Leider wurde die Box mit Inhalt später geklaut. Ab VP 1 gingen wir mit Siglinde und Thomas zusammen. Es war interessant mal wieder neue Ausdauersportler kennen zu lernen. Christian unterhielt sich angeregt mit Beiden und machte auch nicht den Eindruck, dass er vorm Ende des Laufes damit aufhören wollte. Aber wie es nun mal in einer großen Gruppe ist, verlangsamten wir unser Tempo, da wir uns gegenseitig ausbremsten. Daher beschloss ich bei Km 18 doch zu beschleunigen, verabschiedete mich und lief los. Bald war ich durch Jenfeld durch und am Öjendorfer See erwartete mich Manne mit vollem Verpflegungsprogramm. Nach kurzem Aufenthalt Richtung Boberg, kurz davor rechts ab über die rote Brücke nach Moorfleet. Kurze Zeit später stand ich vor der St. Nikolai Kirche und suchte das Martin Luther Denkmal, sowie die Verpflegungsbox, die ich dann im Garten vom Pfarrhaus fand.

Nun ging es Richtung Kaltehofe unter der Autobahn durch und dann immer an der Norderelbe entlang bis zum VP 4. Erst hatte ich Angst ihn zu übersehen, aber am Ende der Elbinsel Kaltehofe sprang mir der blaue Deckel der Box vom Weitem ins Auge. Ein Verfehlen war nicht möglich. Hier nochmal ordentlich Naschies in die Taschen gepackt, Getränke aufgefüllt und weitergelaufen. Es fing an zu dämmern und ich wollte vor der Dunkelheit an der Alster sein.

Nachdem ich den Elbpark Entenwerder durchquert hatte und unter der Autobahn durch war, lief die Route auf einer Strecke, die ich überhaupt nicht kannte. Am rechten Ufer vom Billhafen lief die Hochwasserschutzanlage Großmarkt, ein wunderschöner Radweg, der mitten in die City führte und einen herrlichen Blick auf die Hamburg-Skyline bot. Am Baumwall bog es dann rechts zum Michel ab. Hier schlug ich mich mehr oder weniger durch, die Route war im Dunkeln schwer zu finden. Leicht zu finden war der riesige Martin-Luther, der an diesem Tag von hunderten von Touris umringt war. Auch die Martin-Luther-Straße war gut zu finden und von hier war es ein Leichtes durch den Neuen Wall zur Alster zu kommen. An der Binnenalster ging es links herum und an der Außenalster rechts herum bis zum Mundsburger Kanal. Dann rechts bis zur St. Gertrud Kirche mit ihrer Luthereiche. Auch hier vertüdelte ich mich etwas mit dem Weg, da es inzwischen tiefdunkel geworden war. Manne stand gelassen im Ziel und wartete geduldig, hängte mir meine Medaille um und versorgte mich mit Getränken. – wahnsinnig schöner Lauf quer durch Hamburg mit vielen bekannten und unbekannten Ecken.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/83494/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1843910105623485.1073741970.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1797336070279616.1073742511.100000097220437&type=3

Link zum Bericht von Thorsten Stohldreier:

http://100marathon-club.de/aktuelles/ansicht/news/detail/News/hamburger-reformationstag-ultramarathon-904.html

16.11.17 15:58


M/U # 765 (57) – M # 619 – Hamburg – 7. Schuppen 50/51 Marathon am 29.10.2017

6:03:05 h - 6. Ges. - 2. Frau - 2. W55  11°C, blauer Himmel, trocken, Sonne Spontan ohne Anmeldung bei schönem Wetter zum Hafen gefahren. Die Sturmwarnung im Radio ein bisschen ignoriert und gespannt zum angeblich überflutetem Hafen gefahren. Dort war wie erwartet Chaos, die Laufstrecke stand völlig unter Wasser, aber das Wasser floss bereits zügig ab und die Polizei zog auch langsam von dannen. Dennoch musste Christian eine neue Laufstrecke konzipieren und ausmessen, so dass wir mit knapp 41 min. Verspätung starteten. Durch den herrlich blauen Himmel und die strahlende Sonne machte das Laufen aber einfach nur Spaß und es lief alles supergut. Bei jedem Überrunden von Christian blieb ich bei ihm und machte Pause, um dann wieder neu durchzustarten. Peter Kellermann hatte dieselbe Strategie, so dass wir hin und wieder zu Dritt liefen. Beate, Sven, Klaus und Burkhard liefen vorne ihr eigenes Rennen, welches Sven mit 2 Runden Vorsprung gewann. In der zweiten und dritten Runden meinten alle GPS-Leute, dass die ausgemessene Strecke zu lang sei. Also schnappte ich mir spontan Christians Messrad und ging die Strecke erneut ab. Heraus kamen 1630m, so dass wir nicht 30 Runden, sondern nur 26 Runden laufen mussten. – ungewöhnlicher Marathon mit voller Hafenromantik und Hochwasser.

Link zum Veranstalterbericht und Zieleinlaufliste:

http://my6.raceresult.com/83222/results?lang=de#0_0D6FAD

Link zu meiner Fotogalerie:

https://www.facebook.com/christine.schroeder.1276/media_set?set=a.1843900528957776.1073741969.100000135395711&type=3

Link zur Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/chhottas/media_set?set=a.1792416644104892.1073742509.100000097220437&type=3

16.11.17 15:34


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